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Frisch erschienen: Aufsatz über einen Auswanderungsskandal in der Habsburgermonarchie

Der Aufsatz zeigt die weltweiten, regionalen und lokalen Verflechtungen eines Auswanderungsskandal in der Habsburgermonarchie kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Unterschiedliche politische, wirtschaftliche Interessen sowie eine Medienkampagne ließen die Emotionen hoch gehen.

Die Auswanderungsaffäre von 1913/14, oder: Kapeller im Kriminal. In: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 71/1 (2023), 83–111.

Erschienen in einem Sonderheft zu Ehren Andreas Kappelers 80. Geburtstag:

Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 71/1 (2023).

Frisch erschienen: Artikel zur Integration der russischen Minderheit in der Ukrainischen Volksrepublik

Dieser Aufsatz untersucht den Wandel des politischen Selbstverständnisses der in der revolutionären Ukraine lebenden Russen anhand des Ministeriums für großrussische Angelegenheiten, das von Herbst 1917 bis Sommer 1918 in der Ukrainischen Volksrepublik bestand.

Open access: Vom Staatsvolk zur nationalen Minderheit. Das Ministerium für Großrussische Angelegenheiten in der Ukraine, 1917–1918. In: Nordost-Archiv 31, 2022, 28–42. = Überarbeitete deutsche Version meines Aufsatzes in Ukrajina Moderna 29, 2020.

Abstract

Die Forschung zur Ukrainischen Revolution hat in den letzten Jahren immer wieder auf die Bedeutung der nicht-ukrainischen Bevölkerung im ukrainischen Staatsbildungsprozess verwiesen. Dabei hat man Juden, Polen und Deutschen mehr Aufmerksamkeit gewidmet als der größten Bevölkerungsgruppe, den Russen. Letztere wurde im Lauf von nur einem Jahr von der Rolle des staatstragenden Volks an der imperialen Peripherie in die Position einer nationalen Minderheit in einem fremden Nationalstaat gedrängt.

Auf der Basis von Akten dieses Ministeriums aus dem Central’nyj Deržavnyj Istoryčnyj Archiv u Kyjevi verweise ich zum einen darauf, dass das großrussische Ministerium aktiver war als landläufig angenommen. Zum anderen zeige ich, dass sich dieses Ministerium im Kontext der beiden anderen Minderheitenministerien verstand und somit eine kooperative und konstruktive Rolle im Staatsbildungsprozess einnahm. Das großrussische Ministerium verstand sich nicht nur als reiner Interessensvertreter der russischen Bevölkerung innerhalb der ukrainischen Regierung. Es versuchte ebenfalls, die Voraussetzungen zum Aufbau jener Selbstverwaltungsorgane zu schaffen, die das ukrainische Gesetz über national-personale Autonomie vom Jänner 1918 bot.

Frisch erschienen: Lehrbuch zu nicht-territorialer Autonomie

Gemeinsam mit Kollegen aus der COST Aktion „European Non-Territorial Autonomy Network“ (ENTAN) haben wir das weltweit erste Lehrbuch zu nicht-territorialer Autonomie mit dem Titel: „Non-Territorial Autonomy, An Introduction“ herausgegeben, publiziert von Palgrave MacMillan.

Mein eigener Beitrag umreißt die Geschichte dieses Konzepts zum Schutz nationaler Vielfalt seit dem 19. Jahrhundert.

Für freien Zugang hier klicken.

Frisch erschienen: Objectivising national identity

Mein Aufsatz „Objectivising national identity:The introduction of national registers in the late Habsburg Empire“, erschienen in „Nations and Nationalism“ geht der Frage nach, wie nationale Identität in Habsburgermonarchie festgestellt wurde als nationale Zugehörigkeit zu einer handfesten rechtspolitischen Kategorie wurde.

Börries Kuzmany, Objectivising national identity: The introduction of national registers in the late Habsburg Empire, in: Nations and Nationalism, 2023.  Open Access Link.

Sonderheft in „Nationalities Papers“ zum Umgang mit nationaler Vielfalt

Unsere erste ERC-Projektkonferenz, “Territoriality and Non-territoriality in Accommodating National Diversity” geplant für April 2020 musste leider wegen Covid-19 abgesagt werden. Wir konnten sie aber erfolgreich in die Veröffentlichung einer Sonderausgabe in einer der führenden Zeitschriften für Nationalismusforschung „Nationalities Papers“ umwandeln (Volume 50, Issue 5).

Die Publikation ist jetzt online und kann hier abgerufen werden.

 

Kuzmany, B., Battis, M., & Mulej, O. (2022). Accommodating National Diversity Within States: Territorial and Non-Territorial Approaches Since the Late 19th Century. Nationalities Papers, 50(5), 850-856. doi:10.1017/nps.2022.79

Osterkamp, J. (2022). Imperial Loyalties: Pluralism of Belonging, Territories, and Spaces in the 19th Century. Nationalities Papers, 50(5), 857-870. doi:10.1017/nps.2022.30

Fessha, Y., & Dessalegn, B. (2022). Origins, Relevance and Prospects of Federalism and Decentralization in the Horn of Africa. Nationalities Papers, 50(5), 871-885. doi:10.1017/nps.2022.31

Raspe, J. (2022). Soviet National Autonomy in the 1920s: The Dilemmas of Ukraine’s Jewish Population. Nationalities Papers, 50(5), 886-905. doi:10.1017/nps.2021.109

Klatt, M. (2022). Schleswig and Non-Territorial Autonomy – The Territorial Trap? Nationalities Papers, 50(5), 906-922. doi:10.1017/nps.2021.81

Kuldkepp, M. (2022). The Estonian Swedish National Minority and the Estonian Cultural Autonomy Law of 1925. Nationalities Papers, 50(5), 923-941. doi:10.1017/nps.2021.86

Mulej, O. (2022). Territorial and Non-territorial Aspects in the Autonomist Proposals of the Sudeten German Party, 1937–38. Nationalities Papers, 50(5), 942-962. doi:10.1017/nps.2021.61

Khripachenko, T. (2022). Beyond the Borders of the Fallen Empire: André Mandelstam’s Project for Non-Territorial Autonomy. Nationalities Papers, 50(5), 963-982. doi:10.1017/nps.2022.22

Wernitznig, D. (2022). Contested Territories in the Short Twentieth Century: Sarah Wambaugh (1882–1955), Plebiscites, and Gender. Nationalities Papers, 50(5), 983-1002. doi:10.1017/nps.2021.108

Abschlusskonferenz des NTAutonomy-ERC-Projekts

Das von mir geleitete ERC-Projekt veranstaltet von 15. bis 17. September 2022 seine Abschlusskonferenz unter dem Titel „The Theory and Practice of Non-Territorial Autonomy in Europe: A Historical Perspective. Geladen sind die weltweit führenden Spezialisten zur Geschichte der nicht-territorial Autonomie

Konferenzprogramm

Konferenzbericht auf H-Soz-Kult

ALLE STIPENDIEN BEREITS VERGEBEN! – Ukrainische Wissenschaftler in Bedrängnis

LEIDER SIND BEREITS ALLE STIPENDIEN VERGEBEN!

Ukrainische Wissenschaftler in Bedrängnis

Das NTAutonomy Projekt vergibt zwei Gast-Fellowships an gefährdete ukrainische Forscherinnen und Forscher. Das vorgeschlagene Forschungsprojekt kann auch im weiteren Forschungsfeld zur nicht-territoriale Autonomie liegen. Wir bieten an:

• ein einmaliges Stipendium von 2000 Euro
• einen Arbeitsplatz für die Dauer des Projekts (bis Februar 2023)
• Unterstützung bei der Suche nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten

Wir bitten um einen tabellarischen Lebenslauf, eine einseitige Projektbeschreibung und ein Begleitschreiben an folgende Adresse: ntautonomy.iog@univie.ac.at. Es gibt keine Einreichfrist. Erfolgreiche Bewerber können sofort mit ihrem Forschungsprojekt beginnen. Weiterführende Information zu Unterstützungsmöglichkeiten für ukrainische Wissenschaftler: Link und auch Link

Короткострокові стипендії для українських науковців, що знаходяться у зоні ризику

Наш проект (NTAutonomy) надає дві виїзні стипендії українським науковцям, що знаходяться у зоні ризику. Запропоновані теми дослідження не повинні суворо обмежуватися вивченням нетериторіальної автономії. Що ми можемо запропонувати кожному стипендіату:

• Фінансова винагорода 2000 євро
• Робочий простір у дружньому академічному середовищі на час реалізації нашого проекту (до лютого 2023 року)
• Допомога в пошуку подальшого фінансування

Цей конкурс не обмежено у часі, а оцінка заявок проводиться на постійній основі. Будь ласка, надішліть своє резюме, заяву про дослідження на одній сторінці та супровідний лист на адресу ntautonomy.iog@univie.ac.at. У разі прийняття заявки ви можете почати роботу за стипендією негайно. Інші ресурси для українських науковців можна знайти тут Link а також Link

 

Краткосрочные стипендии для украинских ученых

Проект NTAutonomy предлагает две исследовательские стипендии для украинских ученых, пострадавших в результате войны с Россией. Предлагаемые темы исследовательских проектов не ограничиваются рамками исследований в области экстерриториальной автономии. Каждая стипендия включает в себя:

• 2,000 Евро
• Рабочее место в дружественной академической среде до окончания нашего проекта в феврале 2023 года
• Помощь в поиске дополнительного финансирования

Для того, чтобы подать на стипендию, необходимо прислать одностраничное описание исследовательского проекта, CV и сопровождающее письмо на адрес электронной почты ntautonomy.iog@univie.ac.at. Заявления будут рассмотрены в экстренном порядке, и отобранные кандидаты смогут приступить к работе немедленно. Дополнительные электронные ресурсы для украинских ученых Link и так же Link