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"Standard" vom 5./6. Jänner 2002

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Lichtverschmutzung: Wo ist der Komet?

Zu viel (Nacht-)Licht hemmt den Durchblick


Christoph Prantner

Padua/Wien - "Als Jesus in der Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen" - bei Matthäus (2, 1-12) ist noch alles klar. Zögen die drei hoffnungsfrohen Herren heute durchs Heilige Land, sie könnten keinen Kometen ausmachen, blieben auf Myrrhe, Gold und Weihrauch sitzen ...

Der Grund für solche Kalamitäten ist das, was Fachleute "Lichtverschmutzung" nennen. Vor allem in Europa, Nordamerika und eben auch im Nahen Osten kann man nachts vor lauter Licht nichts mehr sehen. Der Paduaner Astronom Pietrantonio Cinzano hat errechnet, dass 99 Prozent der Einwohner der USA und Europas in lichtverschmutzten Gebieten leben, dass sie also durch die artifizielle Aufhellung des Nachthimmels kaum noch Sterne wahrnehmen können.

20 Prozent der Weltbevölkerung (darunter zwei Drittel aller US-Amerikaner und die Hälfte der Europäer) sind nicht in der Lage, die Milchstraße mit freiem Auge zu erkennen. Die Augen von gut einem Drittel der Amerikaner und einem Sechstel der Europäer sind außerstande, sich an "unbeleuchtete" Dunkelheit anzupassen.

Besonders viel "light pollution" gibt es in den Ballungsräumen: Die Metropolen London, Madrid oder Paris leuchten mindestens 27mal so hell wie der normale Nachthimmel, Wien noch immer neun bis 27mal so hell.

Der Standard Webtipp:
www.lightpollution.it


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