Spieltheorie
 

Der 2-stündige UK Spieltheorie ist als Pflichtveranstaltung bzw. als Wahlfach in folgenden Alternativen Pflichtmodulen (Berufsfeldern) des Bachelorstudiums (Internationale) Betriebswirtschaft vorgesehen:

  • Management and Consulting (Pflichtfach)
  • Ökonomie (Pflichtfach)
  • Banking und Finance
  • Produktion, Logistik und SCM
  • Public and Non-Profit Management
  • International Business
Er wird zur Zeit jedes Semester angeboten.

Ziel

Die Spieltheorie beschäftigt sich mit sogenannten strategischen Entscheidungen, d.h. mit Entscheidungenssituationen, in denen sich die Entscheidungen unterschiedlicher Personen (Personengruppen, Institutionen) gegenseitig beeinflussen. Mit Hilfe mathematischer Modelle werden Situationen von Konflikt und Kooperation analysiert.

Die Spieltheorie ist somit eine Theorie sozialer Interaktion und besitzt vielseitige Anwendungnen in den Wirtschaftswissenschaften, aber auch in vielen anderen Bereichen. Beispielsweise hilft sie auch aktuelle Nachhaltigkeitsthemen wie die Klimaproblematik oder die Übernutzung von Ressourcen besser zu verstehen.

Der Kurs gibt eine Einführung in die wichtigsten Konzepte der sogeannten nicht-kooperativen Spieltheorie, welche sich mit dem Verhalten rationaler Akteure beschäftigt. Dieser Ansatz geht davon aus, dass diese Akteure im Rahmen ihrer Möglichkeiten "das Beste für sich herausholen", d.h. ihren Nutzen maximieren möchten.

Voraussetzungen

  • StEOP
  • Kernphase-Modul ABWL: Unternehmensführung
  • Kernphase-Modul ABWL: Volkswirtschaft (insbes. Mikroökonmie)
empfohlene Voraussetzung:
  • Kernphasen-Modul Quantitative Methoden

Inhalt

  1. Einleitung
  2. Darstellung eines Spiels und einfache Beispiele
  3. Grundbegriffe
  4. Spiele in Normalform, Nash-Gleichgewicht
  5. Spiele mit kontinuierlichen Strategien: Cournot- und Bertrand-Wettbewerb
  6. Gemischte Strategien
  7. Nullsummenspiele und Maximin-Strategien
  8. Interpretation gemischter Strategien und kritische Betrachtung des Nash-Gleichgewichtskonzeptes
  9. Spiele in extensiver Form -- Vollständige und unvollständige Information
  10. Stackelberg-Gleichgewicht

Basisliteratur

  • A. Gaunersdorfer, Spieltheorie, Skriptum, Unversität Wien (jeweils aktuellste Ausgabe)

  • M. J. Osborne, An Introduction to Game Theory, Oxford University Press, New York, 2009.
  • E. Rasmusen, Games and Information: An Introduction to Game Theory (4th ed.), Blackwell, Malden, Mass., 2007.
  • R. Gibbons, A Primer in Game Theory, Prentice Hall, Person Education Ltd., Essex, 1992
  • M. J. Holler, G. Illing, Einführung in die Spieltheorie (7.Aufl.), Springer, Berlin Heidelberg, 2009.
  • A. Mehlmann, Strategische Spiele für Einsteiger – Eine verspielt formale Einführung in Methoden, Modelle und Anwendungen der Spieltheorie, Vieweg, Wiesbaden, 2007.
  • S. P. Hargreaves-Heap, Y. Varoufakis, Game Theory – A critical text (2nd ed.), Routledge, London, 2004.
  • E. Amann, Spieltheorie für Dummies, WILEY-VCH, Weinheim, 2012.
Weitere Literaturhinweise sind im Skriptum angegeben.