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Rezension von Lernsoftware
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In der Evaluation der medialen Präsentation eines CBT ist die Art der verwendeten Medien, die Begleitmedien, die mediale Navigation, die Qualität der medialen Präsentation, die technische Qualität und die multimediale Komposition zu beurteilen.

Das CBT "Systemtheorie verstehen" verwendet als Medien Wissenslandkarten, Fließtext und Transskripte sowie Videos. Als Begleitmedium gibt es einen kurzen Text mit Installationshinweisen und zu Navigationsstrategien. Die verwendeten Medien sind durchweg ansprechend gestaltet. Die Wissenslandkarten sind übersichtlich. Die Videoaufnahmen der Interviews werden mit recht kleinen, aber ausreichenden Bildern wiedergegeben; die Tonqualität ist gut.

Die mediale Navigation ist wirklichkeitsgetreu. Sie bietet keine Modelle, verwendet aber die Analogie des Netzes als Sinnbild für die Theoriearchitektur der Systemtheorie - ein guter Ansatz, dessen Umsetzung in die operative Logik jedoch nicht gelungen ist.

Die Gestaltung des Bildschirmaufbaus ist in bezug auf die Farbkomposition gut gelungen. Allerdings ist das CBT mit einer festen Auflösung implementiert. Bei einer Auflösung von 1024X768 führt das zu einem recht großen schwarzen Rand, der viel Fläche verschenkt. Die Textfenster sind dagegen eher klein geraten; zum lesen der oft mehrseitigen Texte ist daher viel Blätterei erforderlich. Dabei wird weder die Gesamtseitenzahl angezeigt (manchmal erscheint auch eine falsche Gesamtseitzenzahl) noch ist ein gezielter Sprung zu einer bestimmten Seite möglich. Hier stellt sich die Frage, warum die Lernsoftware nicht mit Internettechnologien statt mit dem Macromedia Director realisiert wurde, was auch die Möglichkeit einer Verfügbarmachung im Internet eröffnet hätte.

Die Steuerungsmittel sind ungewöhnlich plaziert; die Plazierung erschließt sich jedoch schnell und ist dann gut zu handhaben. Der Bildschirmaufbau ist weitgehend einheitlich. Die Netzanalogie wird jedoch nicht konsequent durchgehalten. Insbesondere die Interviews sind nicht in die Netzstruktur eingebunden.

Die Multimedialität (insbesondere die Videoaufnahmen) ist passend und wirkt motivierend. Der Inhalt wird dadurch sinnvoll ergänzt. Die während des Interviews mitlaufenden Transskripte sind allerdings kaum zu lesen, da die Transskripte länger sind als der gesprochene Text. Zwar wird der aktuelle Textabschnitt hervorgehoben. Die automatischen Sprünge machen die Lektüre jedoch weitgehend unmöglich.

Insgesamt ist die Qualität der medialen Gestaltung befriedigend.