Warum Trump erst eskalierte – und nun den Ausstieg sucht

Donald Trump drohte dem Iran mit der „Auslöschung einer Zivilisation“. Jetzt setzt er doch auf eine Waffenruhe. Haben die USA eine Strategie oder sich schlichtweg verkalkuliert? Fragen an den Politikwissenschaftler Heinz Gärtner.

Gemeinsam mit Israel haben die USA Ende Februar den Iran angegriffen. Ein Krieg, der auf Militärexperten planlos und chaotisch wirkte. Über die Ziele machte die Trump-Regierung von Beginn an widersprüchliche Aussagen. US-Präsident Donald Trump setzte zunehmend auf Eskalation, schickte US-Truppen in die Region und drohte auf Social Media mit der „Auslöschung einer ganzen Zivilisation“.

Nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Heinz Gärtner blieben Trumps Einschüchterungsversuche erfolglos. Am Ende brauchte er eine Hintertür, um gesichtswahrend aus der Sache zu kommen. Doch die Waffenruhe ist brüchig, der Weg zum Frieden steinig. Vor allem an der Straße von Hormus wird nichts sein wie zuvor, warnt der Experte.

Read More

WIE WEITER mit Amerikas Machtanspruch in der Welt / Spotify

Venezuela, Grönland, Iran – und als nächstes vielleicht Kuba? Der Machtanspruch der USA scheint im Jahr 2026 neue Dimensionen anzunehmen.

Während US-Präsident Trump in Venezuela militärisch eingreift, Ansprüche auf strategisch wichtige Regionen wie Grönland erhebt und gemeinsam mit Israel einen Krieg gegen den Iran führt, stellen sich viele Fragen:

  • Ist das, was wir gerade sehen, ein radikaler Bruch mit früherer US-Außenpolitik – oder nur eine offenere, brutalere Form von etwas, das es schon lange gibt?
  • Welche Rolle bleibt in diesem geopolitischen Spannungsfeld für Europa?
  • Muss die EU militärisch aufrüsten, um Einfluss zu behalten – oder gibt es andere Wege, Weltpolitik mitzugestalten?
  • Und ganz grundsätzlich: Sollten sich Staaten überhaupt in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen?

Darüber sprechen wir in dieser Spezialfolge mit Politikwissenschaftler und USA-Experten Univ. -Prof. Dr. Heinz Gärtner.

US-Objectives in Iran: Surrender or Early Exit?

US-Objectives in Iran: Surrender or Early Exit?
President Trump has demanded the “unconditional surrender” of Iran. At the same time, he has claimed that the war would be over within four—and later six—weeks. Republican Senator Tommy Tuberville added that the “conflict should be very short and sweet”. The President later even referred to the war in Iran as a “short-term excursion”.

Read More

A Better Life for Iranians Must Be the Priority

The Iranian government may be able to suppress protests, but the potential for opposition will remain as long as public grievances and widespread hardship persist. President Trump appears to recognize that military intervention would not produce a reliable government; instead, it would likely create chaos or bring a faction of the security apparatus to power. Punitive strikes might be possible, however. He also seems to be shifting the debate back to more conventional issues, such as Iran’s nuclear and missile programs.

The kidnapping of the Supreme Leader would not change the system either. First, Iran’s political system is too complex to be transformed simply by removing its top figure. Second, the Iranian government has already established a collective leadership structure that would manage any transition. A better life for Iranians—which must be the priority—will only be possible if Iran’s relations with the United States and Israel improve, bringing an end to the country’s international isolation.