Der zu Tode gestürzte Braunbär aus der Wolfhöhle (Kat.-Nr.: 1623/145) bei Alt Aussee
Gerhard Withalm

Inhalt:

  1. Einleitung
  2. Lage und Beschaffenheit der Höhle
  3. Material
  4. Methoden
  5. Beschreibung, krankhafte Veränderungen am Skelett
  6. Diskussion
  7. Dank
  8. Literatur
  9. Tafeln

Kurzfassung: Ein im Jahr 1983 von Mitgliedern des "Cambridge University Caving Club" am Grunde eines etwa 20 m tiefen Abbruches in die "Wolf chamber" in der Wolfhöhle, Kat.-Nr.: 1623/145, gefundenes Skelett eines jungen männlichen Braunbären (Ursus arctos) wird eingehend beschrieben. Mit besonderer Rücksicht auf die deutlich sichtbaren krankhaften Veränderungen wie z.B. Brüche von Schulterblatt, Speiche, Oberschenkelknochen und ein Serienrippenbruch der Rippen 1 - 4 wird der Versuch einer Rekonstruktion des Unfallherganges unternommen.

Summary: In 1983 the skeleton of a brown-bear (Ursus arctos) was discovered by some members of the "Cambridge University Caving Club", participating in an expedition to some caves in NW-Styria (Austria). The skeleton of this young male bear was situated at the basis of the first pitch of the Wolfhöhle (Kat.-Nr.: 1623/145) of about 20 m height in a room called Wolf chamber. This skeleton is described herein and special attention is given to the obvious pathologies like fractures of the left shoulder blade, radius, femur and the ribs 1 - 4. The attempt of a reconstruction of this fatal incident is made.

1. Einleitung:

Im Jahr 1983 besuchten Mitglieder der Cambridge University Caving Club einen noch unerforschten Schacht im Gebiet des Schwarzmoossattels. Bei dieser Befahrung, die eine Vermessung dieses Schachtsystems einschloß, machten sie einen bemerkenswerten Fund: ein ganzes Skelett eines Raubtieres, das sie vorläufig als Wolf bestimmten. Den Mitgliedern des Vereines für Höhlenkunde in Obersteier erzählten sie von ihrem Fund, weshalb die Höhle auch "Wolfhöhle" heißt.

Im ersten Jahr der Erforschung dieser neuen Höhle schenkten sie dem Skelett noch wenig Beachtung, da noch viel Vermessungsarbeit zu tun war. Deshalb beschlossen sie, im August des Jahres 1984 eine weitere Expedition in diese Höhle durchzuführen und die Arbeit zu einem vorläufigen Ende zu bringen. Im Zuge dieser Befahrungen bargen sie schließlich das Skelett auf Anraten des Obmannes des Vereines für Höhlenkunde in Obersteier und übergaben es dem Verein.

Damit war es dann nach Bad Mitterndorf gelangt. Bedauerlicherweise existieren zu den Fundumständen keine exakten Aufzeichnungen von Seiten der englischen Höhlenforscher. Es gibt lediglich eine im Stile eines Erlebnisaufsatzes geschilderte Beschreibung der Höhlenbefahrung von DERBY, B. (1985), die nichts über die Fundsituation des Skelettes und nur sehr wenig über den genauen Fundort desselben zu berichten weiß. Bald darauf, nämlich 1984, wurde das Skelett dem Naturhistorischen Museum in Wien (NHMW) übergeben, da es präpariert und wissenschaftlich bearbeitet werden sollte. Nach längerer Zeit wurde das Skelett zum Teil vermessen aber zur Gänze präpariert nach Bad Mitterndorf zurückgesandt, wo es am 24.12.1986 auch eingetroffen ist. Als im Jahre 1997 die steirischen Höhlenforscher im Zuge der Ausstellung "Die Grundlseer Bärenhöhlen - Mythos und Forschung" im Kaiserlichen Stall in Grundlsee eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Paläontologie anstrebten, wurde das Bärenskelett Herrn o.Univ.Prof. Dr. Gernot Rabeder zur Bearbeitung angetragen, der es nach Abschluß der Arbeiten an der Ausstellung nach Wien gebracht hat. Anfang Oktober 1998 wurde der Autor schließlich mit der Bearbeitung dieses schönen pathologischen Materiales betraut.

2. Lage und Beschaffenheit der Höhle:

Die noch nicht in der ÖK50 eingetragene Wolfhöhle (Kat.-Nr.: 1623/145) liegt am Südrand des Toten Gebirges im steirischen Salzkammergut NW des Vorderen Schwarzmooskogels bei Bad Aussee. Man kann sie auf der ÖK50, Blatt 96, Bad Ischl, in 1687 m.ü.d.M. lokalisieren. Ihre Koordinaten lauten: 47° 40’ N / 13° 49’ E.

Der Zustieg erfolgt über den Steig von der Bräuningalm in Richtung Schwarzmoossattel und von diesem noch etwa 500 m weiter nach NE folgend trifft man rechter Hand auf den Schachteinstieg. Die Höhle hat eine Vertikalerstreckung von -426 m von Eingang C aus und führt über eine Reihe von Schächten, deren längster etwa 150 m mißt, in die Tiefe. Diese sind kaskadenartig über relativ kurze, mehr oder weniger horizontale Teile miteinander verbunden. Einen Eindruck von der Lage der Höhle vermittelt Abbildung 1.

3. Material:

Das nachfolgende, in Tabelle 1 aufgelistete Knochenmaterial vom Skelett eines Braunbären (Ursus arctos) wurde dem Autor bedauerlicherweise in präpariertem Zustand zur Bearbeitung übergeben, was zur Folge hat, daß es nicht mehr mit der 14C-Methode datierbar ist. Es waren noch geringfügige Präparationsarbeiten durchzuführen, wie zum Beispiel noch einige Epiphysenplatten resp. Knochenkerne an den entsprechenden Knochenelementen anzubringen sowie manche Rippen zusammenzukleben. Insgesamt handelt es sich dabei um 140 Knochenelemente resp. deren Fragmente.

4. Methoden:

Das vorliegende Knochenmaterial wurde sowohl mit freiem als auch mit bewaffnetem Auge begutachtet und, soweit es nötig war, röntgenisiert, um einen tieferen Einblick in die Natur der pathologisch veränderten Knochenelemente zu gewinnen. Als Röntgengerät stand ein Siemens Polydoros 800 Angiographieröntgengerät des Institutes für Paläontologie der Universität Wien zur Verfügung. Als Filmmaterial wurde ein direkt röntgenempfindlicher Mammographiefilm, Kodak X-OMAT MA 100, um seiner guten Auflösung willen verwendet. Selbiges gilt auch für die Verwendung des kleinen Brennflecks der Optilix-Röngenröhre. Als Film-Fokus-Abstand wurden 80 cm gewählt. Das verwendete Bildmaterial wird in Tabelle 2 mit allen relevanten Daten wiedergegeben.

5. Beschreibung, krankhafte Veränderungen am Skelett:

Bei dem im Wolfsschacht aufgefundenen Braunbärenskelett handelt es sich um ein subadultes Männchen, wie durch das Vorhandensein eines Penisknochens sowie einerseits durch den Abkauungsgrad der Zähne und andrerseits durch die offenen Wachstumsfugen belegt wird. Man kann also ein Alter von etwa 3 - 4 Jahren annehmen. Der Großteil des Skelettes ist vorhanden, es fehlen jedoch Teile wie das Kreuzbein, Steißbein, Schwanzwirbel, verschiedene Rippenfragmente, kleine Knochenelemente der Hand- und Fußwurzel sowie einige Elemente aus dem Bereich von Mittelhand und Mittelfuß. Das geologische Alter läßt sich leider nicht radiometrisch bestimmen, da bereits Präparationsarbeiten mit kohlenstoffhaltigen Chemikalien, wie es z.B. Klarlacke sind, durchgeführt wurden. Aufgrund des Erhaltungszustandes läßt sich aber ein zumindestens subfossiles Alter, d.h.also jünger als 10.000 Jahre, vermuten.

5.1. Schädel

Der Schädel dieses Braunbären ist sehr flach gebaut, hat eine größte Länge von 30 cm und eine größte Breite, an den Jochbögen gemessen, von etwa 20 cm. Die Knochennähte sind noch nicht verwachsen, und, was ebenfalls auf ein noch junges Tier hinweist, die Zähne sind noch kaum abgekaut. Die Bezahnung des Oberkiefers ist nicht vollständig, da einige Zähne nach dem Tod des Tieres ausgefallen sind. Auffällig ist auch, daß die beiden 3. Oberkiefervormahlzähne in einer verdrehten Stellung im Unterkiefer sitzen. Dabei ist der linke um ca. 90°, der rechte jedoch sogar um etwa 160° gegen den Uhrzeigersinn verdreht. Auch der rechte Jochbogen ist nicht vollständig, da ein Teil aus der Mitte ausgebrochen ist. Vor allem auf der linken Seite des Schädeldaches sind die Knochennähte aufgeweitet und Sprünge erkennbar, die aber ebenfalls erst nach dem Tod der Bären entstanden sein können, da es keine Spuren von Verheilung gibt. Es sieht auch so aus, als wäre der Schädel unter einer Tropfstelle gelegen, da dieser Bereich des Schädeldaches spröder und heller als die anderen Knochen ist.

Das Unterkiefer ist vorhanden, es fehlen aber einige Zähne aus den Unterkieferhälften. Der Kronenfortsatz der rechten Unterkieferhälfte ist etwa in seiner halben Höhe abgebrochen, der Winkelfortsatz aber an seiner Basis. Die Schneidezähne sind kulissenartig angeordnet und ein großer Zwischenraum macht sich zwischen dem zweiten und dritten Mahlzahn bemerkbar. Der dritte Mahlzahn ist auch nach hinten verkippt, sodaß er nicht mehr zur Gänze an der Kauarbeit mitwirken konnte.

5.2. Wirbelsäule und Rippen

Die Wirbelsäule dieses Tieres ist bis auf Kreuzbein und Schwanzwirbel vollständig erhalten. Es war sogar möglich, die Wirbelsäule wieder zusammenzusetzen. Nur bei der Halswirbelsäule mußten 3 Plätze frei bleiben, da die Halswirbel 3, 4 und 6 zu stark fragmentiert sind. Nur an 4 Brustwirbeln konnten krankhafte Veränderungen festgstellt werden, nämlich an den Wirbeln 1, 2, 3 und 4 der linken Seite. Diese zeigen Veränderungen an ihren Querfortsätzen wie sie im Gefolge von Entzündungen der Beinhaut herrühren, d.h. es hat sich zusätzlich eine dünne Knochenschichte auf dem Knochen gebildet.

Genau zu diesen Brustwirbeln passen vier Rippen, die Rippen 1, 2, 3 und 4 der linken Seite, die ganz offensichtlich gebrochen und bis auf die erste Rippe wieder zusammengewachsen sind. Die erste Rippe hingegen hat ein Scheingelenk, also eine knorpelige und daher bewegliche Verbindung der beiden Bruchstücke ausgebildet, was gewöhnlich dann passiert, wenn die beiden Enden des Bruches nicht gut genug beisammen liegen und zuviel bewegt werden. Alle vier Rippen sind knapp unterhalb des Gelenkkopfes gebrochen.

5.3. Extremitäten, Schulter und Beckengürtel

Die Vorderextremitäten sind mit Ausnahme einiger Elemente aus dem Bereich von Hand- und Fußwurzel sowie von Mittelhand und Mittelfuß ganz erhalten. Die Schulterblätter sind ebenfalls vorhanden, sie sind aber relativ stark beschädigt, das Becken ist in seine beiden Hälften zerfallen und die zur Körpermitte hin weisenden Enden der Darmbeine sind nahezu symmetrisch abgebrochen. Durch das Vorhandensein eines Penisknochens ist das Geschlecht dieses Bären eindeutig als männlich bestimmbar.

Das linke Schulterblatt zeigt einen Trümmerbruch im Bereich des Gelenkes und entlang des oberen Schulterblattrandes. Die einzelnen Fragmente des Schulterblattes sind aber nicht wieder in einer ordnungsgemäßen Art und Weise zusammengewachsen, sondern es hat sich ein unförmig aussehendes Stück gebildet, das in der Nähe des Schulterblattes gelegen oder mit diesem scheingelenkartig verbunden gewesen sein muß. Am Schulterblatt selbst sieht man wieder stark unregelmäßig ausgebildete Auflagerungen, die von einer heftigen Entzündung der Beinhaut herrühren, die mit Sicherheit in diesem Bereich zerrissen gewesen ist. Zur Illustration siehe Tafel 1.

Der Oberarmknochen zeigt eine ganze Reihe von Sprüngen an seiner Vorder- und Außenseite, die aber erst nach dem Tode entstanden sein können, da keinerlei Heilungsspuren sichtbar sind. Der Oberarmkopf war vom übrigen Knochen abgetrennt, was bei jugendlichen Tieren völlig normal ist, da ihre Wachstumsfugen noch nicht geschlossen sind. Man kann aber aufgrund einiger Hinweise annehmen, daß der Kopf des Oberarmknochens auch in Mitleidenschaft gezogen wurde, da sich unterhalb der Wachstumsfuge am Knochen reaktive Auflagerungen einer Beinhautentzündung sowie kleine Abbaubezirke nachweisen lassen.

Die linke Vorderextremität zeigt einen eindrucksvollen Bruch der Speiche in ihrer Mitte. Dieser Bruch ist ebenfalls, wenn auch in Fehlstellung, wieder zusammengewachsen. Das bedeutet, daß die beiden Knochenstücke nicht in ihrer ursprünglichen Lage wieder verwachsen sind, sondern daß sie sich um etwa 1 cm gegeneinander verschoben haben, was auch zu einer leichten Verschiebung der Achsen führt. Der Bruch ist jedoch nicht soweit verheilt, als daß er einer vollen Belastung standgehalten hätte. Siehe dazu Tafel 2.

Die linke Beckenhälfte zeigt leichte Wucherungen im Bereich oberhalb der Gelenkspfanne sowie leichte Aufrauhungen des für gewöhnlich glatten Knochens am Boden der Gelenkspfanne, wie man sie im Zuge eines abnützungsbedingten Verschleißes (Arthrose) beobachten kann.

Der linke Oberschenkelknochen ist auch gebrochen und zwar noch vor dem Schenkelhals. Ein Bruch dieser Art wird nach HEUCK, F.H.W. & BAST, B.R.G. (1994) als pertrochantäre Fraktur bezeichnet. Die beiden Bruchstücke sind aber nicht wieder miteinander verwachsen sondern haben, so wie die erste Rippe, ein Scheingelenk gebildet, was wiederum auf zuviel Bewegung zurückzuführen ist. Über große Bereiche des Oberschenkelknochens lassen sich Auflagerungen beobachten, die wie bereits erwähnt, im Zuge von heftigen Beinhautentzündungen entstehen. Daneben kann man vor allem am Knochenschaft in der Nähe der Bruchstelle heftige Umbaureaktionen des Knochens beobachten, wie sie im Gefolge einer Knochenmarksentzündung auftreten, wo oft ein Abbau des Knochens überwiegt. Im Bereich der Bruchstelle zeigt das Röntgenbild eine Aufhellung der normalen Knochenstruktur, d.h. einen Abbau von Knochensubstanz, was ebenfalls gut zu den übrigen Befunden an diesem Knochenelement paßt. Siehe dazu Tafel 3.

6. Diskussion:

Der Fundort des Bären am Grunde eines nicht ganz 20 m hohen Abbruches in einen tiefergelegenen Hohlraum läßt vermuten, daß dieses Tier in diesen Raum abgestürzt ist. Es handelt sich dabei, wie bereits erwähnt, um ein junges Braunbärenmännchen.

Bei zusammenfassender Betrachtung der krankhaften Veränderungen an diesem Skelett fällt einem sofort auf, daß sich alle Befunde auf die linke Seite konzentrieren. Man denke dabei an die bereits beschriebenen Brüche vom linken Schulterblatt, linker Speiche, der linksseitigen Rippen 1 - 4 und des linken Oberschenkelknochens, sowie an die mögliche Abtrennung des Kopfes des linken Oberarmknochens. Kein einziges Knochenelement der rechten Körperhälfte ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Dies läßt vermuten, daß sich der Bär noch kurze Zeit mit seiner rechten Pfote festhalten konnte ehe er, auf seine linke Seite gedreht, in den dunklen Abgrund gestürzt ist. Dort ist er dann mit voller Wucht offenbar mit seiner linken Hinterpfote am Boden aufgekommen, was zum Bruch des Oberschenkelknochens und zu den Problemen in der Hüftgelenkspfanne geführt hat. Danach ist er mit der linken Seite des Brustkorbes möglicherweise auf einer Erhebung (Bodenbuckel, Stein) aufgeschlagen, was zu dem beschriebenen Serienrippenbruch geführt hat. Zugleich damit oder zuletzt ist seine Vorderpfote aufgekommen und dürfte dabei einen harten Untergrund wie z.B. einen Stein erwischt haben, was den glatten und ganzrandigen Bruch der Speiche hervorgerufen hat.

Schwerst verletzt ist der Bär dann am Boden der "Wolf chamber" liegengeblieben und ist an seinen Verletzungen nicht sofort gestorben. Dies zeigen die eingeleiteten Heilungsprozesse, die sich an den in Mitleidenschaft gezogenen Knochenelementen nachweisen lassen. Dafür war aber eine relativ lange Zeit notwendig, die, wenn man die Heilungsgeschwindigkeit des Menschen zu Grunde legt, im Bereich von etwa 3 Wochen anzusiedeln ist. Daraus kann man wiederum schließen, daß der Bär bereits über ausreichend Winterspeck verfügt haben muß, weshalb man die Zeit für das Unglück vermutlich im Herbst oder Winteranfang ansetzen kann. Es ergibt sich also folgendes Bild:

Ein junges Braunbärenmännchen sucht im Herbst oder Winteranfang eine Höhle für die Winterruhe und betritt im Zuge dessen die ihm dafür geeignet scheinende Wolfhöhle. Er geht durch den anfänglichen Horizontalteil und bemerkt offenbar nicht den vor ihm liegenden gähnenden Abgrund, den Abstieg in die "Wolf chamber". Er rutscht ab und kann sich vermutlich noch kurze Zeit mit seiner rechten Vorderpfote an der Kante des Abbruches festhalten. Dann verliert er jedoch endgültig den Halt und fällt in die Tiefe. Dort bleibt er schwer verletzt liegen und kann aufgrund seiner Reserven noch für etwa 3 Wochen überleben und die zuvor beschriebenen Heilungsprozesse können stattfinden. Alle diese Prozesse schwächen das Tier und führen in weiterer Folge zu seinem Tod, der es schließlich von seinem langen Leiden erlöst hat.

7. Dank:

An dieser Stelle möchte ich dem Obmann des Vereines für Höhlenkunde in Obersteier, Hr. Dir. Josef Steinberger danken, der dieses Material dem Institut für Paläontologie zur Bearbeitung übergeben und mich mit zusätzlichen Informationen versorgt hat. Mein Dank gilt natürlich auch dem Vorstand des Institutes für Paläontologie der Universität Wien, Herrn o.Univ.Prof. Dr. Gernot Rabeder, der mir das Material zur Bearbeitung überlassen und die Röntgenanlage des Institutes zur Verfügung gestellt hat. Gedankt sei auch all jenen, die das Manuskript korrekturgelesen haben: Prof. Gernot Rabeder, Fr. RTA Sonja Plischke und Frl. Caterina Novák.

8. Literatur:

DERBY, B., 1985: Wolfhohle - A Guidebook Description. - Cambridge Underground 1985, Vol. 3/5:7-9, Cambridge.

HEUCK, F.H.W. & BAST, B.R.G., 1994: Radiologische Skizzen und Tabellen: Peripheres Skelett - Anatomie, Wachstum, Densitometrie, Morphometrie, Masse, Winkel, Krankheiten. - Stuttgart; New York: Thieme.

Tafel 1: Braunbär (Ursus arctos) aus der Wolfhöhle (1623/145): Linkes Schulterblatt mit Trümmerbruch der Gelenkspfanne und des oberen Schulterblattrandes.
Tafel 2: Braunbär (Ursus arctos) aus der Wolfhöhle (1623/145): Linke Speiche mit einem ziemlich glattrandigen Bruch in der Mitte des Knochenschaftes der in Fehlstellung verheilt ist.
Tafel 3: Braunbär (Ursus arctos) aus der Wolfhöhle (1623/145): Linker Oberschenkelknochen mit einem Bruch an der Basis des Schenkelhalses. Man beachte den Abbau des Knochens um den gebrochenen Bereich herum.