Ferry Glas
Ein Leben für die Stegreifbühne.

In den 30er Jahren - der Zeit der großen Arbeitslosigkeit - gab es in Wien noch mehr als 20 Stegreiftheater. Eine der bekanntesten Bühnen war das Stegreif- und Puppentheater der Familie Glas.
Der Großvater, Anton Glas, wurde als der "Shakespeare von Hernals" eine lokale Berühmtheit. Ferry Glas, Jahrgang 1919, wuchs in einer Künstlerdynastie auf und wurde zum Stegreif- und Puppenspieler erzogen.
1948 kam er als Charakterkomiker zur Tschauner-Bühne und ist ihr treugeblieben.
Seit vielen Jahrzehnten steht er jeden Sommer auf den Brettern der "Original Wiener Stegreifbühne", dem ehemaligen Tschauner-Theater. Ferry Glas ist der älteste Schauspieler der letzten Stegreifbühne Wiens.
In diesem "Oral History"-Beitrag erzählt er über seine Jugend und die Auswirkungen der NS-Herrschaft auf ihn und seine Familie. In einer Zeit der Willkür und Verfolgung hat er sich seine Liebe zur Stegreifbühne bewahrt - bis heute.

Regie, Gestaltung: Gabriele Frisch, Edith Pospichal
Kamera: Gerhard Hajicsek
Schnitt: Andrea Couzyn
VHS, 57 Min., Wien 1993, Videoarchiv No 255


Ein Videoprojekt im Rahmen der
Lehrveranstaltung "Kommunikationswissenschaftliche Methodenlehre (Oral History)"
Leitung: Univ.-Ass. Dr. Manfred Bobrowsky
Für den Inhalt verantwortlich: Gabriele Frisch