Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
der Universität Wien
Schopenhauerstraße 32, A-1180 Wien


Außerordentlicher Professor gesucht (Teil 1)

Probevorträge Thomas Bauer und Roland Burkart

Kommunikation kann, so Thomas Bauer, nicht als ein bestimmtes, abgrenzbares Feld, sondern nur als "Ereignisse, die immer neue Figuren stellen, als Konfiguration von Strukturen, die sich stets bewegen und neu bilden" gesehen werden. So dürfe man "nie von der oder einer Kommunikation sprechen, sondern von einer kommunikativen Struktur verschiedener Kommunikationsräume".
Roland Burkart will vor dem Hintergrund seiner selbst entwickelten Kommunikationssystematisierung "gesunde" von "pathologischer" Kommunikation trennen. Wozu führt die Technisierung der alltäglichen Kommunikationsstrukturen? Sollte Neil Postman etwa doch recht haben, wenn er vom tödlichen Amüsieren spricht?
Burkart stellt die Frage: "Verbilden die Bildmedien?", fügt jedoch selbstkritisch hinzu, dies nicht konkret beantworten zu können. "Wir sind alle, wenn wir als Kommunikationswissenschafter den Terminus 'Information' in den Mund nehmen, eigentlich Stümper, weil wir wissen überhaupt nicht, was da wirklich vorgeht", bekennt sich Burkart zur Notwendigkeit informationsbiologischer Grundlagenforschung. Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaften sei nötig, leider jedoch oft nur Zukunftsvision - Burkart ortet selbst am eigenen Institut mangelhafte Kooperation und verwendet in diesem Zusammenhang die paradox klingende Formulierung von einer "pathologischen Kommunikationssituation am Institut für Kommunikationswissenschaft".

VHS, 140 Min., Wien ?, Videoarchiv No 63


Für den Inhalt verantwortlich: Wolfgang Wilhelm
Webmaster: Manfred Bobrowsky