Juridicum, Schottenbastei 10-16, Stiege 2, Stock 3, A-1010 Wien
+ 43 1 4277 - 34578
christian.neschwara@univie.ac.at

Ao. Univ.-Prof. Dr.iur. Christian Neschwara

 

LEBENSLAUF

ao. Universitätsprofessor; Mitglied der Kommission für Rechtsgeschichte Österreichs (Österr. Akademie der Wissenschaften)

weiterlesen

KONTAKT

Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte

Schottenbastei 10-16, A-1010 Wien Telefon: +43 1 4277 34578 christian.neschwara@univie.ac.at

SPRECHSTUNDE

WS 2020/21

Corona-bedingt bis auf weiteres nur n.Ü. (Anfrage via E-Mail)

Aktuelles

SS 2021 Seminar zur Vergleichenden und Europäischen Rechtsgeschichte: "Das B-VG und seine Weiterentwicklung (1921 bis 1933)"

Seminar zur Vergleichenden und Europäischen Rechtsgeschichte
(als Nachweis für vertiefende historische Kompetenz sowie als Voraussetzung für Diplomarbeiten bzw. Dissertationen.
Anmeldung:  Mi 10.03.2021 23:59 via u:space
Themenreservierung: siehe Liste nach "weiterlesen";
die  Auswahl steht den Interessenten - sofern verfügbar - frei und
ist dem LV-Leiter mit email bekanntzugeben!

weiterlesen

Modulprüfungen - Termin März 2021 wieder in Videokonferenz

Auf Anordnung der Fakultätsleitung sind Modulprüfungen - anders als ursprünglich geplant - im Präsenzmodus untersagt und müssen online in Videokonferenzen durchgeführt werden.

Zur Information der Betroffenen!

Der Zugang zur MP-online erfolgt über Moodle.
Ein paar Tage vor dem Prüfungstermin werden die Seiten mit den entsprechenden Daten versehen für die Prüflinge freigeschaltet.

Es wird BBC bzw alternativ BBB (via Moodle) als Programm für die Videokonferenzen verwendet, BBC als primäres Programm und Jitsi Meet (auch über Moodle für Studierende zugänglich) als Backup-Programm für die Videokonferenz (mit BBB habe ich keine praktischen Erfahrungen).
Eine Prüfung via Smartphone wie von der SPL als Notlösung vorgeschlagen, kann nicht zum Einsatz kommen: Ich verfüge über kein dafür taugliches "Dienst-Handy". Wenn es zu technischen Pannen kommt, muss die Prüfung abgebrochen werden.

Ich werde folgenden Modus bei den Prüfungen anwenden:
Ich rufe zu Prüfungsbeginn die zum Termin angemeldeten Studierenden auf und
prüfe die anwesend gemeldeten einzeln nach der Reihenfolge der Anmeldungen.
Während der Prüfungen sind nur die Mikrofone von Prüfer und Kandidat eingeschaltet,
die Videoverbindung bleibt aber für alle anderen Teilnehmenden aktiv, damit sie
sehen, wann sie an die Reihe kommen werden.
Es gelten - von der Behandlung einer Quellestelle abgesehen - dieselben Bedingungen in Bezug auf Prüfungsstoff und -Abgrenzung, Prüfungsfragen und die Möglichkeit eines (einmaligen) Fragentausches bei Nachweis von 2 positiven Bewertungen in rechtshistorischen Lehrveranstaltungen.

Problematisch könnte es werden, die Netz-Verbindung über 2 Stunden ohne Störungen aufrecht zu erhalten (wie Erfahrungsberichte zeigen, kommt es immer wieder zu Videoausfällen / Mikrofonproblemen).

Nachdem der Aufwand für die Manipulation mehr Zeit in Anspruch nehmen wird, habe ich als durchschnittliche Prüfungsdauer 30 Minuten kalkuliert (im Hörsaal-Modus sind es etwa 20 Minuten). 
Die Prüfungen sollen aber auch im Videokonferenz-Modus möglichst beim 20-Minuten-Limit gehalten werden.

Problematisch ist (nach eigenen Testversuchen) die Feststellung der Identität der Kandidaten, weil die Lesbarkeit von Dokumenten (Ausweiskontrolle, Zeugnisse) bei schlechter Kameraqualität eines Teilnehmers nicht immer gegeben ist, die Studierenden sollten daher prüfen, ob sie über eine entsprechende Qualität der technischen Ausstattung verfügen. 
Ich selbst werde in meinem Dienstzimmer unter Verwendung eines Dienst-Laptops prüfen (es sollte daher zu keinen Verbindungsproblemen kommen und die erforderliche technische Ausstattung gegeben sein). 

Um technische Probleme zu minimieren, müssen Vertrauenspersonen der zu Prüfenden im selben Prüfungsraum anwesend und können nicht gesondert zugeschaltet werden. Das zur Verfügung stehende System (BBC) ist dafür nicht so geeignet, bessere Systeme wie etwa Zoom, stehen für den Prüfungsbetrieb über Moodle (noch) nicht zur Verfügung.

Um künftigen Kandidaten die Möglichkeit zu geben, auch bei online-Prüfungen Ablauf und Handhabung der Prüfungen durch den Prüfer kennen zu lernen, wird für die Prüfungstermine Jänner und März am Institut eine zentrale Anmeldungsmöglichkeit für die entsprechenden Moodle-Kurse zu den Modulprüfungen der Prüfer des Instituts eingerichtet. Aufgrund der bei den angebotenen Programmen für Videokonferenzen bestehenden Limits für die aktive Zuschaltung von Videokameras kann je Termin - von den Kandidaten abgesehen - nur eine externe Zuhörerin / ein externer Zuhörer zugelassen werden. Sollte es der Uniuversitätsleitung gelingen das leistungsstärkere Programm Zoom für zur Verfügung zu stellen, kann die Kapazität gesteigert werden - soweit ein Überblick für den Prüfer über alle Teilnehmer möglich ist (also etwa 10 Personen).

Alles Gute und beste Grüße
Christian Neschwara

Siehe auch: https://homepage.univie.ac.at/Christian.Neschwara/fuer-studierende/modulpruefung/stoffabgrenzung/

weiterlesen

"Zurück in die Zukunft": Österreichs staatsrechtliche Zeitreise im Jahr 1945

Österreichs staatsrechtliche Zeitreise im Jahr 1945

Im Verlauf des Jahres 1945 hatte Österreich einen markanten Wandel seines verfassungsrechtlichen Status durchlaufen: Zu Ostern, als die Rote Armee im Südosten die Grenzen Österreichs überschritt, wurde der Weg bereitet für das Ende der national-sozialistischen Herrschaft, welche mit dem "Anschluß" im März 1938 begonnen hatte.

Österreich war damals als Völkerrechtssubjekt untergegangen, als Ostmark" wurde es in die Organisation des Deutschen Reiches eingegliedert. 1940 erfolgte die Beseitigung seiner historischen Gliederung in Länder durch die Einrichtung von "Reichsgauen", welche dem territorialen Aufbau der NSDAP folgten.

Aufgrund einer Erklärung der Alliierten Mächte in Moskau im Herbst 1943 über die Wiederherstellung der österreichischen Unabhängigkeit sollte eine "österreichische" Staatsgewalt aber wieder entstehen.

Unter persönlichem Wohlwollen von Stalin und mit Duldung der sowjetischen Besetzungstruppen erfolgte Ende April 1945, unter Führung von Karl Renner als Staatskanzler, die Bildung einer Provisorischen Staatsregierung, zusammengesetzt aus Mitgliedern der anti-faschistischen Parteien. Unter Berufung auf die Moskauer Erklärung wurde nun die Einrichtung Österreichs "im Geiste der Verfassung von 1920" angeordnet. Mangels demokratisch legitimierter Organe musste aber eine Vorläufige Verfassung an die Stelle des Bundes-Verfassungsgesetzes treten, wodurch Österreich vorerst als dezentralisierter Einheitsstaat eingerichtet wurde. Die Wirksamkeit der Provisorischen Staatsregierung blieb zunächst auf die östlichen Länder Österreichs beschränkt. Erst nach der Besetzung der übrigen Teile des Staatsgebietes konnte im Verlauf von "Länderkonferenzen" im September 1945 die Zustimmung der politischen Parteien in den westlichen Ländern Österreichs zu den von der Provisorischen Staatsregierung in Wien gesetzten Maßnahmen erreicht werden. Nach ihrer Anerkennung auch durch die West-Alliierten im Oktober 1945 wurde die Provisorische Staatsregierung ermächtigt, für November Wahlen auszuschreiben. Mit der Ernennung aller Organe, welche nach dem Bundes-Verfassungsgesetz zu seiner Anwendung erforderlich waren, endete im Dezember 1945 schließlich die Geltung der Vorläufigen Verfassung.

Der verfassungsrechtliche Wandel Österreichs war begleitet von der abrupten Abkehr vom ursprünglichen Selbstverständnis der Republik: ein Teil der deutschen Nation zu sein; dieser "Geist von 1918" wurde von einem wachsenden Bewusstsein über Österreich als eigene Nation verdrängt.

weiterlesen

Zum 100. Geburtstag von Edmund Bernatzik (1854-1919)

Ein deutschnationaler Burschenschafter als Traditionsträger der Wiener Staatsrechtslehre.

weiterlesen

"Zum immerwährenden Gedenken an die Ausrufung des Freistaates": Das Selbstbild der (deutsch-)österreichischen Republik 1918/19 und seine Verdrängung

„Zum immerwährenden Gedenken an die Ausrufung des Freistaates“:
Das Selbstbild der (deutsch-)österreichischen Republik 1918/19 und seine Verdrängung
„To the everlasting commemoration of the free state“:
Self-imagination of the (german-)austrian Republic in 1918/19 and its repression)

Abstract
Events,
resulting from a victorious war, a successful revolution or formation of a state, striking amendments relating the constitutional system or international status, are able to constitute identity of the citizens of a state, they can constitute the self-image of a state, from which a sense of national community can grow out within all groups of a society supporting a state. In order to consolidate this collective emphasis, national holidays were found, which periodically have to impose the recall of events, forming identity of a state. In (german-)austrian republic such a state holiday was found by decision of the Constituent National Assembly in April 1919, serving for: „The everlasting memory of the declaration of the free state of German-Austria“ on November 12th 1918.

Keywords: Austria, Constituent National Assembly (of German-Austria), constituting a state, declaration of Austrian neutrality (in 1955), democratic republic, free state [= republic], founding of German-Austria (in 1918), liberation of the Republic of Austria (in 1945), national holiday, Provisional [= temporary] National Assembly (of German-Austria), state holidays (in general)

weiterlesen

Für Studierende

Hier finden Sie Informationen und Unterlagen zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen.

LEHRVERANSTALTUNGEN

Aktuelle Seminare, Vorlesungen und Übungen an der Universität Wien.

ZU U:FIND

UNTERLAGEN FÜR LEHRVERANSTALTUNGEN

Programme, Quellen, Materialien

WEITERLESEN

MODULPRÜFUNG

Stoffabgrenzung, Prüfungstermine, Prüfungsergebnisse

WEITERLESEN

StEOP-Pflichtübungen

Allgemeine Informationen zu den StEOP-Pflichtübungen aus Rechts- und Verfassungsgeschichte.

WEITERLESEN

diplomarbeiten / Dissertationen

Richtlinien

WEITERLESEN

Forschung

Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte

WEITERLESEN

Veröffentlichungen

Selbständige Werke, Zeitungsbeiträge, Kommentare, Interviews, Leserbriefe

WEITERLESEN

Neueste Beiträge

SS 2021 Seminar zur Vergleichenden und Europäischen Rechtsgeschichte: "Das B-VG und seine Weiterentwicklung (1921 bis 1933)"

Seminar zur Vergleichenden und Europäischen Rechtsgeschichte
(als Nachweis für vertiefende historische Kompetenz sowie als Voraussetzung für Diplomarbeiten bzw. Dissertationen.
Anmeldung:  Mi 10.03.2021 23:59 via u:space
Themenreservierung: siehe Liste nach "weiterlesen";
die  Auswahl steht den Interessenten - sofern verfügbar - frei und
ist dem LV-Leiter mit email bekanntzugeben!

weiterlesen

Modulprüfungen - Termin März 2021 wieder in Videokonferenz

Auf Anordnung der Fakultätsleitung sind Modulprüfungen - anders als ursprünglich geplant - im Präsenzmodus untersagt und müssen online in Videokonferenzen durchgeführt werden.

Zur Information der Betroffenen!

Der Zugang zur MP-online erfolgt über Moodle.
Ein paar Tage vor dem Prüfungstermin werden die Seiten mit den entsprechenden Daten versehen für die Prüflinge freigeschaltet.

Es wird BBC bzw alternativ BBB (via Moodle) als Programm für die Videokonferenzen verwendet, BBC als primäres Programm und Jitsi Meet (auch über Moodle für Studierende zugänglich) als Backup-Programm für die Videokonferenz (mit BBB habe ich keine praktischen Erfahrungen).
Eine Prüfung via Smartphone wie von der SPL als Notlösung vorgeschlagen, kann nicht zum Einsatz kommen: Ich verfüge über kein dafür taugliches "Dienst-Handy". Wenn es zu technischen Pannen kommt, muss die Prüfung abgebrochen werden.

Ich werde folgenden Modus bei den Prüfungen anwenden:
Ich rufe zu Prüfungsbeginn die zum Termin angemeldeten Studierenden auf und
prüfe die anwesend gemeldeten einzeln nach der Reihenfolge der Anmeldungen.
Während der Prüfungen sind nur die Mikrofone von Prüfer und Kandidat eingeschaltet,
die Videoverbindung bleibt aber für alle anderen Teilnehmenden aktiv, damit sie
sehen, wann sie an die Reihe kommen werden.
Es gelten - von der Behandlung einer Quellestelle abgesehen - dieselben Bedingungen in Bezug auf Prüfungsstoff und -Abgrenzung, Prüfungsfragen und die Möglichkeit eines (einmaligen) Fragentausches bei Nachweis von 2 positiven Bewertungen in rechtshistorischen Lehrveranstaltungen.

Problematisch könnte es werden, die Netz-Verbindung über 2 Stunden ohne Störungen aufrecht zu erhalten (wie Erfahrungsberichte zeigen, kommt es immer wieder zu Videoausfällen / Mikrofonproblemen).

Nachdem der Aufwand für die Manipulation mehr Zeit in Anspruch nehmen wird, habe ich als durchschnittliche Prüfungsdauer 30 Minuten kalkuliert (im Hörsaal-Modus sind es etwa 20 Minuten). 
Die Prüfungen sollen aber auch im Videokonferenz-Modus möglichst beim 20-Minuten-Limit gehalten werden.

Problematisch ist (nach eigenen Testversuchen) die Feststellung der Identität der Kandidaten, weil die Lesbarkeit von Dokumenten (Ausweiskontrolle, Zeugnisse) bei schlechter Kameraqualität eines Teilnehmers nicht immer gegeben ist, die Studierenden sollten daher prüfen, ob sie über eine entsprechende Qualität der technischen Ausstattung verfügen. 
Ich selbst werde in meinem Dienstzimmer unter Verwendung eines Dienst-Laptops prüfen (es sollte daher zu keinen Verbindungsproblemen kommen und die erforderliche technische Ausstattung gegeben sein). 

Um technische Probleme zu minimieren, müssen Vertrauenspersonen der zu Prüfenden im selben Prüfungsraum anwesend und können nicht gesondert zugeschaltet werden. Das zur Verfügung stehende System (BBC) ist dafür nicht so geeignet, bessere Systeme wie etwa Zoom, stehen für den Prüfungsbetrieb über Moodle (noch) nicht zur Verfügung.

Um künftigen Kandidaten die Möglichkeit zu geben, auch bei online-Prüfungen Ablauf und Handhabung der Prüfungen durch den Prüfer kennen zu lernen, wird für die Prüfungstermine Jänner und März am Institut eine zentrale Anmeldungsmöglichkeit für die entsprechenden Moodle-Kurse zu den Modulprüfungen der Prüfer des Instituts eingerichtet. Aufgrund der bei den angebotenen Programmen für Videokonferenzen bestehenden Limits für die aktive Zuschaltung von Videokameras kann je Termin - von den Kandidaten abgesehen - nur eine externe Zuhörerin / ein externer Zuhörer zugelassen werden. Sollte es der Uniuversitätsleitung gelingen das leistungsstärkere Programm Zoom für zur Verfügung zu stellen, kann die Kapazität gesteigert werden - soweit ein Überblick für den Prüfer über alle Teilnehmer möglich ist (also etwa 10 Personen).

Alles Gute und beste Grüße
Christian Neschwara

Siehe auch: https://homepage.univie.ac.at/Christian.Neschwara/fuer-studierende/modulpruefung/stoffabgrenzung/

weiterlesen

"Zurück in die Zukunft": Österreichs staatsrechtliche Zeitreise im Jahr 1945

Österreichs staatsrechtliche Zeitreise im Jahr 1945

Im Verlauf des Jahres 1945 hatte Österreich einen markanten Wandel seines verfassungsrechtlichen Status durchlaufen: Zu Ostern, als die Rote Armee im Südosten die Grenzen Österreichs überschritt, wurde der Weg bereitet für das Ende der national-sozialistischen Herrschaft, welche mit dem "Anschluß" im März 1938 begonnen hatte.

Österreich war damals als Völkerrechtssubjekt untergegangen, als Ostmark" wurde es in die Organisation des Deutschen Reiches eingegliedert. 1940 erfolgte die Beseitigung seiner historischen Gliederung in Länder durch die Einrichtung von "Reichsgauen", welche dem territorialen Aufbau der NSDAP folgten.

Aufgrund einer Erklärung der Alliierten Mächte in Moskau im Herbst 1943 über die Wiederherstellung der österreichischen Unabhängigkeit sollte eine "österreichische" Staatsgewalt aber wieder entstehen.

Unter persönlichem Wohlwollen von Stalin und mit Duldung der sowjetischen Besetzungstruppen erfolgte Ende April 1945, unter Führung von Karl Renner als Staatskanzler, die Bildung einer Provisorischen Staatsregierung, zusammengesetzt aus Mitgliedern der anti-faschistischen Parteien. Unter Berufung auf die Moskauer Erklärung wurde nun die Einrichtung Österreichs "im Geiste der Verfassung von 1920" angeordnet. Mangels demokratisch legitimierter Organe musste aber eine Vorläufige Verfassung an die Stelle des Bundes-Verfassungsgesetzes treten, wodurch Österreich vorerst als dezentralisierter Einheitsstaat eingerichtet wurde. Die Wirksamkeit der Provisorischen Staatsregierung blieb zunächst auf die östlichen Länder Österreichs beschränkt. Erst nach der Besetzung der übrigen Teile des Staatsgebietes konnte im Verlauf von "Länderkonferenzen" im September 1945 die Zustimmung der politischen Parteien in den westlichen Ländern Österreichs zu den von der Provisorischen Staatsregierung in Wien gesetzten Maßnahmen erreicht werden. Nach ihrer Anerkennung auch durch die West-Alliierten im Oktober 1945 wurde die Provisorische Staatsregierung ermächtigt, für November Wahlen auszuschreiben. Mit der Ernennung aller Organe, welche nach dem Bundes-Verfassungsgesetz zu seiner Anwendung erforderlich waren, endete im Dezember 1945 schließlich die Geltung der Vorläufigen Verfassung.

Der verfassungsrechtliche Wandel Österreichs war begleitet von der abrupten Abkehr vom ursprünglichen Selbstverständnis der Republik: ein Teil der deutschen Nation zu sein; dieser "Geist von 1918" wurde von einem wachsenden Bewusstsein über Österreich als eigene Nation verdrängt.

weiterlesen

Zum 100. Geburtstag von Edmund Bernatzik (1854-1919)

Ein deutschnationaler Burschenschafter als Traditionsträger der Wiener Staatsrechtslehre.

weiterlesen

"Zum immerwährenden Gedenken an die Ausrufung des Freistaates": Das Selbstbild der (deutsch-)österreichischen Republik 1918/19 und seine Verdrängung

„Zum immerwährenden Gedenken an die Ausrufung des Freistaates“:
Das Selbstbild der (deutsch-)österreichischen Republik 1918/19 und seine Verdrängung
„To the everlasting commemoration of the free state“:
Self-imagination of the (german-)austrian Republic in 1918/19 and its repression)

Abstract
Events,
resulting from a victorious war, a successful revolution or formation of a state, striking amendments relating the constitutional system or international status, are able to constitute identity of the citizens of a state, they can constitute the self-image of a state, from which a sense of national community can grow out within all groups of a society supporting a state. In order to consolidate this collective emphasis, national holidays were found, which periodically have to impose the recall of events, forming identity of a state. In (german-)austrian republic such a state holiday was found by decision of the Constituent National Assembly in April 1919, serving for: „The everlasting memory of the declaration of the free state of German-Austria“ on November 12th 1918.

Keywords: Austria, Constituent National Assembly (of German-Austria), constituting a state, declaration of Austrian neutrality (in 1955), democratic republic, free state [= republic], founding of German-Austria (in 1918), liberation of the Republic of Austria (in 1945), national holiday, Provisional [= temporary] National Assembly (of German-Austria), state holidays (in general)

weiterlesen

Kontakt