Wer führt die neue Welt an – und wie?

Zwischen arm und reich, stabil und instabil: Zwei renommierte amerikanische Politologen analysieren, wie es um die internationale Ordnung steht. Von Heinz Gärtner, DER STANDARD, 14.06.2008

Wahrscheinlich nur wenige Österreicher erinnern sich noch an den „rasenden Reporter“ Egon Erwin Kisch. Der in Prag geborene Journalist wurde durch seine scharfsinnigen Reiseberichte in den Zwanziger-, Dreißiger und Vierzigerjahren des vorigen Jahrhunderts aus Europa, der UdSSR, China, den USA und vielen anderen Ländern bekannt. Parag Khanna, der bei verschiedenen Thinktanks in den USA gearbeitet hat, kennt Kisch nicht. Dennoch ist seine Methode der von Kisch ähnlich. Read More

Interesse an einer gemeinsamen Welt

Nach dem Empire die Zusammenarbeit: Zwei amerikanische Politologinnen votieren für eine radikale außenpolitische Trendwende der USA. Buchbesprechung von Prof. Heinz Gärtner

Mit der „Bush-Revolution“ verbunden war die neokonservative Ideologie von globaler amerikanischer Vorherrschaft und die Vorstellung, dass die USA ein Empire seien, das nicht nur außenpolitische Dominanz ausübt, sondern auch die innenpolitischen Strukturen und Entscheidungsmechanismen anderer Staaten formt. An dieser Debatte beteiligten sich nicht nur amerikanische Intellektuelle, wie Charles Krauthammer, Robert Kagan und Max Boot, sondern auch europäische Ableger wie Niall Ferguson oder Herfried Münkler.

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Falsche Befürchtungen – Kommentar im Standard

Von einem/r demokratischen Präsidenten/in wären sehr wohl Veränderungen in der Außenpolitik zu erwarten – Kommentar der anderen von Heinz Gärtner

Die US-Außenpolitik werde sich auch unter einem demokratischen US-Präsidenten nicht ändern, warnen derzeit Wahl-Kommentatoren. Eine Auffassung, die nicht nur demokratiepolitisch fahrlässig erscheint, sondern auch keiner Analyse standhält.

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Die Tragik des Völkerrechts – Kommentar in der Presse

10.01.2008 | 18:26 | HEINZ GÄRTNER UND FRANZ LEIDENMÜHLER (Die Presse)

Die Geschichte Europas war immer geprägt durch Integration und Zerfall. Der Balkan zeigt, dass sie noch nicht zu Ende ist. Es ist eine Tragik, dass die internationale Staatengemeinschaft zum zweiten Mal im Falle des Kosovo am Rande oder gar außerhalb des Völkerrechtes handeln muss. 1999 intervenierte die Nato ohne Autorisierung des UN-Sicherheitsrates, um die Säuberungen des jugoslawischen Präsidenten Milosevis, der einen ethnisch reinen Zentralstaat schaffen wollte, zu stoppen.

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