Wintersemester
2003/04

 

Einführung in philosophische Geschlechtertheorien I

[Kurzbeschreibung]
[Stichwörter]
[Seminarlektüre]
[Ort und Zeit]
[Vorbesprechung]
[Programm]
[Zeugniserwerb]
[Sprechstunde]
[Kontakt]


LV-Leitung: Dr. Silvia Stoller
LV-Nummer: 601 577
Kennziffern: 8,2 (4/2/2)
Typ: UE, Blockveranstaltung (2-st.)
Ort: Institut für Philosophie,
Universität Wien, Universitätsstraße 7, NIG, 3. Stock, 1010 Wien, HS 3F
Vorbesprechung: 10. Oktober 2003, 16-18 Uhr, HS 3F


Kurzbeschreibung

Die über 2 Semester geplante Lehrveranstaltung ist der Einführung in philosophische Geschlechtertheorien gewidmet. Thema sind ausgewählte Kapitel der Geschichte der europäischen Philosophie von der Antike über das Mittelalter und die Neuzeit bis zur Gegenwart. Gemäß der Auswahltexte (siehe Seminarlektüre) liegt der thematische Schwerpunkt auf der praktisch-politischen Philosophie. Ziel der Lehrveranstaltung ist die Vermittlung eines angemessenen Verständnisses von Geschlechtertheorien klassischer philosophischer Texte in historischem Überblick sowie die Förderung einer geschlechtersensiblen Wahrnehmung der Geschichte der Philosophie.

Folgende Fragen werden die Lektüre dieser Texte begleiten: Welche spezifischen Geschlechterkonzeptionen haben die unterschiedlichen philosophischen Denktraditionen hervorgebracht? Welche Funktion erfüllt die Geschlechterkonzeption innerhalb eines bestimmten philosophischen Ansatzes, und welchen Stellenwert nimmt sie dort ein? Welche Formen von Geschlechterverhältnis lassen sich unterscheiden? Auf welchen Argumenten beruhen die Annahmen von Gleichheit oder Differenz der Geschlechter? Dabei soll die Frage im Auge behalten werden, inwiefern das Wissen um klassische philosophische Geschlechtertheorien zum Verständnis gegenwärtiger Debatten über die Geschlechter auf gesellschaftlich-politischer Ebene beiträgt. Gemäß den Erkenntnissen der feministischen Philosophie und der philosophischen Geschlechterforschung wird im Zuge der Lektüre das kritische Augenmerk insbesondere auf die Problematik der Geschlechterhierarchien und des Androzentrismus gerichtet werden.

Im Wintersemester 2003/04 (Einführung in philosophische Geschlechtertheorien I) sollen Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, Hobbes, Locke, Rousseau, Kant, Fichte und Hegel durchgenommen werden, im Sommersemester 2004 (Einführung in philosophische Geschlechtertheorien II) Humboldt, Engels, Simmel, Freud, Horkheimer, Marcuse, Beauvoir, Irigaray und Butler.

Stichwörter

Philosophische Geschlechtertheorien, Feministische Philosophie

Seminarlektüre

Philosophische Geschlechtertheorien. Ausgewählte Texte von der Antike bis zur Gegenwart, hg. von Sabine Doyé, Marion Heinz und Friederike Kuster. Stuttgart: Reclam 2002 (ISBN 3-15-018190-9, ca. EUR 12,-).

Ort und Zeit

Jeweils Freitag/Samstag: 5./6. Dezember, 12./13. Dezember, 9./10. Jänner. Freitag: 16-20 Uhr, Samstag: 10-14 Uhr. Alle im HS 3F.

Vorbesprechung

10. Oktober 2003, 16-18 Uhr, HS 3F.

Programm (Blocktermine)

Genaues Programm wird in der Vorbesprechung bekannt gegeben.

Zeugniserwerb

Zeugniserwerb durch a) Referat und Mitarbeit in der Übung, b) mündliche Prüfung oder c) schriftliche Arbeit nach Absprache.

Sprechstunde

Jeweils nach den Seminaren bzw. nach Übereinkunft.

Kontakt

E-Mail: silvia.stoller@univie.ac.at

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Zuletzt bearbeitet: 11. 9. 03 (S. Stoller)