In dieser Folge des Podcasts Peace Matters werden die aktuellen Entwicklungen angesichts des 12-Tage dauernden Krieges zwischen Israel und dem Iran im Juni 2025 beleuchtet. Wie lassen sich die komplexen Dynamiken im Nahen Osten und deren globale Auswirkungen – von regionalen Machtverschiebungen zwischen Iran, Israel und den USA bis hin zu Fragen des Völkerrechts, der Menschenrechte und des Multilateralismus einordnen? Was sind aktuelle Entwicklungen, historische Zusammenhänge und wie waren die internationalen Reaktionen? Was bedeutet diese Eskalation für Frieden im Nahen Osten auch angesichts des Krieges in Gaza und seinen katastrophalen humanitären Folgen? Wie steht es um die Sicherheit Israels und was ist vom iranischen Atomprogramm in Zukunft zu erwarten? Diese und andere Themen werden von Heinz Gärtner und Adham Hamed diskutiert? Dabei stehen nicht nur sicherheitspolitische Aspekte im Fokus, sondern auch die Rolle Europas, die Glaubwürdigkeit internationaler Normen und die Herausforderungen globaler Diplomatie. Moderiert wird die Diskussion von Stephanie Fenkart.
The Path Forward With Iran: Diplomacy or Missiles?
President Trump may prefer securing a nuclear agreement with Iran during his tenure rather than pursuing military action, as it would offer several advantages: it would prevent Iran from acquiring a nuclear weapon, avoid another U.S.-involved war in the Middle East, mark a diplomatic success for his administration, and open the door to economic benefits through renewed engagement with Iran. (Heinz Gärtner, TVP World, April 28, 2025)
kollektiv magazin: DIE ZUKUNFT DER WELT
Das Gefühl kennt inzwischen jede*r: Die Nachrichtenlage ist explosiv, der Ton aggressiv, die Worte schriller. Von allen Seiten ist von Aufrüstung die Rede, von Sicherheitsstrategien, von neuen atomaren Drohkulissen. Und die Angst vor einem Dritten Weltkrieg? Die ist längst salonfähig geworden.
Inmitten dieser brodelnden Weltlage gibt es Stimmen, die nicht mit dem Säbel rasseln, sondern mit klarem Blick analysieren. Eine davon gehört dem Politikwissenschaftler Heinz Gärtner. Sein Appell: Nicht mitmarschieren – nachdenken. „Es hat schon einmal eine Welt gegeben, in der niemand einen Krieg wollte – und am Ende alle mittendrin waren“, warnt er.
Read MoreKollektiv Podcast: WELT IM UMBRUCH / BLICK IN DIE ZUKUNFT
Die Welt im Umbruch: Der Krieg in der Ukraine erschüttert die internationale Ordnung. USA und Russland – zwei Supermächte mit jahrhundertelanger Geschichte und globalem Einfluss. Wie entwickelt sich dieser Konflikt? Welche historischen Parallelen gibt es? Und vor allem: Gibt es einen Ausweg? Prof. Dr. Heinz Gärtner, Wiener Politikwissenschafter und Amerika-Kenner, stellt sich den großen Fragen. Der Journalist und Historiker David Herrmann Meng führt durch das Gespräch und deckt Zusammenhänge auf, die oft übersehen werden. Von geopolitischen Machtverschiebungen über die Rolle Europas bis hin zu möglichen Friedensszenarien – ein tiefgehendes Gespräch, das neue Perspektiven eröffnet.
DER STANDARD: Trump in der Tradition amerikanischer Machtpolitik
Isolationismus, Interventionismus und Nationalismus: Wie Donald Trump in das historische Muster der US-Außenpolitik passt
Präsident Donald Trump wird weithin als „erratisch, unberechenbar und transaktional“ charakterisiert. Hinter diesen Zuschreibungen steckt auch eine analytische Bequemlichkeit. Es gibt eine Reihe von Kategorien, mit denen das Phänomen Trump erfasst werden kann. Und er liegt durchaus im Rahmen der amerikanischen Traditionen von Isolationismus, Interventionismus, Rückzug und Maximalismus.
In der Präsidentschaftsgeschichte gibt es außerdem eine Reihe von Analogien, aus denen man Rückschlüsse auf Trumps Politik ziehen kann. Sein Verhandlungsziel ist das der „relativen Gewinne“, bei denen alle Beteiligten absolute Gewinne machen können, allerdings weniger als die USA. Dieses Prinzip unterscheidet sich von dem des Nullsummenspiels, bei dem es nur einen Gewinner und einen Verlierer gibt.
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