Das polnische Breslau als europäische Metropole - Erinnerung und Geschichtspolitik aus dem Blickwinkel der Oral History  
 
  << Startseite


Vorwort

von Philipp Ther



Zu den positiven Stereotypen über Polen in Deutschland gehört die Gastfreundschaft des Nachbarlandes. Die Universität Breslau und die Stadt Breslau haben dieses Stereotyp auf das erfreulichste bestätigt. Das Willy-Brandt-Zentrum (WBZ) für deutsche und europäische Studien an der Universität hat das Seminar, auf dem das vorliegende Buch beruht, auf vielfältige Weise unterstützt. Der Leiter des Willy-Brandt-Zentrums, Dr. Krzysztof Ruchniewicz, hat außerdem die Kontakte zum Verlag vermittelt, der das Buch gedruckt hat, und mit seiner strengen und aufmerksamen Korrektur wesentlich zur Gestaltung des Inhalts beigetragen. Ihm sei hier an erster Stelle gedankt.

Der Dank gilt ebenso den vielen engagierten Kräften an der Viadrina, die an diesem Band mitgewirkt haben. Der Mitherausgeber Tomasz Królik hat nicht nur die gesamte Tagung vorbereitet, sondern auch die meisten Übersetzungen ins Polnische geleistet und schließlich die komplette polnische Version redigiert. Ohne seine Ideen und Tatkraft wären das Seminar und der Band nicht entstanden. Lutz Henke hat die deutsche Version redigiert und außerdem die Webpage erstellt, auf der neben den hier vorliegenden Texten ein Dokumentationsteil mit der Transkription der Interviews enthalten ist (URL: http://oral-history.euv-ffo.de). Unmittelbar nach dem einwöchigen Seminar in Breslau haben Kerstin Hinrichsen und Sören Urbansky die Redaktion übernommen und die Arbeit der verschiedenen Autorengruppen koordiniert. Zu danken ist ferner den Übersetzerinnen und Übersetzern, die größtenteils ohne Entlohnung die Beiträge ins Polnische oder Deutsche übertragen haben. Es fusst auf ihren Leistungen, dass die frische Sprache und die direkten Fragen der Studenten in der deutschen und der polnischen Version dieses Buches erhalten geblieben sind.

Obwohl das meiste Engagement für diesen Band ehrenamtlich war, beruhte das Oral-History-Seminar auf einer großzügigen Finanzierung der Robert-Bosch-Stiftung und der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die überdies einen Druckkostenzuschuss bereitstellte. Dafür sei insbesondere Dr. Heinz-Rudi Spiegel gedankt, der wie so oft auch für kleinere Anliegen ein offenes Ohr hatte. Einen wichtigen Beitrag leistete ferner die von Prof. Jerzy Axer geleitete East Central European School in the Humanities in Warschau. Aus seinem internationalen Netzwerk ostmitteleuropäischer Universitäten kam ein Drittel der Teilnehmer, die aus Polen, der Ukraine und Weißrussland stammten und aus einem ursprünglich trinationalen ein multinationales Seminar machten. Diese Kooperation beruhte auf viel Arbeit im Detail, die vor allem Katarzyna Sądkowska geleistet hat. Besonders erfreulich war außerdem, dass im Rahmen dieses Seminar eine größere Gruppe von Studierenden aus Kaliningrad teilnehmen konnte.

Auch wenn es zwischen Polen und Deutschland gerade wegen der leidvollen Geschichte Spannungen gibt und die Beziehungen der erweiterten EU zu ihren östlichen Nachbarstaaten weitaus offener gestaltet werden könnten, machen dieses Oral-History-Seminar und sein gedrucktes Resultat Hoffnungen für die Zukunft Europas. Die Zusammenarbeit der Studierenden aus den verschiedenen Ländern war reibungslos und freundschaftlich. Es gibt hier keine polnischen oder deutschen Sichtweisen mehr, sondern gemeinsame Herangehensweisen und Texte. Die zweisprachige Ausgabe wird hoffentlich den Leserkreis erweitern und in Breslau selbst als Hommage an eine nicht nur gastfreundliche, sondern auch weltoffene Stadt angenommen.





po polsku


Kontakt-Mail: hotzan@euv-frankfurt-o.de | Zuletzt geändert am 28.12.2008
externer LinkJuniorprofessur für Polen- und Ukrainestudien