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Kultur- und
Migrationsforschung
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Herkunft, Dispositionen und Stellung(nahmen). Tendenzen in den wissenschaftlichen Integrationsprozessen vor und nach der 89er-Wende am Beispiel von ausgewählten ungarischen Humanwissenschaftlern in Wien
Teil II.

Die Laufzeit des Projektes “Herkunft, Dispositionen und Stellung(nahmen) – Teil II” betrug 2 Monate und wurde mit Ende Juni 2006 abgeschlossen. Dieses Projekt ist verankert in zwei, strukturell übergeordneten Projekten.
Das eine ist eine Untersuchung der Tendenzen in den wissenschaftlichen Integrationsprozessen vor und nach der so genannten 1989er-Wende am Beispiel von ungarischen Humanwissenschaftlern in Wien. Diese Untersuchung wird von den zwei Pojektmitarbeitern in mehreren, jeweils selbstständigen, Projekten durchgeführt. Die in allen Teilprojekten verfolgte Methode ist grob gesagt identisch: Es werden narrative Interviews über die Karriereentwicklung in Österreich mit drei aus Ungarn nach Österreich migrierten Humanwissenschaftlern gemacht und soziologisch ausgewertet. Parallel dazu findet eine Theorie- und Methodendiskussion statt, die nach intensiven Literaturstudien, einen hohen Grad an Selbstreflexivität und die Formulierung von Problemen und Argumenten sowie deren Diskussion anhand des in den Interviewanalysen gewonnenen Materials verlangt. Dementsprechend ist auch der als Ergebnis vorliegende Forschungsbericht zweigeteilt und besteht aus einem theoretischen Teil und aus einer Zusammenfassung von Interviewanalysen.
Das zweite übergeordnete Projekt ist die Untersuchung der ungarischen intellektuellen Migration nach Österreich seit 1919. Diese stärker kulturgeschichtlich orientierte Arbeit ist durch ihre Größe in einem Schritt undurchführbar und verlangt nach entsprechend aufwändigen organisatorischen Tätigkeiten – wie dem Zusammenstellen einer Forschergruppe, der Kooperation mit vor allem österreichischen und ungarischen Wissenschaftlern, der Ausarbeitung von Teilprojekten, der Erstellung eines übergeordneten Forschungsprogramms, der Koordinierung der Arbeit an den Teilprojekten und der wiederholten Präsentation und Diskussion von Zwischenergebnissen. Das im vorliegenden Projekt gesammelte Interviewmaterial bildet einen wichtigen Teil der Materialsammlung, die für die Zwecke dieses übergeordneten Projektes zur Verfügung steht. Es ist demnach nicht Ziel dieses Projektes, das gesammelte empirische Material vollständig aufzuarbeiten und endgültige Ergebnisse zu liefern, sondern die hier erarbeiteten Ergebnisse werden für die weiteren Vorbereitungen der übergeordneten Projekte herangezogen. Wir möchten ein klares Bild erstellen, um damit einen Mosaikstein in ein übergeordnetes Bild zu legen.