Transatlantic Exchanges: The American South in Europe - Europe in the American South |
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International Colloquium, Sept. 28 - Oct. 01, 2006Organizers: |
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| In den Augen europäischer SchriftstellerInnen war der amerikanische Süden bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts durch das Erbe der Sklaverei und das reaktionäre Festhalten an der Rassentrennung und soziale und wirtschaftliche Rückständigkeit geprägt. Diese zu stereotypen Zügen verfestigten Ansichten wurden vielfach durch Fiktion vermittelt, die paradoxerweise in der ökonomisch und politisch stagnierenden Region des amerikanischen Südens ab den 1920er Jahren besonders aufblühte. Verschiedene AutorInnen aus diesem Raum, die in enger Beziehung zur europäischen Kulturlandschaft standen und Bilder der ‚Alten Welt' in ihr Schaffen einbezogen und damit ihrerseits zur wechselseitigen Befruchtung und zum kreativen Dialog im transatlantischen Austausch beitrugen, verdienen genauere Beachtung. Eine besondere Rolle spielte dabei Frankreich mit seiner intensiven Rezeption etwa des literarischen Schaffens des Nobelpreisträgers William Faulkner. Frankreich wurde auch zum Orientierungspunkt und zur Stätte der Emanzipation für viele aus dem amerikanischen Süden abgewanderte afroamerikanische KünstlerInnen. Neben dieser wechselseitigen Inspiration, die auch europäischen AutorInnen (und Filmschaffenden) Anregung zur Gestaltung von im amerikanischen Süden angesiedelten Gewaltphantasien bot, verdient auch die individuelle Rezeption (in beiden Richtungen) über den Atlantik genaue Analyse, zum Bespiel der Werke von Thomas Wolfe, Eudora Welty, Flannery O'Connor oder Walker Percy. Ein vom 28. September bis 1. Oktober 2006 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften stattfindendes Internationales Kolloquium widmet sich der Analyse dieses transatlantischen Beziehungsgeflechtes und des Einflusses europäischer Literaturen und Kulturen auf aus dem Süden stammende AutorInnen und KünstlerInnen. Ebenso werden die Rezeption von südstaatlicher Fiktion, von Film und Musik, besonders in historischen Epochen enger transatlantischer Berührungen untersucht. Dieses Kolloquium wird rund drei Dutzend profilierte WissenschaftlerInnen aus Nordamerika, Großbritannien, Kontinentaleuropa und Japan nach Wien bringen. Es findet unter der Patronanz der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der British Academy statt, womit eine fruchtbare Kooperation der beiden Akademien auf literatur- und kulturwissenschaftlichem Gebiet initiiert wird. Das Kolloquium wird auch von der Kulturabteilung der Stadt Wien, der Universität Wien mit seiner philologisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät und von der amerikanischen Botschaft in Österreich gefördert und mit Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung von Nordamerikastudien durchgeführt. |
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