Rasāyana in der Carakasaṃhitā

Übung (Sanskrit-Lektüre), Sommersemester 2020

Rasāyana ist eine der acht klassischen Disziplinen des Ayurveda und bezeichnet im Kern die Anwendung von lebensverlängernden und stärkenden Therapien. Da ihre präventive Ausrichtung und ihre teils phantastischen Versprechen diese Diszipin für den modernen und globalen Ayurveda besonders attraktiv gemacht haben, ist eine Auseinandersetzung mit ihren ältesten Quellen von besonderem Interesse. Nach einer ersten genaueren Untersuchung der Bedeutung des Terminus “Rasāyana” und der verschiedenen Ausprägungen dieser Disziplin in den unterschiedlichen Strömungen des Ayurveda, wird die Thematik in dieser Lehrveranstaltung in erster Linie quellenkundlich angegangen. Ausgehend von relevanten Passagen aus der Carakasaṃhitā, einem der grundelgenden Werke des Ayurveda, werden darauf aufbauend auch Verleichstexte aus anderen medizinischen Kompendien sowie Erläuterungen aus der Kommentarliteratur berücksichtigt. Außerdem soll neben der inhaltlichen Arbeit auch ein erster praktischer Einblick in den Umgang mit Manuskripten und in die Erstellung kritischer Editionen gegeben werden.

Einführende Lektüre:

  • Hellwig, Oliver. „Rasāyana und die Āyurvedische Krankheitskunde“. Traditional South Asian Medicine 8 (2008): 32–64.
  • Wujastyk, Dagmar. „On Perfecting the Body. Rasāyana in Sanskrit Medical Literature“. AION, Sezione Filologico-Letteraria 37 (2015): 55–77.

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