Jennifer Enzmann
Christine Feiner 9609664
Erfassung von Emotionen
Referat vom 16.03.1999
Diese Beschreibung kann auf mehreren Ebenen erfolgen:
Erleben (Gefühl)
Ausdruck
körperlicher Zustand
Emotionen können näher charakterisiert werden durch:
Angaben zur Qualität
Angaben zur Intensität
Angaben zu ihrem zeitlichen Verlauf
PROBLEM: Um welche Qualität handelt es sich bei einer Emotion?
Sprache ist das beste Mittel zur Beschreibung von Gefühlen. Beschreibungen durch die Alltagssprache sind aber zu vage und manchmal auch mehrdeutig, daher ist es nötige, standardisierte Beschreibungsmethoden zu entwickeln.
Zuerst ist es daher notwendig, eine Liste von möglichst allen Emotions- und Stimmungswörtern zu erstellen. Am häufigsten kamen hier Trauer, Freude, Glück, Liebe und Wut vor.
Es gibt natürlich kein hartes, objektives Kriterium dafür, ob ein Wort eine Emotion bezeichnet oder nicht. Die Grenze ist verschwommen.
DIMENSIONEN emotionalen Erlebens
2. Ermittlung von Ähnlichkeiten zwischen Emotionen
Beispiel: Shaver und Shaver (1987) ließen Begriffe sortieren, woraus sich EMOTIONSKATEGORIEN ergaben, die sich in 6 Hauptcluster (Liebe, Freude, Überraschung, Ärger, Traurigkeit und Angst) und in weitere Subcluster unterteilen ließen.
Es gibt kulturelle Unterschiede: zB in China das Item "traurige Liebe".
Generell wird bei der Untersuchung von Emotionskategorien eine Einteilung in eine bestimmte Anzahl von Kategorien vorgenommen - es gibt aber auch hier keine "einzig" richtige Lösung - diese Kategorien (oder Cluster) können weiter unterteilt bzw. auch mit anderen zusammengefaßt werden.
Skalen (Ratingskala, Gesichterskala)
Semantisches Differential
visuelle Analogskalen
Anhand dieser Skalen erhält man grundlegende Informationen über das emotionale Befinden von Menschen
P Emotions- und Stimmungsfragebögen
Mit ihrer Hilfe kann man spezielle Aspekte von Emotionen erfassen.
Beispiele: Differential Emotions Scale (DES von Izard)
Eigenschaftswörterliste (EWL von Janke und Debus)
In der Emotionsforschung wurde peripheren Veränderungen, die vom vegetativen Nervensystem vermittelt werden, besondere Beachtung geschenkt.
Herzfrequenz, Blutdruck, Hautleitfähigkeit und andere Variablen wurden im Zusammenhang mit Emotionen erfaßt.
Es ist aber weitgehend ungeklärt, was physiologische Veränderungen über Emotionen aussagen.
Ausnahmen:
PROBLEM: Es ist keineswegs befriedigend geklärt, was Ausdruck und Verhalten über den emotionalen Zustand einer Person aussagen.
Allgemein wird die Auffassung vertreten, daß sich Emotionen relativ differenziert anhand der Mimik unterscheiden lassen.
Beispiel zur Mimik: Untersuchung von Ekman (1987): über 500 Vpn aus zehn Ländern sahen 18 Fotografien von Gesichter, die verschiedene Emotionen darstellten.
Ergebnis: hohe Trefferquoten: 74 - 90 % in westlichen wie östlichen Kulturen!
Ähnliche Untersuchungen mit Stimme und Körperhaltung durchgeführt - auch hier sehr hohe Trefferquoten, wenn gut dargestellt.
PROBLEM: Eindrucksurteile! D.h. sie verraten lediglich, wie jemand auf andere Menschen wirkt - im Grunde wird nicht die Emotion der zu beurteilenden Person erfaßt, sondern ein Eindruck der Beurteiler.
Daneben gibt es die Möglichkeit, das Ausdrucksverhalten objektiv zu beschreiben. Dazu wurden standardisierte Methoden entwickelt:
FACS (Facial Action Coding System) nach Ekman & Friesen (1978)
Gegenstand der Beschreibung: "Action Units" - Aktionseinheiten
Messung durch: Beobachtung
Gesichtsmuskel EMG (Elektromyogramm)
Gegenstand: Kontraktionen der Gesichtsmuskel
Messung: Oberflächenelektroden
Computerunterstützte Bewegungsanalyse (Neuentwicklung)
Gegenstand: Mimische Bewegung
Messung: Leuchtpunkte im Gesicht - computerunterstützte Auswertung
PROBLEM: die beschreibenden Verfahren liefern nur Informationen darüber, ob eine bestimmte Veränderung des Gesichts vorliegt. Man erhält zunächst keine Antwort auf die Frage, ob diese Veränderungen spezifisch für Emotionen sind!