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Was ist das?
 
Das ist ein photosynthetisierender Organismus, der Embryonen hervorbringt und zu einer der 265,000 bekannten Arten von Landpflanzen gehört. Er besitzt kein echtes Gefäßsystem und seine dominante Gametophytengeneration wechselt mit einer abhängigen Sporophytengeneration ab, daher ist er ein Bryophyt. Weil seine Blättchen ungelappt und spiralig versetzt angeordnet sind, ist er ein Laubmoos. Sein Stämmchen besitzt keine Rhizoiden und trägt sowohl ausgestreckte, als auch hängende Ästchen; oben bildet eine Vielzahl junger Ästchen ein Köpfchen. Daher ist er ein Torfmoos. Pro Faszikel hat er drei gestreckte Ästchen, die je fünf Blättchenreihen tragen, seine terminale Stämmchenknospe ist unauffällig und er zeigt teilweise rote Färbung: Es ist Sphagnum quinquefarium!
 
  Sphagnum
S. quinquefarium
 
Und hier ist sein Steckbrief:
  Taxonomie
 
 
    Unterscheidung der Torfmoose von anderen Laubmoosen
 
Sphagnum
S. fuscum
 
  Zum Unterschied von Klaffmoosen (Andreaeidae) und Bryidae weisen Torfmoose Kombinationen der folgenden Merkmale auf:
 
Das Protonema, die Jugendform ihrer Gametophyten, ist wenig strukturiert (thallos).

Ihre Stämmchen weisen keine wurzelähnlichen Strukturen (Rhizoiden) auf.

Teilweise sind ihre Gametophytenästchen ausgestreckt, teilweise sind sie hängend.

Der längliche Teil ihrer Sporophyten (Seta) ist nur rudimentär vorhanden, seine Funktion als Stiel wird von einem Pseudopodium, das vom Gametophyten stammt, übernommen.

Die Sporen sind vom Außengewebe (Amphithecium) der jungen Sporenkapsel abgeleitet.

Das zentrale, sterile Gewebe in der sporenbildenen Region ihrer Kapseln (Columella) ist halbkugelförmig.

Die Öffnung der reifen Sporogone erfolgt durch Absprengen ihrer runden Deckeln (stegokarp).

Ihre Sporenkapseln besitzen weder eine vom Archegonium stammende Schutzmembran (Kalyptra), noch einen Zahnkranz rund um ihre Öffnung (Peristom).

 
 
Bestimmungskriterien der Sphagnumarten
 
Zur Bestimmung von Sphagnum braucht man Erfahrung, und mitunter ist sie ohne Mikroskop nicht durchführbar. Folgende Kriterien werden zur Unterscheidung zwischen den Arten verwendet:
 
Zahl der Ästchen pro Faszikel

Zahl der hängenden und abstehenden Ästchen, sowie deren Differenzierungsgrad

Form der Astblättchen (squarros, kappenförmig, usw.)

Orientierung der Stammblättchenspitze (nach oben oder nach unten zeigend, bzw. horizontal)

Köpfchenform

Größe und Deutlichkeit der terminalen Knospe

Sekundäre Pigmente

Form und Lage der Chlorozyten

Spiralverstärkung der Hyalozyten

Zahl und Größe der Poren, Vorhandensein eines Ringes um die Poren

Struktur der Hyalozytenzellwände (papillös oder andere Ornamentationen)

 
 
  Sphagnum
S. teres,
mit squarrosen Blättchen

 
  Liste der Sphagnumarten Österreich
 
 
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