Wilma Lettner - man soll sich nie den Mund verbieten lassen

Wilma Lettner wurde 1915 in Köln geboren, wo sie bis 1938 lebte. Sie arbeitete als Rechtsanwaltsgehilfin, außerdem als freie Mitarbeiterin an kleinen Parteiblättern der SAP (Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands, "Die brennende Ruhr" zum Beispiel). Gleichzeitig besuchte sie die Maturaschule. Im Winter 1937/38 emigrierte sie nach Brüssel (Mitarbeit beim Emigrationsblatt "Freies Deutschland"). Mit dem Einmarsch der Deutschen wurde sie verhaftet und kam in das französische Konzentrationslager Gurs (Basses Pyrénées) bei Oloron. Dort blieb sie drei Jahre. Sie konnte als Krankenschwester im Lager arbeiten. Vor der Geburt ihres ersten Kindes im April 1943 wurde sie in ein Schweizer Entbindungsheim nach Elne (Pyrénées Orientales) überstellt.

Von dort wurde sie zum Kinderhilfswerk des Schweizer Roten Kreuz nach Annemasse weitervermittelt, wo sie 1945 ihr zweites Kind bekam und das Ende des Krieges erlebte.
Im Bemühen um Remigration zog sie im Juni 1946 nach Paris und am 16. Juli 1946 nach Österreich.
Bis 1954 lebte sie in Salzburg, seither lebte sie in Wien, wo sie auch verstarb.

 

Regie, Gestaltung: Ursula Hentschläger und Otto Mörth
VHS, 50 Min., Wien 1988, Videoarchiv No 98


Ein Videoprojekt im Rahmen der
Lehrveranstaltung "Kommunikationswissenschaftliche Methodenlehre (Oral History)"
Leitung: Univ.-Ass. Dr. Manfred Bobrowsky


Für den Inhalt verantwortlich: Otto Mörth