SOZIALE FUNKTIONEN DER EMOTIONEN

Emotionen haben wichtige soziale Funktionen. Sie helfen uns mit anderen unsere gefuehle zu kommunizieren, sie regulieren unsere Wechselwirkung mit anderen Menschen, sie laden ein und erleichtren soziale Interaction, und sie sind zentral fuer Kreation, Erhaltung, und Aufloesen der Beziehungen (Izard, 1989; Manstead, 1991).

EMOTIONALE AUSDRUECKE:

1) ermoeglichen potente non-verbale Kommunikation.

2) einer Person koennen zur selektiven Handlung einer zweiten Person fuehren. Die haben eine informative (wie fuehle ich mich) und eine direktive (was sollst du tun) Funktion (Schwartz und Clore, 1983).

3) sind oefters sozial, als biologisch motiviert

EMOTIONALER AUSDRUCK DURCH NON-VERBALE VERHALTEN

MIMIK

-zwei wichtige motorische Systeme in dem Nervensystem, die fuer die Gesichtsmuskelnbewegungen verantwortlich sind:

1)Das pyramidische System kontrolliert die praezisen, willkuerlichen Muskelnbewegungen (Rinn, 1984; Weil, 1974).

2) Das nicht-pyramidische System kontrolliert das unwillkuerliche Gesichtsverhalten

-Obwohl die Nervenimpulse fuer willkuerliche und spontane emotionale mimische Reaktionen einen anderen Ursprung haben, verhalten sich die ausfuehrenden Muskeln immer geleich.

-Facial Feedback Hypothesys Befuerworter: Gesichtsverhalten hat neben dem Gelernten auch eine angeborene, genetische Komponente.

-die charakteristische Aufnahmen von Gesichtsausdruecken pankulturell und universal erkennbar sind.

-Darwin (auf den Ausdruck von Emotionen) :unsere Gesichtsausdruecke sind auf den praktischen Gebrauch der weniger entwickelten Urmenschen oder Primaten zurueckzufuehren.

-Als begreifende Beschreibungsdimensionen von ausgedrueckten Emotionen werden Valenz (Lust- Unlust; positive- negative Emotionen) als wichtigste, und Aktivierung oder Erregung (Kontrolle, Aufmerksamkeit- Desinteresse, Naturlichkeit), gennant.

ERFASSUNG MIMISCHER REAKTIONEN

Wichtige Messmethoden sind:

1)Einstufung der Mimik: Beschreibungsdimensionen wie Valenz, Aktivierung (Erregung- Ruhe) und Intensitaet, oder klassische Emotionskategorien

2)standardisierte Verhaltensbeobachtungssysteme:

-Facial Action Coding System (FACS):44 Action Units. Die Intensitaetsvariationen wurden durch Buchstaben "X" und "t" codiert. "X"=eine besonders ausgepraegte, "t"=besonders niedrige Intensitaet. Die "normale" Auspraegung ist die dritte Moeglichkeit. (Ekman und Friesen, 1978)

-EMFACS: FACS Variation in der nur die Aktionseinheiten, die als Indikatoren fuer bestimmte Emotionen betrachtet werden.

-MAX (Maximally Discriminative Facial Movement Coding System) von Izard: Codierung ist aus 29 anatomisch spezifizierten Bewegungseinheiten aufgebaut. Wird aenlich wie das EMFACS durchgefuehrt.

3)Gesichtsmuskel-EMG:

-Elektromyograhpie (Registrierung der elektrischen Aktivitaet von Muskeln); Das Ergebnis der Registrierung wird Elektromyogram (EMG) genannt.

-Die Elektroden mussen exakt plaziert werden (Oeberflaechenelektroden)

-nicht von der Ableitung einzelner Muskeln sprechen, sondern von der Ableitung betroffener Muskelregionen

4)die computerunterstuezte Bewegungsanalyse:

-ermoeglicht eine grosse objektive Praezision in der Erfassung mimischer Bewegungen

-Kleine Punkte aus lichtreflektierender Folie werden an bestimmten Stellen (siehe Abbildung 7: Punkte A,B,C,D) aufgeklebt. Die Punkte E,F,G,H rahmen den Kopf ein (Referenzpunkte: ermoeglichen differenziation zwischen Gesichts- und Kopfbewegungen). Das Gesicht wird mit Infrarotem Licht angestrahlt, wobei eine Videokamera das reflektierte Licht registriert.

-Fuer die Darstellung der Leuchtbunktbewegungen sind zwei Methoden gegeben: 1) In einer bestimten Zeitdauer werden alle Positionen der Punkte Festgehalten (siehe Abbildung 7 rechts).

2) Um herauszufinden, wann genau eine Bewegung stattgefunden hat, in welche Richtung sie ging, und wie gross sie war, kann man in einem Koordinatensystem fuer einzelne Lichtpunkte die horizontale und vertikale Ablenkung mit einer Zeitachse, und einer Achse fuer das Ausmass der Ablenkung, darstellen.

KOERPERBEWEGUNG

-Die Koerperbewegungen koennen emotionale Zustaende uebermitteln. Dass haben zwischenanderen Sogon und Izard (1987), Walk und Homan (1984) und Rime (1985) experimental bewiesen. Man soll aber im Sicht halten, dass das reales Verhalten sehr komplex ist, und dass die Bewegungsmuster nur ein Aspekt davon sind.

EMOTIONALER AUSDRUCK DURCH VERBALE VERHALTEN

STIMME

- Durch die Stimme soll man Emotionen anhand der Intonation, Tonhoehe..., aber auch anhand von wie viel und wie schnell es gesprochen wurde.

-Bei Untersuchungen stellt sich das Problem, dass der Sprachinhalt das Urteil nicht beeinflussen darf. Drei Loesungen bieten sich an:

1)Dass die Darsteller die gleiche Aussage mit unterschiedlichen Emotionen in der Stimme ausdruecken,

2)Dass sich die Darsteller in einer, fuer Beurteiler unverstaendlichen Sprache, ausdruecken (geeignet fuer die Untersuchungen von spontanen Emotionsausdruck).

3)Dass die Sprache durch Filtertechniken unverstaendlich gemacht wird (geeignet fuer die Untersuchungen von spontanen Emotionsausdruck).

-Mit Hilfe eines Tonbandgeraetes kann die Stimme aufgenommen, aufgezeichnet (zB: in Form eines Spektrograms) und dann analysiert werden (siehe Abbildung 8).

INHALT

-Eine Sprachtinhalanalyse wurde fuer die Untersuchung der gesprochene oder geschriebene Sprache benutzt. Man kann feststellen wie oft jemand bestimmte Emotionswoerter verwendet, und dadurch etwas ueber die hinterliegende Emotionen erfahren.

-Gottschalk-Gleser-Verfahren wurde speziell fuer die erfassung von "Affekten" entwickelt. Hier stellt man aus Sprachproben die Intensitaet verschiedener Aengste und Aggressionsformen des Sprechers.

ZEIT