Ziele

Vorlesung  "Geschichte der Philosophie / Antike"

Eine Einführung in die Philosophie der Antike hat sich vielen Anforderungen zu stellen: philosophiegeschichtliche Zusammenhänge verständlich zu machen, Lehren zu referieren, Werke zu beschreiben bzw. zu interpretieren, quellenkritische Fragen zu diskutieren. In der VO muss daher ein Kompromiss zwischen diesen vielfältigen Ansätzen gesucht werden, indem an Hand sorgfältig ausgewählter Themen und Texte in die wichtigsten Denkansätze, Termini und Problemstellungen dieser Epoche eingeführt wird. Die Zielsetzung der LV ist es, in einem historisch-systematischen Überblick die eminent wichtige Bedeutung der antiken Philosophie für das grundsätzliche Verständnis von Philosophie aufzuzeigen. Da die Griechen als Erste diejenigen Fragestellungen, Methoden und Begrifflichkeiten entwickelt haben, die das abendländische Denken bis in die gegenwärtigen Debatten wesentlich prägen, sind zahlreiche philosophische Begriffe aus dem klassischen Griechisch abzuleiten, die nicht nur in die Philosophie des abendländischen Mittelalters und der Neuzeit bis hin zur Gegenwart, sondern ebenso auch in die (Natur)Wissenschaften als fixer Bestand eingegangen sind. Dabei wird das Bedeutungsspektrum wichtiger original griechischer Termini im jeweiligen philosophischen Kontext beschrieben und gegebenenfalls auf ihr Weiterleben bzw. ihren fortwährenden Bestand in den heutigen Wissenschaftssprachen hingewiesen. Durch die Lektüre und Interpretation von kurzen und prägnanten Originaltexten soll eine nachhaltige Annäherung an die Denkweisen antiker Philosophen erfolgen, deren Themen, Fragen und Problemstellungen auch heute noch immer die unseren sind: nach der Erklärung der Welt, nach dem Miteinander in einem sozialen Gefüge, nach dem moralisch richtigen Handeln, nach Glück, Leid und Tod.