Die Spur der Romantik in Wien - Symposium
Kurzbiographien

Christian Aspalter

Geb. 1970, Mag., Studium der Germanistik und Geschichte in Wien, Arbeit an einer Dissertation über die "Interferente Rhetorik des Bösen und Komischen im Wiener Populärtheater"; journalistische Tätigkeit als Buchrezensent für div. Literaturzeitschriften, z. Z. Lektor für deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft am Dipartimento di Letterature Comparate an der Università degli studi Roma Tre
Veröffentlichung zum Projekt gemeinsam mit Anton Tantner: Vom "Gedräng an der Kirchthüre". Romantisches als Selbst- und Fremdbeobachtung in Wiener Zeitschriften, in: Kakanien. Internetplattform, 22.4.2002 (Format PDF)

Peter Becker

Peter Becker ist Professor für Central European History am European University Institute in Florenz. Er hat sich mit Studien zur Geschichte von Herrschaftspraxis, Kriminalistik und Kriminologie zwischen dem 18. und frühen 20. Jahrhundert beschäftigt. (vgl. Verderbnis und Entartung. Zur Geschichte der Kriminologie des 19. Jahrhunderts als Diskurs und Praxis. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2002) Sein derzeitiges Forschungsinteresse betrifft die Kulturgeschichte von Verwaltung und Staatsbildung. (vgl. Little Tools of Knowledge: Historical Essays on Academic and Bureaucratic Practices. Ann Arbor: The University of Michigan Press 2001, hgg. gemeinsam mit William Clark)

Gian Franco Frigo

Gian Franco Frigo ist Professor für Geschichte der Philosophie an der Universität Padua. Sein Hauptinteresse gilt dem Deutschen Idealismus, insbesondere der Naturphilosophie Schellings und Hegels, der Rekonstruktion der Beziehungen zwischen Philosophie und Wissenschaft, Wissenschaft und Ästhetik in der Moderne.
Auswahl an deutschen Veröffentlichungen: Vernunft und Sprache - oder die Schwierigkeit, Kant auf Italienisch sprechen zu lassen, in "Berichte zur Wissenschaftsgeschichte", 17 (1994); Von der Natur als dem "sichtbaren Geist" zur Natur als "Anderssein des Geistes". Der Ort der Natur in der Jenaer Reflexion Schellings und Hegels, in K. Vieweg (Hrsg.), Hegels Jenaer Naturphilosophie, München 1998; Die Welt der lebenden Natur bei Hegel, in Hegel und die Lebenswissenschaften, hrsg. v. O. Breidbach u. D. v. Engelhardt, Berlin 2000

Paola Giacomoni

Professorin für Geschichte der Philosophie bei der philosophischen Fakultät von Trento (Italien).
Bücher: Formazione e trasformazione. 'Forza' e 'Bildung' in Wilhelm von Humboldt e la sua epoca,Milano 1988; Le forme e il vivente. Morfologia e filosofia della natura in J.W.Goethe, Napoli 1993; Classicità e frammento. Georg Simmel goethiano, Napoli, 1995; Pensare la natura dal Romanticismo all'ecologia. Das Denken der Natur von der Romantik zur Ökologie, (Hrsg. P.Giacomoni, W.Müller-Funk, G. Frigo), Milano 1998; Il laboratorio della natura. Paesaggio montano e sublime naturale in epoca moderna, Milano 2001.

Rüdiger Görner

Prof. Dr., geb. 1957 in Rottweil am Neckar. Lebt seit 1981 in London. Professor of German und Director of Research in der School of Languages and European Studies an der Aston University in Birmingham; Direktor des Institute of Germanic Studies der University of London. Letzte Buchveröffentlichungen: Literarische Betrachtungen zur Musik (Insel 2000); Grenzen, Schwellen, Übergänge. Zu einer Poetik des Transitorischen (Vandenhoeck & Ruprecht 2001).

Karen Hagemann

Dr. phil. habil. Karen Hagemann ist Privatdozentin am Instituts für Geschichte und Kunstgeschichte und Mitarbeiterin des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der Technischen Universität Berlin, das von ihr mitbegründet wurde. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die deutschen und europäischen Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, zuletzt insbesondere die Politik-, Militär- und Kulturgeschichte, sowie die Frauen- und Geschlechtergeschichte. Ihre neueste Buchveröffentlichung ist: "Mannlicher Muth und Teutsche Ehre". Nation, Krieg und Geschlecht in der Zeit der Antinapoleonischen Kriege Preußens (Paderborn 2002).

Jochen Hörisch

Veröffentlichungen u.a.: Die fröhliche Wissenschaft der Poesie (über frühromantische Poetologie). Ffm (Suhrkamp) 1976; Materialien zur Sprachlosigkeit des Kaspar Hauser. Ffm (Suhrkamp) 1979; Gott, Geld und Glück (über Bildungsromane). Ffm (Suhrkamp) 1983; Das Tier, das es nicht gibt (über Einhörner). Nördlingen (Greno) 1986; Die Wut des Verstehens - Zur Kritik der Hermeneutik. Ffm (Suhrkamp) 1988; Die andere Goethezeit. München (Fink) 1992; Brot und Wein - Die Poesie des Abendmahls. Ffm (Suhrkamp) 1992; Kopf oder Zahl - Die Poesie des Geldes. Ffm (Suhrkamp) 1996; Das Ende der Vorstellung - Die Poesie der Medien. Ffm (Suhrkamp) 1999; Der Sinn und die Sinne - Eine Geschichte der Medien. Ffm (Eichborn, Andere Bibliothek) 2001. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehsendungen zu kultur- und medienanalytischen Themen. Vgl. auch Uni-Homepage

Sylvia Maria Kislinger

Geb.1963, Mag., Studium der Kunstgeschichte in Graz, Schwerpunkt Architekturgeschichte: Adolf Ritter von Inffeld; "Die Gartenstadtsiedlung am Leonhardbach im Kontext mit der Architektonischen Kultur der Steiermark vor 1918; Mitarbeit Ausstellungsorganisation im Grazer Kunstverein, seit 1998 Projektarbeit: "wa®te!"

Marianne Klemun

Dr. Phil., Ass.-Prof. am Institut für Geschichte der Universität Wien, Wissenschaftshistorikerin.
Veröffentlichungen u. a.: Dynamisierung von Raum und Zeit. In: Der Berg. Einige Berg- und Tal-, Lebens- und Todesbahnen, hrsg. von F. Aspetsberger (Innsbruck/Wien/München/Bozen 2001) 147-166; ...mit Madame Sonne konferieren. Die Großglockner-Expeditionen 1799 und 1800, Klagenfurt 2000; Botanische Gärten und Pflanzengeographie als Herrschaftsrepräsentationen. In: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 23 (2000) 330-346.

Wynfrid Kriegleder

Geb. 1958 in Obenberg am Inn, Studium der Germanistik und Anglistik in Wien, Promotion 1985. Habilitation 1997 mit einer Arbeit zum Bild der USA im deutschen Roman des 18. und 19. Jahrhunderts. ao. Prof. am Institut für Germanistik der Universität Wien. Diverse Lehr- und Forschungsaufenthalte in den USA. Forschungsschwerpunkt: Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts.

Günther Kronenbitter

PD Dr. Günther Kronenbitter dissertierte mit einer Arbeit über "Wort und Macht. Friedrich Gentz als politischer Schriftsteller" (Berlin: Duncker&Humblot, 1994). Die Habilitationsschrift "'Krieg im Frieden'. Die Führung der k.u.k. Armee und die Großmachtpolitik Österreich-Ungarns 1906-1914" wird Ende des Jahres erscheinen (Studien zur Internationalen Geschichte; München: Oldenbourg). Er war ab 1993 Assistent an der Universität Augsburg, 1995 Gastdozent an der UBC (Vancouver), 1999 Feodor Lynen-Stipendiat der A. v. Humboldt-Stiftung und Gastdozent an der Universität Salzburg. Seit 2001 ist er Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg und hat derzeit eine Lehrvertretung inne.

Peter Melichar

Geb. 1960 in Dornbirn/Vorarlberg. Studium der Geschichtswissenschaft und Philosophie in Wien. Ausstellungsarbeit und Forschungstätigkeit, zuletzt im Rahmen der "Unabhängigen Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg" und der Österreichischen Historikerkommission. Schwerpunkte: Sozialgeschichte des Intellektuellen (18.-20. Jhd.), des Militärs (19.-20. Jhd.), des Bürgertums in der Zwischenkriegszeit. Seit 1999 Forschungen zu Berufsverboten und Entlassungen und "Arisierungen" im Nationalsozialismus.
e-mail: Peter.Melichar@univie.ac.at

Wolfgang Müller-Funk

Geb. 1952, Univ.Prof. Dr. Mag., Kulturphilosoph, Germanist und Essayist, seit 1999 O.Prof für Kultur- und deutsche Literaturwissenschaft in Birmingham
Publikationen u.a.: Die Rückkehr der Bilder. Beiträge zu einer "romantischen Ökologie" (1988), Die Enttäuschungen der Vernunft (1990), Der Intellektuelle als Souverän (1995), (Mithg.) Inszenierte Imagination. Beiträge zu einer Anthropologie der Medien (1996), (Mithg.) Pensare la natura, (Mithg.) Romantik und Nationalismus (1999), Junos Pfau. Studien zur Anthropologie des inszenierten Menschen (1999), Die Farbe Blau (2000), Die Kultur und ihre Narrative (2002).

Hans-Georg Nicklaus

Geb. 1963, Dr. Mag., Studium der Philosophie und Musik in Düsseldorf und Wien (Promotion und künstlerischer Abschluß); Assistent am kulturwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Univ. zu Berlin (1993-99); Mitarbeit in der Musikredaktion des ORF (Moderation und Gestaltung von Musiksendungen auf Ö 1); 2001 Direktor des Wiener Da Ponte-Instituts (für Librettologie, Don Juan-Forschung und Sammlungsgeschichte); 2001/2 Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin (Kulturwissenschaft)
Forschungsschwerpunkte: Verbindungen zwischen Musik-, Kultur- und Mentalitätengeschichte (Zur Metaphorik von Stimme, Gesang und Melodie in den politischen und pädagogischen Diskursen des 18. Jahrhunderts)
Publikationen: Sonanzen. Musikphilosophische Aufsätze (1987), Die Maschine des Himmels. Zur Kosmologie des Klangs (Dissertation, 1994), div. Beiträge zur Philosophie der Musik

Edith Saurer

Geb.1942, Univ.Prof. Dr. Mag., Studium der Geschichte, Germanistik und Theaterwissenschaft in Wien, seit 1992 O.Prof für Neuere Geschichte in Wien, Gastprofessuren in Bielefeld, Neapel, Leipzig und Florenz
Publikationen (u.a.): Straße, Schmuggel, Lottospiel. Materielle Kultur und Staat in Niederösterreich, Böhmen und Lombardo-Venetien im frühen 19.Jahrhundert (1989), (Mithg.) Willfährige Wissenschaft. Die Universität Wien 1938-1945. (1989), (Mithg.) Grenze und Staat (2000), Gründerin und Mithg. von L`Homme. Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft (1990 ff.), Mithg. von Historische Anthropologie. Kultur. Gesellschaft. Alltag. (1993 ff.), zahlreiche Aufsätze zu den o.a. Forschungsschwerpunkten

Hansgeorg Schmidt-Bergmann

Promovierte sich 1983 bei Gert Mattenklott (Berlin) und Norbert Altenhofer (Frankfurt) mit einer Dissertation über "Ästhetismus und Negativität. Studien zum Werk Nikolaus Lenaus" (Heidelberg 1984). 1983/84 Lektor für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Bari (Italien), 1984 bis 1990 Hochschulassistent am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Karlsruhe. 1990 Habilitation mit einer Untersuchung über "Die Anfänge der literarischen Avantgarde in Deutschland" (Stuttgart 1991); zwischen 1995 und 1998 Gastprofessor an der Universität Bratislava (Slowakei), Lektor an der Universität Wien im Sommersemester 1997 und dem Wintersemester 1999/2000. Lehrt seit 1998 als apl.-Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Karlsruhe; seit 2000 Hrsg. des "Jahrbuchs der Internationalen Lenau-Gesellschaft".

Wendelin Schmidt-Dengler

Geb. 1942, Univ.Prof Dr. Mag., Studium der Klassischen Philologie und Germanistik in Wien, seit 1989 O. Prof. für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Wien, seit 1996 Leiter des Österreichischen Literaturarchivs an der Österreichischen Nationalbibliothek
Veröffentlichungen u.a.: Genius. Ein Beitrag zur Wirkungsgeschichte antiker Mythologeme in der Goethezeit (1978), Der Übertreibungskünstler. Studien zu Thomas Bernhard (31997), Bruchlinien. Vorlesungen zur österreichischen Literatur (21996), (Hg.) Heimito v. Doderer: Schriften und Tagebücher (1970 ff.), (Mithg.) Herzmanovsky-Orlando: Werke (1988, 1991), Zahlreiche Aufsätze zur deutschen und österreichischen Literatur des 19. und 20 Jahrhunderts; Uni-Homepage

Johann Sonnleitner

Geb. 1958, Dr. Mag., Studium der Germanistik und Romanistik in Wien, seit 1992 Univ. Ass. am Institut für Germanistik in Wien
Forschungsschwerpunkt: Wiener Komödie
Publikationen u.a.: Die Geschäfte des Herrn Hohlbaum. Die Schriftstellerkarriere eines Österreichers in der Zwischenkriegszeit und im Dritten Reich (1989), (Hg.) Hanswurstiarden (1996), (Mithg.) Die einen raus - die anderen rein. Kanon und Literatur: Vorüberlegungen zu einer Literaturgeschichte Österreichs (1994), (Mithg.) Literaturgeschichte: Österreich. Prolegomena und Fallstudien (1994), (Mithg.) Konflikte - Skandale - Dichterfehden in der österreichischen Literatur (1995), (Mithg.) Komik in der österreichischen Literatur (1996), Zahlreiche Aufsätze zur österr. Literatur des 18., 19. u. 20. Jahrhunderts

Anton Tantner

Geb. 1970, Mag., Historiker, Univ. Lektor
Publikationen u.a.: Die "Hemmungen" der "Machine". Störfälle der Benennung, Adressierung und Tabellierung während der Seelenkonskription in der Habsburgermonarchie, 1770 - 1772. In: Technikgeschichte, 67 (2000), S. 257-273; "überreiche andurch die Totalien des Männlich- Weiblich- und Jüdischen Geschlechts". [Zur Produktion der Geschlechter in den theresianischen Seelenkonskriptionen.] In: Skolast, 2001, S. 54-59; Durchkreuzte Staatstafeln. Vermischung und Hausnummerierung in der Habsburgermonarchie. In: Sinn-haft, Nr. 12/2002, S. 27-31;
Webpublikation: Homepage mit Galerie der Hausnummern
Veröffentlichung zum Projekt gemeinsam mit Christian Aspalter: Vom "Gedräng an der Kirchthüre". Romantisches als Selbst- und Fremdbeobachtung in Wiener Zeitschriften, in: Kakanien. Internetplattform, 22.4.2002 (Format PDF)