Projekte

Aktuelles Projekt „Riskante Grenzen. Geschlecht und Race in der Grenzsicherheit“

Projektbeginn voraussichtlich Herbst 2020: Projektleitung durch Saskia Stachowitsch und Julia Sachseder (FWF)

Die EU steht derzeit vor enormen Herausforderungen an ihren Außengrenzen. Gleichzeitig sind die Folgen von Grenzsicherungsmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen von MigrantInnen, wie Frauen und Minderjährige, teilweise alarmierend. Dieses Projekt stellt die erste umfassende feministisch-postkoloniale Analyse der aktuellen EU-Grenzschutzoperationen dar. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Schritt der Risikoanalyse gelegt, der für die Planung und Durchführung von Sicherheitsoperationen in zunehmend risiko- und wissensbasierten Sicherheitsinstitutionen zentral ist. In einer vierjährigen qualitativen Studie arbeiten wir am Beispiel der EU-Außengrenzschutzoperationen im Mittelmeer unter dem Dach der European Border and Coast Guard Agency (Frontex) heraus, ob und wie geschlechtsspezifische und rassifizierte Konzeptualisierungen von (Un)Sicherheit in Risikoanalysen reproduziert werden und wie dies die Planung und Durchführung von Operationen beeinflusst. Ziel ist ein umfassenderes Verständnis des Zusammenhangs von Sicherheitsverständnissen und -praktiken mit der Generierung von Unsicherheiten für marginalisierte MigrantInnen. Der entwickelte theoretische und methodologische Rahmen wird darüber hinaus auf andere staatliche und nicht-staatliche Akteure und Regime anwendbar sein, um die weitreichenden Auswirkungen von wissensbasierten Sicherheitspraktiken in Bezug auf soziale Ungleichheiten umfassend zu evaluieren.

Beendete Projekte

Mai 2013 bis Juni 2019: Projektleitung: Feministische Internationale Beziehungen und
Staatstheorien. Mögliche Verknüpfungen am Beispiel Geschlecht und militärische Privatisierung (Elise Richter-Stipendium, FWF)

Jan. 2012 bis Apr. 2013: Projektleitung: Staat, militärische Privatisierung und Geschlecht (Erwin Schrödinger-Stipendium, FWF)

Okt. 2011 bis März 2012: Projektleitung: Das Jüdische Wien im Parlament. Jüdische Vertreter Wiener Wahlkreise von 1861 bis 1933 (IPW)
(Fördergeber: Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien)

Sept. 2010 bis Okt 2011: Projektmitarbeit: Judentum und Antisemitismus im Herrenhaus des österreichischen Reichsrats 1861 bis 1918 (IPW)
Leitung: Eva Kreisky
(Fördergeber: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank; Zukunftsfonds der Republik Österreich)

Sept. 2008 bis Sept. 2010: Projektmitarbeit: Antisemitismus und Judentum
im österreichischen Parlament 1861 bis 1938 (IPW)
Leitung: Eva Kreisky
(Fördergeber: Zukunftsfonds der Republik Österreich; Nationalfonds der Republik Österreich für die Entschädigung der Opfer des Nationalsozialismus)

Feb. 2007 bis Aug. 2008: Projektmitarbeit: Jüdische Abgeordnete
im österreichischen Parlament 1861 bis 1938 (IPW)
Leitung: Eva Kreisky
(Fördergeber: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank)

März 2005 bis März 2006: Projektmitarbeit: Mythos Europa. Europavorstellungen im Kontext sich wandelnder Staatlichkeit in Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien (IPW)
Leitung: Vedran Džihič
(Fördergeber: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Republik Österreich)

Kooperationen

2014-2016Jüdische Sportfunktionäre im Wien der Zwischenkriegszeit
Leitung: Roman Horak
(Fördergeber: FWF)