eBusiness Class

Pilotprojekt mit dem Forum

der Oesterreichischen Computer Gesellschaft



Eine vom Arbeitskreis eLogistics Academy 2004 durchgeführte Befragung ergab, dass Logistik-Unternehmen bei Hochschulabgängern mangelnde praktische Erfahrung als gravierendes Defizit angeben. Gleichzeitig zeigen Befragungen an den Universitäten, dass bei vielen Studierenden der Wunsch nach angewandten Themenstellungen und praxisbezogenen Lehrveranstaltungen besteht.

Das Forum eLogistics der Oesterreichischen Computer Gesellschaft stellt seine Funktion als Plattform für eLogistics- und IKT-Praktiker, -Berater, -Wissenschafter, akademische Lehrer und Studierende zur Verfügung um durch ein Pilotprojekt diesem Mangel entgegenzuwirken.

Die beteilgten Personengruppen im Pilotprojekt eBusiness Class sind einerseits Unternehmen, die im Logistikbereich operieren, andererseits Studierende der Studienrichtungen Internationale Betriebswirtschaft, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik. Typischerweise haben Unternehmen mit angewandter Logistik zu tun: sei es innerbetrieblich, im Rahmen einer Supply Chain, als Berater, als Softwarehersteller oder einfach nur als Nutzer von Informationssystemen. Durch jahrelange Erfahrung in ihrer Branche haben sie die Kompetenz entwickelt, komplexe Entwicklungen abzuschätzen und in einem kompetitiven Umfeld Entscheidungen zu treffen.

Hingegen verfügen die hier involvierten Studierenden über Know-how, die Infromationsbasis für diese Entscheidungsprozesse weiter auszubauen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Die Kompetenzen reichen von Techniken aus dem Bereich von Optimierungsverfahren, der Geschäftsprozeßmodellierung, und Prozeßsimulationen, über Kosten-/Nutzenkalkulationen, Implementationstechniken, Internet- und Literaturrecherchen bis hin zur Anwendung diverser Softwarepakete (z.B. Arena, SAP, Adonis, MS-Project, SPA etc.).

Im Pilotprojekt eBusiness Class bekommen Unternehmen und Studierende nun die Möglichkeit in mehrfacher Hinsicht voneinander zu profitieren:
Unternehmen übernehmen die „Patronanz“ für eine Praktikumsarbeit eines Studierenden indem sie aktuelle Themenstellungen mit einem eLogistics-Bezug vorgeben und die Arbeit aktiv bis zu ihrem Abschluß begleiten. Der Arbeitsumfang eines Themas kann von insgesamt zwei Personenwochen (Praktikum) bis zu mehreren Personenmonaten (Bakkalaureats- bzw. Diplomarbeit) reichen. da die Kandidaten ihr Studium weiterführen, orientiert sich die Abwicklung selbst am akademischen Jahr und wird in der Regel über ein oder zwei Semester laufen. Die Praktikanten liefern normalerweise einen schriftlichen Entwurf zur Problemstellung und Herangehensweise am Beginn, einen Zwischen- und Endbericht; sowie eine Endpräsentation. Während der Mehrwert für das Unternehmen der direkte Zugang zu innovativen  Verfahren und Methoden bildet, ist es für den Studierenden der Praxisbezug sowie die Kooperation mit dem Logistik- oder IT-Unternehmen, die seinen   „Marktwert“ erhöht und seinen beruflichen Einstieg erleichtert.
 
 

eBusiness Class
WIN-WIN
Unternehmen
Studierende
  • Zugang zu aktuellen theoretischen Wissensinhalten
  • Einblick in Praxis und Tagesgeschäft von (e)Logistik-Unternehmen
  • Update von Stellenprofilen
  • Erwerb von hands-on experience als Zusatzqualifikation
  • Unverbindliche Vorselektion potenzieller zukünftiger Mitarbeiter
  • Chance, konkretes (e)Logistik-Unternehmen "von innen" kennenzulernen und sich zu präsentieren

Die Organisation einer eBusiness Class reicht von der Themen- oder Aufgabenstellung bis zum Endbericht. Nach Absprache mit dem jeweiligen Unternehmen können Themen auch im Team bearbeitet werden oder mehrfach vergeben werden. Im Rahmen des Match-makings wird "Angebot" und "Nachfrage" bestmöglich abgestimmt: zu jedem vorgeschlagenem Thema werden jene Studierenden vorgeschlagen, deren Interessensschwerpunkte am besten zur Aufgabenstellung passen.

Unternehmen: Logistiker, Berater, Softwarehersteller
bieten an: aktuelle Problemstellungen, Realdaten, Kontakte
fragen nach: Absolventen mit Praxiserfahrung, State-of-the-Art
Studierende der Studienrichtungen: Internat. Betriebswirtschaft, Wirtsch.informatik
bieten an: Optimierungsverfahren, Modellierungs- und Simulationstechniken
fragen nach: Anwendung des Gelernten, Zusatzqualifikationen zur Erhöhung des eigenen „Marktwerts“
Arbeitsumfang (bei den Angaben handelt es sich nur um ungefähre Richtwerte,die Abwicklung selbst wird jedoch immer über ein, zwei oder drei Semester laufen, da die Kandidaten ihr Studium weiterführen):
Praktikum: 2 Personenwochen
Bakkalaureatsarbeit:  2 Personenmonate
Diplomarbeit: 3,5 Personenmonate
Thema Firma Volumen
Security in multimodal corridors
Paradigma
Praktikum
Gefahrguttransport in Österreich
Paradigma Praktikum
LBase - TMS
transflow
Praktikum
Erstellung einer Ausschreibungsdatenbank für Österreich als CRM-Tool

easyclick Praktikum
e-procurement in der öffentlichen Verwaltung: Eine Bestandsaufnahme

easyclick Praktikum
e-procurement in der Krankenhausverwaltung: Eine Bestandsaufnahme

easyclick Praktikum
front 2 back - Harmonisierung eines bestehenden Front- und Backofficesystems
CONSULT.IT
Praktikum
Technische Infrastruktur zur Gebäudebewirtschaftung
stein:ringer
Praktikum
Wissensbilanzierung im R&D
ec3
Praktikum
Prozessoptimierung von Fremdbearbeitungen
Allweiler AG
Diplomarbeit
Telematikgestützter Güterverkehr TINA Vienna
Praktikum
Simulation eines Mehrdepotproblems
Paradigma Praktikum

 
Kandidat Kommentar Volumen
Matthias Bühler

Spezialisierung: Supply Chain- und Produktionsmanagement, Human Resources, Marketing 
Themenpräferenz: Kommunikation oder Analyse 
Diplomarbeit
Andrea Deakova

Spezialisierung: Produktions- und Industriemanagement  Diplomarbeit
Philipp Hasenzagl

Themenpräferenz: 
Logistikmanagement in Öko- bzw. 
Biokonsumgüterbranche
Diplomarbeit
Magdalena Iskreva

Schwerpunkt: Logistikmanagement
Themenpräferenz: Kommissionierung
Diplomarbeit
Christian Nebenführ

Spezialisierung: 
Produktion/Logistik sowie
Energie- und Umweltmanagement
Praktikum oder Diplomarbeit
Michaela Wolf

Schwerpunkte: 
Produktion und Logistik, sowie
Organisation und Planung
Diplomarbeit

last update June 1st, 2005 [Christine Strauß]