Archiv der Kategorie: Gender & Military

Markets, Men, and Mercenaries. Private Security through the Lens of Gender, Race, and Global Political Economy

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Markets, Men, and Mercenaries. Private
Security through the Lens of Gender,
Race, and Global Political Economy

 

Vortragende: Amanda Chisholm
(Newcastle University)
Saskia Stachowitsch
(Universität Wien)

Moderation: Claudia Brunner
(Universität Klagenfurt)

Donnerstag, 29. Oktober 2015, 18:00 Uhr

Hörsaal 1 (Zi.nr. A0212)
Institut für Politikwissenschaft
Universitätsstraße 7/2. Stock, 1010 Wien

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Projekt “Feministische Internationale Beziehungen und Staatstheorien. Mögliche Verknüpfungen am Beispiel Geschlecht und militärische Privatisierung”

Mai 2013 bis Juni 2019: Projektleitung (Elise Richter-Stipendium, FWF)

Die Privatisierung von Sicherheit hat in den letzten Jahren sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich stark zugenommen. Dieser Prozess hat geschlechtsspezifische Auswirkungen und verändert die Zusammenhänge zwischen Staat, Krieg und Geschlecht in globalen und lokalen Kontexten. Um diese Entwicklungen besser zu verstehen, entwickelt das Projekt eine umfassende Perspektive auf die theoretischen und empirischen Verknüpfungen von Geschlechterverhältnissen auf der staatlichen und der internationalen Ebene. Zu diesem Zweck werden zwei zentrale feministische Theorietraditionen – feministische Staatstheorien und feministische Internationale Beziehungen – miteinander verbunden. Dadurch wird eine geschlechtersensible Analyse von aktuellen Transformationen des Staates und seiner Sicherheitsregime im internationalen Kontext ermöglicht.

KooperationspartnerInnen:

Cynthia Enloe (Clark University, Worcester, Massachusetts, US)
Paul Higate (University of Bristol, UK)
Trevor McCrisken (University of Warwick, UK)

Projekt: “Staat, militärische Privatisierung und Geschlecht”

Jänner 2012 bis April 2013: Projektleitung
(Fördergeber: FWF, Erwin Schrödinger-Stipendium)

Im Zuge globaler Veränderungen und neoliberaler Staatstransformationen haben private Akteure gegenüber staatlichen Streitkräften in militärischen Operationen an Bedeutung gewonnen. Das Projekt untersuchte die geschlechtsspezifischen Auswirkungen dieses Prozesses und insbesondere seinen Einfluss auf das Verhältnis von Staat und Geschlecht. In einer Fallstudie zu den USA wurden die Implikationen von militärischem Outsourcing auf den Ebenen von geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung, Geschlechterpolitik, und Geschlechterideologien/-diskursen analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass militärische Privatisierung Frauen von militärischen Arbeitsmärkten verdrängt, Gleichstellungspolitiken untergräbt und hierarchische Geschlechterideologien bekräftigt. Diese Entwicklungen stärken den Zusammenhang zwischen staatlich sanktionierter Gewalt und Männlichkeit und stellen daher einen Prozess der Remaskulinisierung dar. Weiters untersuchte das Projekt die Integration von ‚Gender-Wissen‘ als Legitimationsstrategie in der privaten Sicherheitsindustrie. Die Studie evaluierte bisherige wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema aus einer Geschlechterperspektive und analysierte Primär- und Sekundärquellen, wie Industriedokumente (z.B. Verhaltenskodizes), Regierungsberichte, Policy-Papiere, Medienberichterstattung und Websites militärischer Sicherheitsdienstleister.