Forum Archaeologiae - Zeitschrift für klassische Archäologie 14 / III / 2000

DER GRABBAU I AN DER GRÄBERSTRASSE VON ST. MARTIN / RAAB

Bei den seit 1997 vom Institut für Archäologie der Universität Graz im Rahmen des Projektes "Römische Siedlung und Gräberstraße in St. Martin/Raab" im südlichen Burgenland durchgeführten Ausgrabungen [1] konnten im Bereich einer Niederterrasse, die sich nördlich der von St. Martin/Raab nach Neumarkt/Raab führenden Gemeindestraße (Parz. 385/2) erstreckt, die Reste einer römischen Gräberstraße mit Grabbauten und Grabhügeln festgestellt werden [2].

Abb. 1: Plan des Grabungsareals des Jahres 1998 mit den Grabbauten I und II im Bereich der römischen Gräberstraße von St. Martin/Raab auf den Parz. 199-201 der KG St. Martin/Raab (Planzeichnung M. Pochmarski-Nagele)

Parallel zu den 1997 im Siedlungsareal begonnenen Arbeiten [3] wurde von W. Artner auf der im Bereich der Gräberstraße gelegenen Parz. 200 (KG St. Martin/Raab) eine Notgrabung durchgeführt [4]. Hier waren ausgepflügte Bruchsteine aus Basalttuff beobachtet sowie Marmorfragmente aufgelesen worden. Nun konnten auf einem begrenzten Gebiet Grabungen durchgeführt werden. Diese führten zur Freilegung des rechteckigen (3,80 x 3 m) Fundamentes eines Grabbaues (Abb. 1). In einer südlich des Grabbaufundamentes gelegenen Grube konnten einerseits Reste von Leichenbrand und Grabbeigaben gefunden werden, die eine Datierung des Grabbaues um die Mitte des 2. Jhs. n. Chr. nahe legen, andererseits aber auch drei Architekturstücke aus Marmor (Grabbaublöcke 1-3 [5]: Abb. 2-4) und das Fragment einer Marmorstatuette [6] (Abb. 5). Bereits Artner hat diesen Befund zu Recht mit einem zweigeschossigen Grabbau in Verbindung gebracht [7].


Abb. 2: Grabbaublock 1 aus der Grube 1 südlich von Grabbau I auf Parz. 200 der KG St. Martin/Raab (Aufnahme M. Pochmarski-Nagele)

Abb. 3: Grabbaublock 2 aus der Grube 1 südlich von Grabbau I auf Parz. 200 der KG St. Martin/Raab (Aufnahme M. Pochmarski-Nagele)

1998 konnten die Ausgrabungen im weiteren Bereich dieses Grabbaufundamentes auf den Parz. 199-201 der KG St. Martin/Raab mit einer zweiten Grabungskampagne fortgesetzt werden [8]. Den eigentlichen Grabungsarbeiten waren von B. Music (Archäologisches Institut der Universität Laibach) auf den Parz. 200-204 durchgeführte geophysikalische Untersuchungen vorangegangen, bei denen südwestlich vom ersten Grabbaufundament starke Anomalien festgestellt wurden, die von ihm als Fundament eines zweiten Grabbaues interpretiert wurden. Im Verlauf der Grabungen konnte das Fundament von Grabbau I, dessen westlicher Abschluss bei den Untersuchungen von Artner noch nicht zur Gänze freigelegt worden war, an der W- und an der O-Seite jeweils völlig freigelegt werden, so dass man eine gute Vorstellung vom Aufbau des Fundamentes erhält, die mit den von Artner an der S-Seite des Fundamentes angestellten Beobachtungen gut übereinstimmt (Abb. 6) [9].

Abb. 4: Grabbaublock 3 aus der Grube 1 südlich von Grabbau I auf Parz. 200 der KG St. Martin/Raab (Aufnahme M. Pochmarski-Nagele)


Abb. 5: Akroterfigur von Grabbau I aus der Grube 1 südlich von Grabbau I auf Parz. 200 der KG St. Martin/Raab (Photo M. Pochmarski-Nagele)

Das Fundament war in Trockenmauertechnik aus Basalttuff errichtet worden. Es ist an der W-Seite im südlichen Abschnitt noch in vier Lagen von Basalttuffsteinen bis zur einer Höhe von 0,60-0,70 m, im nördlichen aber nur mehr in drei Lagen bis zu einer Höhe von 0,40-0,45 m erhalten [10]. Die oberste Steinschar aus Basalttuff dürfte im nördlichen Teil vom Pflug bereits ausgerissen worden sein. Zwischen den Basalttuffsteinen liegen rötlicher, schotteriger Sand bzw. vereinzelt Rollsteine als Füllmaterial für das Trockenmauerwerk. Auffällig ist dabei, dass für die Anlage des Fundamentes kein Fundamentgraben errichtet wurde; vielmehr wurde das Fundament mit seiner untersten Steinlage direkt auf den gewachsenen Boden gesetzt, was durch einen 1 x 1 m großen Schnitt in der Mitte des Fundamentes verifiziert werden konnte [11].

Abb. 6: Fundament von Grabbau I auf der Parz. 200 der KG St. Martin/Raab (Photo E. Pochmarski)

Von großem Interesse waren die in der Umgebung des Grabbaufundamentes festgestellten Gräbchen, die sich wohl auf eine Einfassung des zum Grabbau gehörigen Grabbezirkes beziehen lassen (Abb. 1). Die in den gewachsenen Boden aus orangegelbem Lehm eingetieften Gruben waren mit graubraunem Lehm verfüllt, wobei sich im Füllmaterial Basalttuffsteine, Rollsteine und Holzkohlestücke fanden, weiters auch Marmorbruchstücke, Keramikfragmente und vereinzelt kleine Leichenbrandstücke. Die Gräben finden sich auf allen Seiten des Grabbaues, wobei die Entfernung von der Fundamentaußenkante im N 6,50 m, im O 5,00 m, im S 7,70 m und im W ab der Mitte der Außenkante 4,50 m beträgt. Dabei verlaufen die Gräbchen südlich, östlich und nördlich des Fundamentes - so weit sich das auf dieser Seite feststellen lässt - parallel zu dessen Außenkante, während der sehr deutlich ausgeprägte, breite Graben im Westen des Fundamentes schräg zu dessen westlicher Seite angelegt war; allerdings gabelt sich dieser Graben in zwei Arme, von denen der westliche im Gegensatz zum östlichen annähernd parallel zum Fundament verläuft, was auf eine Planänderung bzw. zwei aufeinander folgende Phasen schließen lässt. Die Breite der Gräben schwankte zwischen 0,50 bis 1 m, sie reichten in eine Tiefe von 0,75-0,90 m [12].


Abb. 7: Grabbaublock 4 aus der Grube 2 südlich von Grabbau I auf Parz. 200 der KG St. Martin/Raab (Aufnahme M. Pochmarski-Nagele)
Südlich des Fundamentes konnte in einem Abstand von 1,5 m zu der bereits 1997 negativ ausgenommenen Grube [13] eine weitere Grube von 2 m Durchmesser und 0,80 m Tiefe festgestellt werden, in der sich ein weiterer Marmorblock [14] (Grabbaublock 4: Abb. 7) fand, der wie die in der Grube von 1997 gefundenen drei Marmorblöcke zum Aufbau des Grabbaues gehört haben muss. In dem Graben westlich des Fundamentes wurde in einer Tiefe von 0,70 m ein fragmentiertes Kompositkapitell (Abb. 8) ausgegraben [15], das im Verein mit den 1997 gefundenen Architekturteilen eine Rekonstruktion des Grabbaues als zweigeschossige Aedicula mit prostylen Säulen im Obergeschoß erlaubt. Im Einzelnen lassen sich die gefundenen Architekturteile am ehesten auf folgende Teile einer Aedicula vom Säulenfronttypus nach dem Vorbild des Spectatier- bzw. Ennius-Monumentes in Sempeter beziehen [16].
Abb. 8: Kompositkapitell aus dem Graben westlich des Fundamentes von Grabbau I (Aufnahme M. Pochmarski-Nagele)

Zum Stufenunterbau gehört der Grabbaublock 2 (Abb. 3), der aufgrund der Klammerlöcher an der Oberseite nach beiden Seiten horizontal verbunden war und aufgrund des Dübelloches in der Mitte auch eine vertikale Verbindung hatte. Aus dem Längenmaß von 1,25 m ließe sich eine Gesamtlänge von ca. 3,75 m erschließen, was gut mit der Länge der untersten Stufe des Spectatiermonumentes in Sempeter (3,80 m) übereinstimmen würde [17]. Der Grabbaublock 1 (Abb. 2) dürfte zu dem einen den Sockelteil des Grabbaues mit einem abgestuften, fallenden Profil abschließenden Gesimsblock gehört haben. Er ist nach links wegen eines Klammerloches und der abgestuften Ausarbeitung auf Anschluss zu einem weiteren Gesimsblock gearbeitet. Die rechte Seite ist zu stark bestoßen, um noch Reste eines Kopfprofiles bzw. Anschlusses erkennen zu können. Als für den Aufbau wirksames Längenmaß - ohne die Überschneidung mit dem links anschließenden Gesimsblock - ergibt sich eine Länge von ca. 1,10 m. Diese lässt sich wiederum in Beziehung zu dem Längenmaß des oberen Gesimsblockes des Spectatiermonumentes bringen, der eine Länge von 3,07 m hat [18], so dass für den Grabbau I drei Gesimsblöcke mit einem Maß von ca. 1,00-1,10 m anzunehmen wären. Es dürfte sich demnach am ehesten um den mittleren Block handeln. Bei dem sehr schlecht erhaltenen Kompositkapitell (Abb. 8) handelt es sich um ein dreiteiliges Vollblattkapitell mit zwei Reihen von Blättern, die nur mehr im Umriss zu erkennen sind; zwischen den Voluten sind an der Vorderseite und an der rechten Seite die Umrisse der Kaulis zu erkennen, aus der die Kelchblätter und Voluten hervorwachsen [19]. Das Kapitell lässt sich typologisch gut mit einem Kapitell (H ca. 0,23 m) aus Sempeter vergleichen, das zusammen mit einem Säulenschaft und einer Säulenbasis nach den Maßen (H 1,74 m) zur Rekonstruktion der Säulenfront des Ennius-Monumentes verwendet wurde [20]. Das Kapitell vom Grabbau I aus St. Martin/Raab ist mit einer Höhe von 0,17 m etwas niedriger als dieses Kapitell; die von J. Klemenc, V. Kolsek und P. Petru für die Kapitelle des Spectatier- und des Enniusmonumentes errechneten Höhen von 0,368 bzw. 0,283 m [21] können aufgrund des maßstäblichen Vergleiches nicht stimmen: aus der Rekonstruktionszeichnung ergeben sich die Höhen der jeweiligen Kapitelle mit ca. 0,30 m bzw. ca. 0,23 m. Die weibliche Gewandfigur, von der nur die Unterschenkel und das sie bedeckende Gewand bzw. die Standfläche erhalten sind, lässt sich am ehesten als Akroterfigur deuten. Die beiden Grabbaublöcke drei und vier hingegen können wegen ihrer mangelnden Signifikanz kaum in einer Rekonstruktion des Grabbaues untergebracht werden. Diese kann nach dem Vorbild des Ennius-Monumentes in Sempeter erfolgen [22], wobei angesichts der geringen Anzahl erhaltener Architekturstücke jeder Rekonstruktionsvorschlag nur hypothetisch sein kann.
Die Gräben um den Grabbau lassen sich mit großer Wahrscheinlichkeit als Einfassungen des Grabbezirkes interpretieren. Die Basalttuffsteine und Marmorbruchstücke im Füllmaterial zeigen, dass die Gräben nachträglich mit Teilen vom Fundament bzw. vom architektonischen Aufbau des Grabbaues verfüllt wurden. Die in den Gräben durchwegs in höheren Lagen gefundene Keramik dürfte gleichfalls zum Zeitpunkt der Verfüllung der Gräben in diese geraten sein, aber von Grabanlagen aus dem Bereich des Grabbezirkes stammen. Bis auf die Fragmente eines Soldatentellers (Nr. K 7), der sich nach Artner [23] in das 2. Jh. n. Chr. datieren lässt, sind die wenigen Keramikbruchstücke allerdings für Datierungen kaum verwertbar. Artner wollte den Grabbau anhand der in der ersten Grube gefundenen Keramik um die Mitte des 2. Jhs. n. Chr. datieren [24]. Diese Datierung dürfte sich auf die 2. Hälfte des 2. Jhs. n. Chr. präzisieren lassen. Die Zerstörung des Grabbaues wäre dann zu einem nicht näher bekannten späteren Zeitpunkt erfolgt; die z.T. stark ausgewaschenen Architekturstücke dürften länger im Freien gelegen sein, bevor sie in die Grube gerieten.
Eher enttäuschend war der Befund im Bereich des bei den Bodenwiderstandsmessungen von Music georteten zweiten Grabbaufundamentes. Festgestellt werden konnte eine annähernd ovale Kieselrollierung von maximal 3,20 m Länge und 2,40 m Breite (Abb. 1). Es handelt sich dabei um kleine bis mittelgroße Flusskiesel, die eher locker in das lehmige Erdreich gesetzt sind. Die Kieselrollierung hatte eine Stärke von nur 0,10-0,12 m und liegt in einer Tiefe von nur 0,31 m unter der HUK direkt unter dem Ackerhumus. Für die von Music nördlich des Fundamentes gemessenen und als Architekturreste interpretierten Anomalien konnten keinerlei Hinweise gefunden werden. Zwischen den Flusskieseln fand sich eine schlecht erhaltene Kniefibel, deren Typus sich nach Chr. Gugl [25] in die spätantoninisch-severische Zeit datieren lässt, womit ein Anhaltspunkt für die Datierung von Grabbau II gewonnen ist. Allerdings lassen sich keinerlei Aussagen über das Aussehen dieses Grabbaues machen, da er nur sehr seicht fundamentiert war und das Aufgehende gänzlich verschwunden ist. Es stellt sich die Frage, ob die Kieselrollierung nicht überhaupt als Unterlage für ein Hügelgrab in Form eines Brandflächengrabes [26] gedient haben könnte. Jedenfalls befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft von Grabbau I auf der Parz. 199 ein großer, allerdings sehr stark verschliffener Grabhügel, ein zweiter Grabhügel liegt auf der Parz. 195 (KG St. Martin/Raab) auf der Trasse der Gräberstraße, ein dritter auf den Parz. 2621 und 2622/1 (KG Neumarkt/Raab) [27].

[1] Die 1997 begonnenen und seither in jährlichen Grabungskampagnen fortgesetzten Ausgrabungen werden vom Institut für Archäologie der Universität Graz im Rahmen des Naturpark Raab mit Unterstützung des Burgenländischen Landesmuseums und der MG St. Martin/Raab durchgeführt.
[2] So konnte nördlich der Volksschule von St. Martin/Raab auf der Parz. 2616 (KG Neumarkt/Raab) bereits 1964 eine zu einer Grabstele oder einem Grabbau gehörende Grabfigur aus Marmor gefunden werden (vgl. M.-L. Krüger, CSIR Ö I 5, 33f. Savaria Nr. 3), die in das Burgenländische Landesmuseum (Inv.-Nr. 24933) gelangt ist. 1981 konnte von K. Kaus auf der Parz. 2624/1 (KG Neumarkt/Raab) ein durch Ackerung stark eingeebneter Grabhügel mit den Resten der Bestattung und einem Fundamentstein für eine Grabstele (jetzt vor dem Ausstellungsraum auf dem Marktplatz von St. Martin/Raab) freigelegt und dokumentiert werden (K. Kaus, AustrRom 31 ,1981, 20; ders., Grabformen und Einbauten in Grabhügeln des Burgenlandes, in: 4. Internationale Tagung über römerzeitliche Hügelgräber, Veszprém 1996, Balácai Közlemények 5 [1997] 87 Nr. 3, Neumarkt 1981).
[3] Vgl. E. Pochmarski - M. Pochmarski-Nagele, AustrRom 47, 1997, H. 3/4, 2ff.; diess., FuBerÖ 36, 1997, 834ff.
[4] Vgl. W. Artner, AustrRom 47, 1997, H. 1/2, 2ff.
[5] Grabbaublock 1 (Abb. 2): Gesimsblock: L 1,21 m, B 0,865 m, H 0,145 m; weißer, grobkörniger Marmor; der Block ist ringsum bestoßen und zeigt an der Oberseite starke Auswaschungen von der Lagerung in fließendem Wasser; die Unterseite ist mit dem Spitzmeißel grob gepickt und hat in der Mitte ein rechteckiges Dübelloch sowie ein Klammerloch an der linken Seite. Gesimsblock mit Resten eines abgestuften, fallenden Profils an der Vorderseite.
Grabbaublock 2 (Abb. 3): Block vom Stufenunterbau: L 1,25 m, B 0,605 m, H 0,25 m; weißer, grobkörniger Marmor; Vorderseite sehr gerade geschnitten, Rückseite Auswaschungsspuren (Längsrillen durch Wassereinwirkung); Oberseite: mit dem Spitzmeißel gepickt; in der Mitte rechteckiges Dübelloch, an den beiden Schmalseiten Klammerlöcher (das rechte weitgehend ausgebrochen).
Grabbaublock 3 (Abb. 4): L 0,66 m, B 0,42 m, H 0,12 m; weißer, grobkörniger Marmor; ringsum bestoßen, an den Schmalseiten Auswaschungsspuren, die Oberfläche ist verwaschen und zeigt keine Bearbeitungsspuren; sie war wohl ursprünglich glatt.
Der Marmor ist an allen Blöcken durch die Lagerung im Lehm braun verfärbt. Eine Untersuchung des Marmors durch Prof. Müller (Universität für Bodenkultur, Wien) ist im Laufen. Am ehesten dürfte es sich bei dem auch sonst im Municipium Salla gern verwendeten Marmors vom Bachern handeln: vgl. E. Pochmarski, xxx.
[6] Fragment einer weiblichen Gewandfigur (Akroterfigur) (Abb. 5): H 0,21 m, B 0,125 m, T 0,11 m; weißer, grobkörniger Marmor, überzogen mit Wurzelfasern und Sinter (vor allem an der Vorderseite); Unterteil einer Gewandfigur mit angearbeiteter Plinthe; Figur von den Knien abwärts erhalten, darüber glatter Bruch; Unterschenkel und Gewandfalten stark verwaschen; Rückseite grob mit dem Spitzmeißel geglättet, aber nicht ausgearbeitet; wohl weibliche Gewandfigur mit zurückflatterndem Gewand; die Füße sind weit auseinander gestellt, das Gewand legt sich eng an die Beine an; rechts sind noch drei Faltenzüge erkennbar. Wohl Mittelakroter des Grabbaues.
[7] z.B.: Sempeter, Spectatier- und Ennius-Monument: J. Klemenc - V. Kolsek - P. Petru, Anticne grobnice v Sempetru (1972); V. Kolsek, Römische Nekropole in Sempeter (1997).
[8] Vgl. E. Pochmarski - M. Pochmarski-Nagele, AustrRom 49,1 999, H. 1/2, 2ff.; diess., FuBerÖ 37, 1998, 751ff.; diess., Archäologie Österreichs 10/1, 1999, 19.
[9] Vgl. Artner a.O. 3.
[10] Vgl. Pochmarski - Pochmarski-Nagele, AustrRom 49, 1999, 3 Abb.2; diess., FuBerÖ 37, 1998, 752 Abb. 469.
[11] Vgl. Pochmarski - Pochmarski-Nagele, AustrRom 49, 1999, 3; diess., FuBerÖ 37, 1998, 752; diess., Archäologie Österreichs 10/1, 1999, 19.
[12] Vgl. Pochmarski - Pochmarski-Nagele, AustrRom 49, 1999, 3f.; diess., FuBerÖ 37, 1998, 752; diess., Archäologie Österreichs 10/1, 1999, 19.
[13] Vgl. Artner a.O. (Anm. 4) 3f.
[14] Grabbaublock 4 (Abb. 7): L 0,53 m, B 0,28 m, H 0,10 m; weißer, grobkörniger Marmor; ringsum bestoßen; an der Vorder- und an der Rückseite Auswaschungsrillen, an der Oberseite Klammerloch.
[15] Kompositkapitell (Abb. 8): H 0,17 m, B 0,244 m, T 0,215 m; grobkörniger, weißer Marmor; Oberfläche stark versintert bzw. verwaschen; Abakusteil durch einen Sprung in der Sedimentschichte abgesetzt; von den Voluten ist die linke vordere im Ansatz erhalten, während die rechte vordere und beide hinteren Voluten fehlen; zwei Reihen von Blättern sind im Umriss erkennbar; zwischen den Voluten sind an der Vorderseite und an der rechten Seite die Umrisse der Kaulis zu erkennen, aus der die Kelchblätter hervorwachsen.
[16] Vgl. H. Gabelmann, Römische Grabbauten der frühen Kaiserzeit (1979) 10. 27f.; H. v. Hesberg, Römische Grabbauten (1992) 155ff.
[17] Rekonstruktionszeichnung des Spectatier-Monumentes nach Klemenc - Kolsek - Petru a.O. (Anm. 7) 16.
[18] Klemenc - Kolsek - Petru a.O. (Anm. 7) 28 Nr. 46 Taf. 6. 55.
[19] Vgl. A. Kiss, Pannonische Architekturelemente und Ornamentik in Ungarn (1987) 114ff. bes. 119ff.
[20] Klemenc - Kolsek - Petru a.O. (Anm. 7) 49 Nr. 312 Taf. 19: aus der Relation zwischen Säulenhöhe (1,74 m) und dem Kapitell lässt sich dessen Höhe mit ca. 0,23 m errechnen.
[21] Rekonstruktionszeichnung des Spectatier-Monumentes bzw. des Ennius-Monumentes nach Klemenc - Kolsek - Petru a.O. (Anm. 7) 16. 12.
[22] Vgl. Pochmarski - Pochmarski-Nagele, AustrRom 49, 1999, 5f. Abb. 5. 7; diess., FuBerÖ 37, 1998, 752 Abb. 472.
[23] W. Artner, Die provinzialrömischen Gräber von Gleisdorf in der Oststeiermark, MUAG 38/39, 1988/89, 29.
[24] Artner a.O. (Anm. 4) 3.
[25] Chr. Gugl, Die römischen Fibeln aus Virunum (1995) 35.
[26] Vgl. O.H. Urban, Das Gräberfeld von Kapfenstein (Steiermark) und die römischen Hügelgräber in Österreich (1984) 49ff.
[27] Von diesen Grabhügeln soll jedenfalls jener auf der Parz. 199 der KG St. Martin/Raab bei der vierten Grabungskampagne des Jahres 2000 freigelegt werden, da vom Grundstückseigentümer in diesem Bereich Planierungsarbeiten beabsichtigt sind.

© Erwin Pochmarski - Margaretha Pochmarski-Nagele, Graz
e-mail:
erwin.pochmarski@kfunigraz.ac.at

This article will be quoted by E. Pochmarski - M. Pochmarski-Nagele, Der Grabbau I an der Gräberstraße von St. Martin/Raab, in: Altmodische Archäologie. Festschrift für Friedrich Brein, Forum Archaeologiae 14/III/2000 (http://farch.net).



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