Willkommen

  1. Begriffserklärungen, die auf  grünem Hintergrund bei unterstrichenen Stichwörtern aufscheinen, und deren Hinweise auf Autoren und Autorinnen sind nur erste Orientierungsversuche in die durch die HP fokussierte Thematik, die an anderen Sparten der HP eine nähere Bestimmung finden (werden).
  2. Die HP, aus Mangel an angebrachten durch Informatik unterstützten Mitteln, ist nicht das in ihr implizierte Projekt, sondern ein Forum, um Synergien zusammenzutragen, die zur Bildung der Plattform nach den Zielsetzungen des zu Grunde liegenden Projekts führen könnten. (Für eine schematische Darstellung siehe hier).

Schwelle : die MitarbeiterInnen, die sich mit dem Aufbau der Materialien für eine zukünftige Plattform nach unterschiedlichen Kompetenzen und unterschiedlicher Arbeitsintensität befassen, stellen in Team-Arbeit Rohmaterialien her, die, der Zivilgesellschaft zur Verfügung gestellt, dazu beitragen können, die Entwicklung einer partizipativen Demokratie zu fördern, in der reife Subjekte die Verantwortung der Herausbildung ihrer eigenen kulturellen Identität i.w.S. des Wortes kritisch übernehmen.

MitarbeiterInnen verweilen auf der Schwelle, weil sie nicht Publikationen über Themen, die in diesem Bereich wichtig sei könnten, hervorbringen: Aufsätze oder ähnliches würden wegen der Komplexität und der Länge schwer zur Öffentlichkeit und besonders zu den Endzielsubjekten (siehe unten) gelangen. Die MitarbeiterInnen stellen Rohmaterialien her, die vor dem Zustand (der Schwelle) zur vollständigen Publikation verweilen: Begriffe, Fragen und Inhalte, die aus verschiednen Textquellen und Artefakten herausgefiltert werden, werden eher kurz ausgeführt und durch beschreibende Verlinkungen untereinander in Verbindung gebracht; die dadurch entstehende vernetzte Begrifflichkeit ist durch Hinweise auf Schlüsseltexte, die zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Begriffen und Inhalten beitragen können, ergänzt. Das Gesamtergebnis bildet einen minimalen, kommentierten Vorrat an Texten und Bibliographie in hypertextueller und ryzomatischer Form über den Präsens mit Schwerpunkt “Subjekte in Bewegung”.

Die EDV-Werkzeuge sollten gewährleisten, dass der Vorrat ständig wachsen kann und dieser als Open-Source der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

Aber die Schwelle bezieht sich nicht nur auf die MitarbeiterInnen sondern auch auf die Endbenutzer: Diese werden durch die oben genannten Materialien der HP dazu bewogen, kulturell relevante Inhalte, die oft als selbstverständlich gehalten werden, zu hinterfragen und zur Überschreitung der Schwelle der eigenen kulturellen Identität dient, die sonst vielleicht auf dem Zustand naiv akzeptierter Annahmen bleiben würde.

Betreten: Die Subjekte, an die sich die Plattform richtet, können in zwei breite Kategorien unterteilt werden: einerseits, Lehrpersonen und kulturelle VermittlerInnen, andererseits, Subjekte mit Migrationshintergrund i.w.S des Wortes, die Bildungsstätten wie z.B. Schulen, Bildungskurse und Alphabetisierungskurse besuchen oder, genereller, mobile Subjekte. Wir nennen Lehrpersonen und VermittlerInnen “sekundäre Endbenützer”; mobile Subjekte fallen hingegen unter die Kategorie “primäre Endbenützer”. Die primären Endbenützer werden durch die oben erwähnten Rohmaterialien, die durch die sekundären Endbenutzer herangezogen werden, dazu bewogen, Stellung zu den Materialien zu nehmen, um reife und aktive Subjekte zu werden oder um im schon gewonnenen Reifezustand gestärkt zu werden, wobei Reife eher als immer währender Prozess als Zustand verstanden werden soll.

Die Endbenutzer auf der Universität sind Studierende der fremdsprachlichen Fakultäten, die sich als zukünftige kulturelle VermittlerInnen oder ÜbersetzerInnen verstehen.

Es gibt einen Spezialfall, bei dem primäre und sekundäre Endbenutzer zusammenfallen würden: es handelt sich von mobilen Subjekten, wobei Mobilität sowohl im konkreten als auch im kulturellen und sozialen Sinne verstanden wird; diese Subjekte haben autonom beschlossen, die Zugehörigkeit zu mehr als einer Kultur – vorausgesetzt, dass Kultur als etwas einheitliches aufgefasst werden könnte – einzuverleiben und sich mit den Inhalten der kulturellen Landschaften auseinander zu setzen. In diesem Fall werden die Subjekte die Materialien, die am besten ihren Bedürfnissen entsprechen, selbst auswählen und gebrauchen,.

Pendelnde Bewegung: Menschen mit Migrationshintergrund und generell mobile Subjekte pendeln zwischen Kultursystemen und sozialen Milieus, die verschiedene Eigenschaften aufweisen können; diese kulturelle Bewegungsmodalität muss beibehalten werden, um das Reichtum der Palette der Aussichten der erwähnten Subjekte zu fördern und dadurch die ausdifferenzierten Lebensbedingungen der Einzelnen und der Gesellschaft zu gewährleisten.

Dynamische Subjektivierung: ein redundanter Ausdruck, der hervorheben will, dass die vorher beschriebenen Schritte zur Herausbildung fortdauernder Prozesse der Subjektivierung führen müssen, d.h. zur Schaffung von Subjekten, die in dialektischem Verhältnis zu ihrer Umgebung, zu den anderen Subjekten, die diese bewohnen, zu sich selbst und zu ihrer Geschichte stehen. Die Form in Open-Source der HP / Plattform ist daher eher ein Mittel, um beizutragen, die Gesellschaft durch aktive Subjekte zu verändern, als einfach nur eine Form der Verbreitung von Materialien.

Texte: sie werden durch die MitarbeiterInnen analysiert und beschlagwortet, und anschließend über die HP/ Plattform der Aufmerksamkeit der Gesellschaft zur Verfügung gestellt; sie stammen aus drei Bereichen, die folgendermaßen beschrieben werden können:

a) Dokumente (Gesetze, Presse, Werbung, …), die in der Gesellschaft zirkulieren und die Aussagerahmen über verschiedene Grundfragen, oft stillschweigend, bestimmen;

b) kritische Texte zu den für die HP / Plattform relevante Themen;

c) kreative Artefakte (literarische Texte, Bilder, Filmausschnitte), die, nach Herkunftsländern sortiert, Begriffe und Themen beleuchten, die aus der Analyse der ersten zwei Texttypologien stammen.

Die Spannungsverhältnisse zwischen der unterliegenden Begrifflichkeit der drei Texttypologien ist aber osmotisch: D.h., dass kreative Artefakte Begriffe und Themen liefern können, die noch nicht ausdrücklich durch die anderen Textsorten thematisiert worden sind.

Die kreativen Artefakte sind die Materialien, die in die Hände der primären Endbenutzer gelangen sollten, während die ersten zwei Typologien eher für die sekundären Endbenützer gedacht sind.