Das tschechische Drama nach 1945 (KO, SS 2005)

Das Theater spielte von den späten fünfziger Jahren bis zum Prager Frühling eine führende Rolle in der tschechischen Öffentlichkeit. Die Lehrveranstaltung geht der Frage nach, wie sich die Kritik an der kommunistischen Macht und die Lockerung der gesellschaftlichen Verhältnisse im tschechischen Drama vollzieht.
Textanalysen und Interpretationen werden von den Studierenden erarbeitet, die Lehr­ver­anstaltungsleiter bieten Kurz­vorträge zur Theorie des Dramas, zu den einzelnen Autoren und zum historischen Hinter­grund. Darüberhinaus werden Mitschnitte von Auf­­führungen auf Video gezeigt. Auch ein Theaterbesuch in Brünn ist geplant.
Die Lehrveranstaltung richtet sich vor allem an fortgeschrittene Studierende. Voraus­setzung für die Teilnahme sind jedenfalls gute Tschechischkenntnisse (von Mutter­sprachlern wird die vollständige Lektüre der unten genannten Dramen verlangt, von allen anderen nur einige Seiten).
Zur mündlichen Prüfung werden drei Termine angeboten (Semesterende, Anfang und Ende des folgenden Semesters).
Folgende Dramen werden erarbeitet:
František Hrubín: Srpnová neděle (1958)
Ludvík Kundera: Totální kuropění (1961)
Václav Havel: Zahradní slavnost (1962)
Josef Topol: Konec masopustu (1963)
Pavel Kohout: August, August, August (1967)