Rechte Netzwerke und ein bisschen Weltpolitik

„Sebastian Kurz ist ein Rockstar. Ich bin ein großer Fan.“ Neun Monate ist es her, dass der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, sich schwärmend im Breitbart-Interview über den österreichischen Kanzler äußerte. Ebenso begeistert ist sein Kollege in Wien, Trevor Traina, von Sebastian Kurz. Beide sollen maßgeblich daran beteiligt gewesen sein, dass nach mehr als 13Jahren Pause erstmals wieder ein österreichischer Kanzler ins Weiße Haus geladen ist. Zuletzt war das im Dezember 2005 der damalige Kanzler Wolfgang Schüssel, der ihn Washington von George W. Bush empfangen wurde.

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A future for the INF treaty

By Maryia Hushcha

The 1987 Intermediate-Range Nuclear Forces (INF) Treaty required the United States and the Soviet Union to eliminate and permanently forswear all of their nuclear and conventional ground-launched ballistic and cruise missiles with ranges of 500 to 5,500 km. It was the first time, that the then superpowers agreed to reduce – not only limit – their nuclear arsenal. Just recently, on February 2, the Trump administration declared a suspension of U.S. obligations under the INF Treaty and formally announced its intention to withdraw from the treaty in six months. The US claims that a new Russian missile falls within the 500-5,500km (310-3,400 miles) range banned by the treaty. On the other hand, Moscow says that US anti-ballistic missile interceptors being deployed in Eastern Europe could potentially violate the terms of the agreement. It is thus the second disarmament agreement which the US has withdrawn from in the last year. The other one is the nuclear deal with Iran, or the JCPOA, in May 2018.

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Was Kanzler Kurz im Weißen Haus erwartet

132 Zimmer hat das Machtzentrum der US-Politik. Die Gründe für die Einladung Trumps an Sebastian Kurz heißen aber Putin, Iran und Erdgas

Wie lebt es sich hinter den Mauern von 1600 Pennsylvania Avenue? Noch im Februar soll Bundeskanzler Sebastian Kurz bei einem Treffen mit Donald Trump Einblicke ins Machtzentrum der US-Politik erhalten – und durch den einen oder anderen der insgesamt 132 (!) Räume spazieren.

Doch Trump hat Kurz nicht zum Sightseeing eingeladen. Sondern wegen Wladimir Putin. Viermal trafen sich der Kanzler und der russische Präsident im Jahr 2018. Weswegen von der US-Botschaft in Wien mit Hochdruck an einem „Ausgleich“ zwischen Kurz und Trump gearbeitet wurde. Was man sich erwarten kann? „Trump will sich über Kurz eine Schiene zu den konservativen Rechten Europas legen. Und er wird versuchen, Kurz vom America first zu überzeugen“, sagt Politologe und US-Experte Heinz Gärtner. „Das kann den Kanzler vor allem in Bezug auf Nord Stream 2 in Argumentationsnot bringen.“

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