Sommersemester
200
3

 

  Einrührung in die Phänomenologie Maurice Merleau-Pontys

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LV-Leitung: Dr. Silvia Stoller
LV-Nummer: 601 638
LV-Kennziffern: 8, 3
LV-Typ: UE, Blockveranstaltung (2-st.)
Ort: Institut für Philosophie, Universität Wien, Universitätsstraße 7, 3. Stock, 1010 Wien, HS 3F
Vorbesprechung: Fr, 7. 3. 2003, 18-20 Uhr, HS 3F
Blocktermine: jeweils Freitag (16-20 Uhr) und Samstag (10-14 Uhr), HS 3F: 30./31. Mai, 20./21. Juni, 27./28. Juni 2003.


Kurzbeschreibung

Die Übung will in die Phänomenologie Maurice Merleau-Pontys (1908-1961) - neben Jean-Paul Sartre, Emmanuel Levinas und Paul Ricoeur ein Hauptvertreter der Phänomenologie in Frankreich des 20. Jahrhunderts - einführen und Basiswissen für eine weitere Beschäftigung mit dessen Phänomenologie bereitstellen.

Was Merleau-Pontys Philosophie kennzeichnet, ist die philosophische Rehabilitierung von Wahrnehmung und Sinnlichkeit, eine umfassende Konzeption von Leiblichkeit und das konsequente Hinterfragen klassischer Dualismen wie Körper/Geist, Natur/Kultur, Subjekt/Objekt, innen/außen usw. Die Suche nach einer "dritten Dimension" diesseits solcher cartesianischer Dualismen kann als der zentrale Beitrag seiner Philosophie bezeichnet werden - ein Unternehmen, das in allen gegenwärtigen geistes- und kulturwissenschaftlichen Bereichen nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat und heute mehr denn je wieder an der Tagesordnung steht.

Immer wieder wird die Auseinandersetzung mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen (z. B. Psychologie, Psychoanalyse, Pädagogik, Physik), aber auch der Politik und der Kunst gesucht. Diese Öffnung hin auf andere Disziplinen bedeutet, dass seine Philosophie alles andere als hermetisch ist und ein gutes Beispiel dafür abgibt, wie Philosophie in einem breiteren, kulturwissenschaftlichen Kontext ihren Ort finden kann.

Um das breite Themenspektrum der phänomenologischen Philosophie Merleau-Pontys zu vermitteln, sollen unterschiedliche Texte bzw. Textausschnitte des Haupt- und Spätwerks herangezogen werden.

In der Lehrveranstaltung wird ein textnahes Vorgehen favorisiert werden. Die als Übung konzipierte Lehrveranstaltung eignet sich für StudienanfängerInnen ebenso sehr wie für fortgeschrittene Studierende. Grundkenntnisse in der Phänomenologie sind vorteilhaft, aber nicht Voraussetzung.

Stichwörter

Philosophie des 20. Jahrhunderts, Merleau-Ponty, Phänomenologie, Leiblichkeit, Wahrnehmung, Sprache.

Seminarlektüre

Maurice Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung, übers. von Rudolf Boehm. Berlin: Walter de Gruyter 1966.

Ders.: Das Sichtbare und das Unsichtbare, übers. von Regula Giuliani und Bernhard Waldenfels. München: Fink 1986.

Ders.: Das Auge und der Geist, übers. von Hans Werner Arndt. Hamburg: Felix Meiner 1984.

Ders.: Die Prosa der Welt, übers. von Regula Giuliani. München: Fink 1984.

Ort und Zeit

Blocktermine (siehe Programm), Institut für Philosophie, Universität Wien, Universitätsstraße 7, 3. Stock, 1010 Wien, HS 3F

Vorbesprechung

Fr, 7. 3. 2003, 18-20 Uhr, HS 3F, Institut für Philosophie, Universität Wien, Universitätsstraße 7, 3. Stock, 1010 Wien.

Programm (Blocktermine)

Jeweils Freitag (16-20 Uhr) und Samstag (10-14 Uhr), 30./31. Mai, 20./21. Juni, 27./28. Juni 2003. Institut für Philosophie, Universität Wien, Universitätsstraße 7, 3. Stock, HS 3F

Zeugniserwerb

Zeugniserwerb durch Referat (inkl. Handout) und Mitarbeit in der Übung. Mündliche Prüfung oder schriftliche Arbeit nach Absprache. Vorausgesetzt ist regelmäßige Teilnahme.

Sprechstunde

Jeweils nach den Seminaren bzw. nach Übereinkunft.

Kontakt

E-Mail: silvia.stoller@univie.ac.at

"Die Wissenschaft geht mit den Dingen um, ohne sich auf sie einzulassen" (AuG 13).

"Es gibt keine übergeordneten Probleme und keine untergeordneten Probleme: alle Probleme sind konzentrische" (PhW 466).

"Diese Zweideutigkeit ist nicht eine Unvollkommenheit des Bewußtseins oder der Existenz, sondern ihre Wesensbestimmung" (PhW 383).

"Unser beständiges Ziel ist die Aufklärung der primordinalen Funktion, durch die wir Raum, Gegenstände und Werkzeuge für uns sein lassen und uns zu eigen machen, und die Beschreibung des Leibes als des Vollzugsortes dieser Zueignung" (PhW 185).

Ein Handapparat mit Texten zur Lehrveranstaltung liegt mit LV-Beginn in der Institutsbibliothek auf.

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Zuletzt bearbeitet: 5. 02. 03 (S. Stoller)