Kinderlandverschickung (KLV)
Vorstellung
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© 2011 Kinderlandverschickung (KLV)
 

Herzlich willkommen!

Während des Zweiten Weltkrieges wurden in Niederösterreich (Niederdonau) zahlreiche Kinder und Jugendliche aus "bombengefährdeten" Gebieten des Deutschen Reiches nach Niederösterreich gebracht. Hier konnten sie sich für eine gewisse Zeit erholen. Auch sollte diese Maßnahme dazu beitragen, die Kinder und Jugendlichen von den Schrecken des Krieges fernzuhalten.

Als Bezeichnung für diese Aktion wählte man „(erweiterte) Kinderlandverschickung“. Ein Forschungsprojekt, das von Dr. Markus Holzweber geleitet wurde und vom Zukunftsfonds der Republik Österreich finanziert wurde, begab sich nun auf die Suche nach den Orten der Kinderlandverschickung in Niederösterreich. Unterbringungsstätten wurden dokumentiert, Informationen im Umgang mit verschickten Kindern wurde nachgegangen und Nachkriegskontakte wurden sichtbar gemacht.

Von November 2010 bis Dezember 2012 wurde die Studie unter dem Titel „Dürfen wir Ihre Kinder verschicken – Die Kinderlandverschickung in Niederösterreich mit einem Vergleich der Darstellung in der NS-Zeit und in der Zweiten Republik“ durchgeführt. In diesem auf die Laufzeit von zwei Jahren ausgelegten Projekt wurde die (erweiterte) Kinderlandverschickung in Beziehung mit Wahrnehmung, Darstellung und Verarbeitung derselben in einer Region gebracht.

Das Forschungsprojekt wurde im Dezember 2012 abgeschlossen, die Ergebnisse wurden im Jahrbuch für Landeskunde von Niederösterreich, Nr. 79, erschienen 2013, veröffentlicht. Das Jahrbuch ist über den Verein für Landeskunde von Niederösterreich (3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus Kulturbezirk 4, Tel: 02742/9005-12847, E-Mail: verein.k2@noel.gv.at) zu bestellen.

"Für das Forschungsprojekt waren die Erfahrungen und Erlebnisse von Zeitzeugen eine wertvolle und nicht zu ersetzende Bereicherung", so der Projektleiter dieser Studie, Dr. Markus Holzweber. Aus diesem Grund dient die Website auch noch nach Abschluss des Projekts dem Ziel, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zur (erweiterten) Kinderlandverschickung in Niederösterreich zu gewinnen, um dem Projekt auch eine "persönliche Note" geben zu können. Zeitzeugen können sich auch weiterhin an Markus Holzweber wenden.