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030038-1: KURS Geschichte des Österreichischen Justizrechts und seiner europäischen Dimension: TERMINÄNDERUNGEN! 6.12.2019, 9:00-13:00, SEM61; 13.12.2019 sowie 10.1. und 17.1.2020, jeweils SEM20, 9:00-13:00; 24.1.2020, SEM20 9:00-10:00: Schlussklausur (anschließend Exkursion zum Justizpalast, ca 2st)

Geschichte des Österreichischen Justizrechts und seiner europäischen Dimension
(Begriffe – Österreichs Justizrecht: Entwicklung bis 1918 – Geltung und Ausstrahlung nach 1918)

vertiefende LV gem. § 21 (3) Studienplan), Kurs, 2 Stunden, 3 ECTS-Punkte, prüfungsimmanente Lehrveranstaltung (Blocklehrveranstaltung)

Inhalt:
I. Allgemeines: Begriffe Rechtstransfer, Rechtsübergang, Rezeption; Beispiele: Österreichische Monarchie / Nachfolgestaaten nach 1918 im Vergleich mit Verfassung und Justizrecht in Europa 1989 ff;
II. Österreichs Justizrecht bis 1918 – Geltung und Ausstrahlung: 1. ABGB; 2. Liegenschafts-, insbesondere Grundbuchsrecht, Außerstreitverfahren und Zivilprozessrecht sowie Gerichtsorganisation; 3. Juristische Ausbildung und Berufsrecht der Anwälte, Notare und Richter; (eventuell 4. Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit).
III. Ausstrahlung nach 1918: 1. Österreich, Polen; 2. Tschechoslowakische Republik, Jugoslawien, Rumänien.
IV. Ungarns Justizrecht – Geltung und Ausstrahlung vor und nach 1918 (Gastvorlesung Mate Petervari / Szeged-Regensburg.

Programm:
6. Dezember, 9:00-14:00, U20: Vorbesprechung;
anschließend ad I. Begriffe sowie ad II. Österreichisches Justizrecht bis 1918

13. Dezember, 9:00-14:00, U20
ad II.
Österreichisches Justizrecht bis 1918

10. Jänner, 9:00-14:00, U20
ad II. Österreichisches Justizrecht bis 1918;
ad III. Österreichs Justizrecht – Geltung und Ausstrahlung nach 1918

17. Jänner, 9:00-14:00, U20
ad III. Österreichs Justizrecht – Geltung und Ausstrahlung nach 1918
ad IV. Ungarns Justizrecht – Geltung und Ausstrahlung vor und nach 1918.

24. Jänner, 9:00-10:00, U20: Schlussklausur
anschließend Exkursion: Justizpalast; Treffpunkt 10:15 vor dem Haupteingang am Schmerlingplatz; Dauer bis ca 12:00.

Literatur /
allgemein
:
Franz Schlegelberger (Hrsg), Rechtsvergleichendes Handwörterbuch für das Zivil- und Handels­recht des In- und Auslandes, 1.
Bd (Länderberichte), Berlin 1929; Viktor Knapp (Hrsg) International Ency­clopedia of Comparative Law I (National Reports), Tübingen 1971-1975.
speziell: Helmut Slapnicka, Österreichs Recht außerhalb Österreichs. Der Untergang des österreichischen Rechtsraums, Wien-München 1973; Werner Ogris, Die Rechtsentwicklung in Cisleithanien, in: A. Wandruszka / P. Urbanitsch (Hrsg),Die Habsburger­monarchie 1848-1918 II (Verwaltung und Rechtswesen), Wien 1975; Konrad Zweigert / Hein Kötz, Einführung in die Rechtsvergleichung, 3. Aufl. 1996; Herbert Küpper, Einführung in die Rechtsgeschichte Osteuropas, Frankfurt am Main-Wien u.a., 2005; Christian Neschwara, Österreichs Recht in Ungarn – Geltung und Wirkung vor und nach dem Ausgleich, in: B. Mezey (Hrsg), Der österreichisch-ungarische Ausgleich 1867, Budapest 2008, 104-112; Ladislav Vojácek / Jaromir Tauchen, Die Entwicklung des tschechischen Privatrechts, 2011. 

Leistungsnachweis:
erfolgt durch ein schriftliches Kolloquium (Klausur).
Gegenstand der Klausur sind der Inhalt der Kurseinheiten sowie die Informationen in der zur Prüfungsvorbereitung angegebenen Literatur (Lernlektüre). Materialien zu den Einheiten und Listen mit der Lernlektüre werden im Verlauf der Veranstaltung auf der Lernplattform zur Verfügung gestellt.
Jede der 4 Kurseinheiten zerfällt in 2 Teile, in jedem der insgesamt 8 Teile wird die Anwesenheit kontrolliert.
Die Klausur umfasst 6 Fragen (je 3 zu den beiden Blöcken), von denen fünf beantwortet werden müssen. Teilnehmer/innen, die eine regelmäßige Anwesenheit (max 2 Absenzen) nachweisen, können eine weitere Frage streichen; Kollegen/innen mit weniger als 5 Präsenzen werden zum Kolloquium nicht zugelassen.
Für Teilnehmer an Erasmus-Programmen kann auf Wunsch – und sofern gerechtfertigt – ein anderer Prüfungsmodus vereinbart werden.