Was Kanzler Kurz im Weißen Haus erwartet

132 Zimmer hat das Machtzentrum der US-Politik. Die Gründe für die Einladung Trumps an Sebastian Kurz heißen aber Putin, Iran und Erdgas

Wie lebt es sich hinter den Mauern von 1600 Pennsylvania Avenue? Noch im Februar soll Bundeskanzler Sebastian Kurz bei einem Treffen mit Donald Trump Einblicke ins Machtzentrum der US-Politik erhalten – und durch den einen oder anderen der insgesamt 132 (!) Räume spazieren.

Doch Trump hat Kurz nicht zum Sightseeing eingeladen. Sondern wegen Wladimir Putin. Viermal trafen sich der Kanzler und der russische Präsident im Jahr 2018. Weswegen von der US-Botschaft in Wien mit Hochdruck an einem „Ausgleich“ zwischen Kurz und Trump gearbeitet wurde. Was man sich erwarten kann? „Trump will sich über Kurz eine Schiene zu den konservativen Rechten Europas legen. Und er wird versuchen, Kurz vom America first zu überzeugen“, sagt Politologe und US-Experte Heinz Gärtner. „Das kann den Kanzler vor allem in Bezug auf Nord Stream 2 in Argumentationsnot bringen.“

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Heinz Gärtner: Neutralität nicht überholt

Vier Monate vor der EU-Wahl hat Österreich wieder eine Neutralitäts-Diskussion, diesmal angestoßen von den NEOS. Die Neutralität sei nie überholt gewesen und weiterhin aktuell, sagt Heinz Gärtner, Politologe an der Universität Wien. Österreich habe damit viel mehr Spielraum im internationalen Krisenmanagement und sei auch als Platz der Begegnung geschätzt, so Gärtner im Ö1-Mittagsjournal.