Literarischer Textpool aus dem PS „Seitenweise Sex. Repraesentationen und Konstruktionen des Sex in der Literatur“, WS 2011, 2012

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„cute, hot, love, sex, text“. source: iheart-stolenimages.blogspot.com

Was hier entsteht, ist ein Textpool  literarischer Arbeiten von StudentInnen, die an der Lehrveranstaltung Seitenweise Sex. Repraesentationen und Konstruktionen des Sex in der Literatur von Anna Babka und Peter Clar teilgenommen haben.

Den Semesterabschluss bildetet eine Schreibwerkstatt, geleitet von der Schriftstellerin und Musikerin Mieze Medusa, zum Thema ‚Seitenweise Sex. (wie?) Sex schreiben‘.

Nach all den Lektüren und theoretischen Reflexionen, die sich das Seminar zur Aufgabe gestellt hatte, stand damit das Schreiben, das ‚Sex-Schreiben‘, selbst auf dem Spiel. Lesen Sie / lest selbst, was dabei heraus kam.

Anna Babka und Peter Clar

texts coming up…..

Hanna Biller

Marieke Kühne

Paula Loewy

Christina Stähle

 

Mehr zur Lehrveranstaltung:

Wie kam es zu dieser LV? Seit 1993 vergibt die renommierte britische Literaturzeitschrift Literary Review den ‚Bad Sex in Fiction Award‘ für die schlechteste Sexszene in ansonsten achtbaren zeitgenössischen Romanen. So war der ‚Gewinner‘ des Jahres 2010, Rowan Somerville, mit seinem ‚ausgezeichneten‘ Werk ‚The Shape of Her‘ auch auf der Shortlist des Commonwealth Writer’s Prize, bei dem der Sieger in der Hauptkategorie 10000 Pfund erhält. 2009 bekam der bekannte französisch/amerikanische Autor Jonathan Littell die ‚Auszeichnung‘ verliehen.

Was aber macht einen beschriebenen Sexakt zum schlecht geschriebenen, was zeichnet einen gut geschriebenen aus? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Erotik und Pornographie? Welche ästhetischen aber auch gesellschaftlichen, politischen und ethischen Implikationen bestimmen die Darstellung und Konstruktionen des Sex in der Literatur? Und welche Auswirkungen hat die ‚Machart‘ von Sex auf die Rezeption eines Werkes?

Diese Fragen und noch viele mehr bildeteten den Kern dieses Proseminars. Im Zentrum stand die Arbeit einer Autorin, die im gleichen Atemzug als Feminstin und Pornographin bezeichnet wird, deren Darstellung von Sex als Macht- und Dominanzmittel mehr als einmal wütende Proteste auf der einen und überzogene erotische Erwartungen auf der anderen Seite der LeserInnenschaft hervorgebracht hat. Aber: Ist der Ruf der Elfriede Jelinek gerechtfertigt? Kann man die Festschreibung der Autorin auf diese Rollen auch nach der Lektüre Ihrer Texte vornehmen? Warum schreibt Jelinek über Sex und, wichtiger noch, warum schreibt sie über Sex gerade so, wie sie über ihn schreibt? Um all diese Fragestellungen eingehend zu beleuchten wurden die ausgewählten Texte Elfriede Jelineks mit Texten anderer AutorInnen konfrontiert, deren Er-Schreiben des Sex ebenfalls oft im Mittelpunkt des Interesses der LeserInnen, aber auch der Literaturkritik stehen. Es sind dies Texte von Marquis de Sade, Franzobl, Michel Houellebeq, Verena Stefan und anderen. Alle Texte wurden sowohl poetologisch untersucht als auch theoretisch reflektiert, u.a. mit Georges Bataille, Judith Butler, Sigmund Freud, Susan Sontag, Barbara Vinken.