FAQs zum Projekt

Überblick


Hier finden Sie einen Überblick über die am häufigsten gestellten Fragen. Durch einen Klick auf die jeweilige Frage gelangen Sie zur Antwort.

Worum geht es in diesem Projekt?

Was sind die Ziele der Studie?

Wer soll/kann an der Studie teilnehmen?

Was wird erhoben? Welche Testungen finden statt? Was muss ich ausfüllen?

Welche Aufgaben kommen im Rahmen der Teilnahme auf mich zu?

Welchen Nutzen habe ich davon? Wie profitiere ich von einer Teilnahme?

Welche Voraussetzungen müssen Kindergärten, PädagogInnen und Kinder erfüllen?

Wann startet meine Teilnahme am Projekt und wie lange dauert diese?

Kostet die Teilnahme etwas?

Wie kann ich teilnehmen bzw. mich anmelden?

Worum geht es in diesem Projekt?

In Österreich gab es bisher erst eine einzige Studie in den 1990er Jahren, in der Kindergartenkinder und ihre Begabungen untersucht wurden. Diese Forschungslücke soll nun mit dem Projekt "BeGIFT(ed)!" geschlossen werden. Dazu sollen KindergartenpädagogInnen geschult werden, durch Reflexionsgespräche mit den Kindern (in Folge "Lerndialoge") deren lernmethodische Kompetenz zu fördern. Denn Lernen (und lernmethodische Kompetenz) gelten als Motoren der Begabungsentwicklung. Nach dem Prinzip: Je besser ich mich und meine Lernprozesse kenne und in Folge steuern kann, umso gezielter kann ich mich weiterentwickeln, also meine Begabungen zur Entfaltung bringen. "Begabt sein" kann also tatsächlich erlernt werden. Diese Methode der "Lerndialoge" kann auf alle Begabungsbereiche (mathematisch, sprachlich, naturwissenschaftlich-technisch usw.) angewandt werden und - unabhängig vom tatsächlichen individuellen Begabungsniveau - in der ganzen Kindergartengruppe eingesetzt werden. Von Lerndialogen profitieren also alle Kinder in einer Gruppe. Ob höher begabte Kinder davon besonders profitieren, soll u.a. in der Studie untersucht werden.

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Was sind die Ziele der Studie?

Neben der erstmaligen Erfassung des Ist-Standes lernmethodischer Kompetenz unter Kindergartenkindern in Österreich soll zunächst der Wissensstand von PädagogInnen bezüglich der frühen Förderung von Begabungen und lernmethodischen Kompetenz erhoben werden.
Ein speziell entwickeltes Training für PädagogInnen soll das Führen sogenannter "Lerndialoge" ermöglichen, um im Anschluss daran zu erheben, ob diese die lernmethodische Kompetenz der Kinder durch regelmäßige Anwendung allgemein steigern können und ob besonders begabte Kinder durch eine solche Förderung deutlicher profitieren.
Schlussendlich sollen Handlungsempfehlungen für die Praxis formuliert beziehungsweise konkretisiert und damit ein wichtiger Beitrag zur Begabtenforschung geleistet werden.

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Wer soll/kann an der Studie teilnehmen?

Insgesamt werden 30-40 Pädagoginnen und 100-150 Kinder im Alter von 5 Jahren begleitet und untersucht (pro Kindergartengruppe 1 Pädagogin und erwartungsgemäß 3-5 Kinder). Davon entscheidet sich die Hälfte der PädagogInnen (15-20 Personen) zur Teilnahme an der sogenannten "Interventionsgruppe": Diese PädagogInnen erhalten ein Training zur Förderung der lernmethodischen Kompetenz im Rahmen der Begabungsförderung und wenden die Methode anschließend regelmäßig im Kindergarten an. Die andere Hälfte der PädagogInnen (15-20 Personen) nimmt als sogenannte "Kontrollgruppe" teil; d.h. es finden zwar die gleichen Erhebungen statt wie in der Interventionsgruppe, der Kindergartenalltag und die Bildungsarbeit laufen aber wie gewohnt ab. Die Meldung zur jeweiligen Gruppe erfolgt freiwillig durch die PädagogInnen selbst.
Es können alle 5-Jährigen teilnehmen, die zwischen 01.05.2010 und 01.11.2010 geboren wurden. Dieser Zeitraum kann jedoch - z.B. wenn nicht mindestens 3 Kinder zwischen dem 01.05. und dem 01.11.2010 geboren wurden - auf 01.05.-31.12.2010 verlängert werden. Das Begabungs-, Entwicklungs- oder Intelligenzniveau der Kinder ist nicht relevant.
Es müssen nicht alle Gruppen eines Hauses teilnehmen. Möglich wäre z.B. die Teilnahme einer Gruppe als Interventionsgruppe, einer zweiten Gruppe als Kontrollgruppe und einer dritten nicht-teilnehmenden Gruppe.

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Was wird erhoben? Welche Testungen finden statt? Was muss ich ausfüllen?

Testung aller teilnehmenden Kinder zu Beginn (Herbst 2015) und am Ende (Frühjahr 2016) der Untersuchung hinsichtlich kognitiver und nicht-kognitiver Begabungsmerkmale mit einem standardisierten Entwicklungs- und Intelligenztest durch die Projektleiterin oder geschulte StudentInnen.
Die Testergebnisse werden durch Beobachtungsdaten der KindergartenpädaogInnen, v.a. in Bezug auf Lern- und Arbeitsverhalten sowie Persönlichkeitseigenschaften der Kinder, ergänzt.
Erfassung der Lernumwelt im Kindergarten zu Beginn (Herbst 2015) mittels standardisierter Beobachtungs- bzw. Ratingverfahren (z.B. Kindergartenskala KES-R; Nürnberger Bildungs- und Lernkapital-Checkliste) durch die Projektleiterin oder geschulte StudentInnen.
Online-Fragebögen werden zu Beginn (Herbst 2015) und am Ende (Frühjahr 2016) an alle teilnehmenden PädagogInnen geschickt zur Erfassung ihres Wissens- und Kompetenzstandes zur frühen Begabungsförderung, insbesondere der Förderung lernmethodischer Kompetenz.
Alle bisher genannten Erhebungen finden sowohl in der Interventionsgruppe als auch in der Kontrollgruppe statt. Die folgenden Erhebungen finden nur in der Interventionsgruppe statt:
Forschungstagebücher werden nach Vereinbarung, z.B. zweimal monatlich, von den TeilnehmerInnen der Interventionsgruppe zur Dokumentation der durchgeführten Lerndialoge und deren Verlauf (z.B. Dauer, Struktur und Inhalt) ausgefüllt. Standardisierte Formulare zum Ankreuzen und Ausfüllen werden zur Verfügung gestellt.
Gruppeninterviews mit den KindergartenpädagogInnen der Interventionsgruppe am Ende der Untersuchung, um deren Rückmeldungen unter anderem zur eventuellen Adaptierung des Trainings, zur Ableitung von Handlungsempfehlungen sowie zur Ausarbeitung von good-practice-Modellen zu nutzen.

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Welche Aufgaben kommen im Rahmen der Teilnahme auf mich zu?

Die teilnehmenden KindergartenpädagogInnen werden als ForschungspartnerInnen in den Untersuchungsprozess einbezogen, das bedeutet z.B., dass Sie selber durch die Dokumentation der Lerndialoge Daten erfassen und zur Verfügung stellen und dass Ihre Rückmeldung über die Methode Einfluss auf eine weitere Verbreitung und Umsetzung nehmen wird.
Je nachdem, ob Sie an der Interventionsgruppe oder Kontrollgruppe teilnehmen wollen, kommen unterschiedliche Aufgaben auf Sie zu. Grundsätzlich sind die Datenerhebungen an Kindern und PädagogInnen in beiden Gruppen gleich, der eigentliche Unterschied liegt darin, ob Sie am Training zur Förderung der lernmethodischen Kompetenz teilnehmen und die Methode in Ihrer Gruppe umsetzen oder nicht.

  • Interventionsgruppe: 15-20 PädagogInnen, jeweils ca. 3-5 5-jährige
  • Kontrollgruppe: 15-20 PädagogInnen, jeweils ca. 3-5 5-jährige [alle grauen Markierungen betreffen auch die Kontrollgruppe]

Organisation:

  • Weitergabe der Elterninformation an Eltern und Einsammeln der Einverständniserklärungen der Eltern der teilnehmenden Kinder
  • Zur-Verfügung-Stellen eines Extraraums für Einzeltestungen von Kindern

Einschulung: 3-4 Halbtage

  • Teilnahme an einer Schulung im Umfang von 3-4 Halbtagen (Grundlagen der Begabungs- und Begabtenförderung; Einführung in Förderung von lernmethodischer Kompetenz als zentraler Aspekt der frühen Begabungsförderung; Führen von Lerndialogen)
  • Begleitung in der Umsetzung (Telefonkontakt, optionales Treffen zur Halbzeit)
  • Halbtägiges Training zur Einführung in die partizipative Forschung und Einschulung in die Erhebungsinstrumente (Hinweise zum Führen der Forschungsdokumentation)

Beteiligung an der Datenerhebung:

  • 2x Ausfüllen eines Fragebogens für PädagogInnen (zu Beginn und am Ende der Studie; jeweils 10-20 min)
  • 2x Ausfüllen eines Beobachtungsbogens zum kindlichen Lern- und Arbeitsverhalten der teilnehmenden Kinder (zu Beginn und am Ende der Studie; pro Kind ca. 5-10 min; für ca. 3-5 Kinder pro PädagogIn)
  • Zustimmung, dass die Projektleiterin oder geschulte StudentInnen die teilnehmenden Kinder für Einzeltestungen aus der Gruppe nehmen darf/dürfen (zu Beginn und am Ende der Studie; pro Kind ca. 45-60 min; bei 3-5 Kindern pro Gruppe werden dafür ca. 2-3 Vormittage benötigt)
  • Zustimmung, dass die Projektleiterin oder geschulte StudentInnen eine Beobachtung zur pädagogischen Prozessqualität mittels Kindergartenskala durchführen darf/dürfen (nicht-teilnehmende Beobachtung, Dauer ca. 2-2,5 Stunden; 1 Interview im Anschluss an die Erhebung mit der/dem PädagogIn, Dauer ca. 15-20 min)

Umsetzung begabungsförderlicher Lerndialoge:

  • Ca. alle 2 Wochen sollte die erlernte Methode (Lerndialog mit den Kindern) einzeln oder in der Kleingruppe mit den teilnehmenden Kindern angewandt werden (Dauer je nach Setting ca. 5-15 min)
  • Die Anwendung soll kurzprotokolliert werden; ein entsprechendes Formular wird zur Verfügung gestellt (Dauer ca. 5 min)
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Welchen Nutzen habe ich davon? Wie profitiere ich von einer Teilnahme?

Wenn Sie sich zur Teilnahme an der Studie im Rahmen der Interventionsgruppe entschließen, dann bedeutet das für Sie:

  • Kostenlose Teilnahme an einem Training (3-4 Halbtage) zum Thema "Förderung der lernmethodischen Kompetenz im Rahmen der frühen Begabungsförderung" sowie Anrechnung auf die Dienstzeit
  • Begleitendes individuelles Coaching und Peer-Coaching bei der Umsetzung im Kindergarten über sechs Monate hinweg (laufende Rückfragemöglichkeit und Angebot eines Vernetzungstreffens zur Halbzeit der Untersuchung im Sinne der Praxisbegleitung)
  • Professionelle Weiterentwicklung im Bereich der frühen Begabungsförderung unter Anknüpfung an den österreichischen BildungsRahmenPlan (Die Projektleiterin ist Mitautorin des österreichischen BildungsRahmenPlans)
  • Rückmeldung über ausgewählte Aspekte der Prozessqualität in Ihrer Gruppe mittels Kindergartenskala (nach Tietze)
  • Mit Einverständnis der Eltern erhalten Sie einen psychologischen Kurzbefund über die Entwicklung der teilnehmenden Kinder als Ergänzung Ihrer Beobachtungsdaten.
  • Vernetzung mit anderen am Thema interessierten KollegInnen
  • Stärkung des Profils der Einrichtung in Richtung Begabungs- und Begabtenförderung

Auch als TeilnehmerIn der Kontrollgruppe ziehen Sie Nutzen aus einer Teilnahme:

  • Teilnahme an der ersten österreichischen Studie, die die Förderung von Begabungen im Kindergarten erforscht. Ihre Teilnahme in der Kontrollgruppe ist für die Auswertung der Ergebnisse von wesentlicher Bedeutung. Ohne Kontrollgruppe können Veränderungen bei den TeilnehmerInnen der Interventionsgruppe nicht auf die Methode der Lerndialoge zurückgeführt werden!
  • Rückmeldung über ausgewählte Aspekte der Prozessqualität in Ihrer Gruppe mittels Kindergartenskala (nach Tietze)
  • Mit Einverständnis der Eltern erhalten Sie einen psychologischen Kurzbefund über die Entwicklung der teilnehmenden Kinder als Ergänzung Ihrer Beobachtungsdaten.
  • Die Teilnahme bedeutet für Sie weniger Zeitaufwand, da die Einschulung in die Methode und die Umsetzung der Lerndialoge entfällt.
  • Alle Informations- und Arbeitsmaterialien, die die Interventionsgruppe erhält, werden auch Ihnen nach Abschluss der Untersuchung zur Verfügung gestellt.
  • Selbstverständlich gibt es für Sie das Angebot, nach Abschluss der Untersuchung ebenfalls eine Fortbildung zum Thema Begabungsförderung kostenlos zu besuchen!
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Welche Voraussetzungen müssen Kindergärten, PädagogInnen und Kinder erfüllen?

  • Der Kindergarten muss in Wien liegen und einen eigenen Raum für die Testungen der Kinder zur Verfügung stellen können. Darüber hinaus gibt es für teilnehmende Kindergärten keine generellen Voraussetzungen. Wichtig ist, dass die Leitung mit der Teilnahme an der Studie einverstanden ist und mindestens eine KindergartenpädagogIn an der Interventions- oder Kontrollgruppe teilnehmen möchte. Die Meldung zur jeweiligen Gruppe erfolgt freiwillig durch die PädagogInnen selbst.
  • In den für die Teilnahme in Frage kommenden Kindergartengruppen sollten sich mindestens 3 Kinder im Alter von 5 Jahren befinden. Die Art der Gruppe, Altersmischung, Gruppenstruktur usw. ist nicht relevant. Ebenso können Montessori-und Waldorfkindergärten bzw. -gruppen teilnehmen. Auch andere pädagogischen Schwerpunkte und Angebote, wie bilinguale Bildungsarbeit oder Waldkindergarten, stellen kein Ausschlusskriterium dar.
  • Die teilnehmenden KindergartenpädagogInnen müssen keine speziellen Vorkenntnisse aufweisen. Sie müssen die Sprache Deutsch ausreichend beherrschen, um an den Trainings und Erhebungen (Fragebogen, Gruppeninterviews) teilnehmen zu können und mit den Kindern Lerndialoge führen zu können.
  • Teilnehmende Kinder dürfen zum Stichtag 30.04.2016 nicht älter als 5 Jahre und 11 Monate alt sein. Die Kinder der Stichprobe dürfen also nicht vor dem 01.05.2010 geboren sein und nicht nach dem 01.11.2010 (in Ausnahmefällen - z.B. wenn nicht mindestens 3 Kinder zwischen dem 01.05. und dem 01.11.2010 geboren wurden - kann dieser Zeitraum auf 01.05.-31.12.2010 verlängert werden).und das Einverständnis der Erziehungsberechtigten zur Teilnahme an der Studie muss vorliegen. Ebenso müssen die Kinder über ausreichende Sprachkenntnisse in Deutsch verfügen, um an den Lerndialogen teilnehmen zu können und über ihr Lernen sprechen zu können. Das Begabungs-, Entwicklungs- oder Intelligenzniveau der Kinder ist nicht relevant.
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Wann startet meine Teilnahme am Projekt und wie lange dauert diese?

Die Teilnahme am Projekt beginnt mit Erhebungen im Kindergarten (Testung der teilnehmenden Kinder, 1 x Fragebogen für PädagogInnen, 1x Beobachtung der Lernumwelt) frühestens ab der dritten Septemberwoche 2015. Der Beginn der Erhebungen sowie die einzelnen Termine in Ihrer Gruppe werden mit Ihnen persönlich abgesprochen, um auf individuelle Rahmenbedingungen (Eingewöhnung neuer Kinder, Personalwechsel, Projekte usw.) eingehen zu können.
Das Training für PädagogInnen wird voraussichtlich im Oktober 2015 an mehreren Halbtagen von 16.00-20.00 stattfinden.
Ab dem Besuch des Trainings soll die Methode der Lerndialoge regelmäßig (z.B. 2x monatlich) für die Dauer von sechs Monaten durchgeführt werden (Nov. 2015 bis April 2016).
Am Ende des Untersuchungszeitraums (Mai 2016) werden die Kinder nochmals getestet und alle PädagogInnen abschließend nochmals befragt.

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Wie kann ich teilnehmen bzw. mich anmelden?

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, dann schreiben Sie mir bitte unverbindlich eine E-Mail an birgit.hartel@hartel-elementar.at. Es gibt noch freie Plätze für die Interventions- und Kontrollgruppe. Die Anmeldephase für Kindergärten wurde daher bis zum 15.06.2015 verlängert.
Mit einigen Erhaltern aus Wien wurden bereits Vorgespräche geführt und ein generelles Einverständnis zur Teilnahme an der Studie eingeholt (z.B. St. Nikolausstiftung, KIWI Kinder in Wien, Vereinigung Katholischer Kindertagesheime).
Gerne trete ich mit Ihrem Dienstgeber in Kontakt, um auch Ihnen eine Teilnahme unter günstigen Voraussetzungen zu ermöglichen.

Mehr zu meiner Person und meinen Tätigkeiten finden Sie unter:
www.hartel-elementar.at
www.charlotte-buehler-institut.at

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