Nachthimmel und Sternenfall
Der Himmel, groß, voll herrlicher Verhaltung,
in Vorrat Raum, ein Übermaß von Welt.
Und wir, zu ferne für die Ausgestaltung,
zu nahe für die Abkehr hingestellt.
Da fällt ein Stern! Und unser Wunsch an ihn,
bestürzten Aufblicks, dringend angeschlossen:
Was ist begonnen, und was ist verflossen?
Was ist verschuldet? Und was ist verziehn?
Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)
Auch heute leuchtet wieder ein wunderschöner klarer Sternenhimmel durch mein Fenster. Die Sternen sind eine Faszination der ich mich noch nie entziehen konnte. So weit weg, so unendlich gewaltig, und dich scheinen sie uns so ruhig und friedlich, und das was wir sehen ist schon lang vergangen.
Früher bin ich oft einfach des Nächtens losgezogen, um hinter der Stadt in der ich aufgewachsen bin einfach den Himmel zu beobachten, und dies nicht selten stundenlang.
Das erste mal dass mir jemand die Bedeutung der Sternbilder erklärt hat, war auf einem Winterurlaub – ich muss so 7 oder 8 gewesen sein (genau weiss ich es nicht mehr), und einer der Gäste dort (seinen namen weiss ich heute nich, obwohl ich in nie wieder getroffen habe), hat mir eines abends die Sterbilder die zu sehen waren erklärt. Damit war eine Fazination begründet die mich nie mehr los gelassen hat.
Und heute in der Stadt kann ich auf meinem Balkon, zumindest eingeschränkt nach oen schauen, und einen kleinen Ausschnitt dieser Faszination einfangen. Ich freu mich schon darauf, wenn es wärmer ist, irgendwo um die Stadt, wieder ein wenig mehr davon zu sehen – einfach da hinauf schauen und ein Stuck der Unendlichkeit einfangen.
Das einzige was auf diesem Gebiet noch faszinierender sein muss, ist die Erde von oben zu sehen. Ich glaube dass daneben vieles an Bedeutung verliert, wenn man sieht, wie zerbrechlich diese eine Erde die wir haben ist, und wie vergänglich das eigene Leben…
Soundtrack: “First Contact” – Aus Star Trek: First Contact OST