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Filmtipp der Woche

Film Ab

Der Filmtipp der Woche (ich weiß es ist der einzige seiner Art bisher): Gerhard Gruber spielt zu russischen Stummfilmen und das natürlich im passenden Ambiente der Breitenseer Lichtspiele.

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Die gute Nachricht zum Tag

Film Ab

Verlorenes Geld kannst du wiederfinden, verlorene Zeit nie.
Tu Fu, (712 – 770)

Lange Zeit hat einer der interessantesten deutschen Stummfilme als unwiederbringlich verloren gegolten. Nicht komplett verloren, aber doch verstuemmelt, geschnitten, verdreht. Und trotz aller Forschungen und Restaurationen, war es wohl so, dass ich das Original das im Jahr 1927 Premiere hatte, niemals vollstaendig werde sehen koennen.

Doch dann … Die Neuentdeckung von “Metropolis”. Was nach 80 Jahren schon mehr als unwahrscheinlich war, ist doch noch passiert. In einem Filmmuseum in Argentinien, eine alte verkratzte Kopie. Die einzige erhaltene Kopie der Premierenfassung. So beeindruckend die restaurierte Fassung ja schon war (ist ja immerhin UNESCO Weltkulturerbe), war sie trotztem irgendwie nicht ganz stimmig. Aber auch wenn es noch eine Weile dauern wird, bin ich schon sehr gespannt, das Original zu sehen.

Dazu passt sowieso nur die Filmmusik von Gottfried Huppertz.

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Frustball-EM

Film Ab

Der Sommer macht den Menschen zu Träumer.
Paul Keller, (1873 – 1932)

In den Letzten Jahren waren die diversen Sommerkinos bei mir schon ein fixer Bestandteil sommerlicherPrater Film Festival Abendgestaltung. Insbesonders beim Prater Film Festival auf der Kaiserwiese bin ich einige Male gewesen. Zum einen weils nach dem Baden auf der Donauinsel ja quasi am Nachhauseweg liegt und es dort jede Menge gutes essen gab; und zum anderen weil letzten Sommer das Thema Zeit Maschine Kino ein Programm mit vielen Science-Fiction Klassikern geboten hat. Dass das gaze auch noch bei freiem Eintritt gezeigt wird, ist zwar nicht entscheidend, aber schleicht ist es nun auch nicht. Also eigentlich alles Gründe sich auch heuer wieder auf jede Menge interessante Abende zu freuen – geruechteweise diesmal mit Stummfilmklassikern.

Nur hat die Sache einen kleinen (naja eigentlich einen ziemlich grossen) Haken. Denn leider wurde dieses Filmfestival und einige andere gleich dazu von der Wiener Stadtregierung abgehakt (oder eher abgehackt). Auf der Kaiserwiese ist naemlich im Juni ein Public Viewing Point fuer die Fussball-EM. Und daher meint die in Praterangelegenheiten durchaus erfahrene Stadtraetin Grete Laska (der wir auch das grossartige Eingangsportal zu verdanken haben), dass die Kaiserwiese danach wohl so hin ist, dass sie Erholung braucht. Deshalb gibts dann im Juli Rasenruhe, und im August gleich dazu. Wers nicht glaubt, kann im Standard und auf vienna.at nachlesen.

Ich muss schon sagen, bis jetzt war die Euro2008 bestenfalls nervig, aber das ist nun wirklich ein wenig viel an kultureller Beeintraechtigung. Und was bleibt, ist die Frage was ich dann mit den lauen Sommerabenden anfangen koennte….

Weils grad irgendwie passt: Aus der Filmmusik von Gottfried Huppertz zu Metropolis – die Molochmaschine.

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Hundstag(e)

I, me & myself

Ein Hund spiegelt die Familie. Wer sah jemals einen munteren Hund in einer verdrießlichen Familie oder einen traurigen in einer glücklichen? Mürrische Leute haben mürrische Hunde, gefährliche Leute gefährliche.
Arthur Conan Doyle (1859 – 1930)

uk vs. Kino unter Sternen: 3:1. Ja heut hab ich es endlch geschafft, und war im Augarten … es hat eh nur 4 Anläufe gebraucht.

Zu sehen gab es heute Amores perros, eine sehenswerte Erfahrung, ein gewalttätiges Szenenbild aus dem Alltag unterschiedlichster Menschen, erzählt in 3 verwobenen Geschichten, die sich um einen Autounfall in Mexico City entspinnen.

Jedenfalls ein filmisches Erlebnis in wunderbarem Ambiente und in netter Gesellschaft. Und ich geh da blad wieder hin, schliesslich gilt es noch einen Rückstand aufzuholen.

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Regen – Leben & Tod

World

There is no me. I do not exist. There used to be a me but I had it surgically removed.
Peter Sellers (1925-1980)

Eigentlich wollt ich ja heute in den Augarten ins Kino unter Sternen, zu ‘Der grosse Diktator’ von und mit Charlie Chaplin. Nur ich hatte schon wieder Pech mit dem Wetter – der Film fiel buchstäblich ins Wasser.

Also Alternativprogramm: Filmhaus Spittelberg, The Life and Death of Peter Sellers. Nachdem ich den Film gesehen habe, muss ich sagen, das war mehr als nur ein Alternativprogramm. Ein beeindruckender Film mit einem grossartigen Geoffrey Rush in der Titelrolle. Der Film ist an sich nicht einfach, zeigt aber auf bemerkenswerte Weise den Menschen der hinter seinen bekannten Rollen steht (oder wenn man dem Zitat glauben darf eben gar nicht existiert). Einen Zerissenen, einen Getriebenen, und einen mit seiner Rolle im Leben zutiefst unglücklichen Menschen. Umso faszinierender ist es wie so ein Mensch Komödien und die Figuren darin in seiner einzigartigen Weise zum Leben erwecken konnte. Der Film fängt sehr schön ein wie nahe Genie und Wahnsinn beieinander liegen – und Peter Sellers hat diese Grenze zum Wahnsinn wohl mehr als einmal überschritten. Und ist glaube ich letztendlich auch daran zerbrochen. Jedenfalls ist der Film wirklich sehenswert.

Und am Montag bietet sich im Augarten passend dazu auch die nächste Gelegenheit fürs Kino unter Sternen: Stanley Kubrik’s Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb mit Peter Sellers x3.

Aus dem Sountrack: Space Oddity – David Bowie

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Madagaskar again

I, me & myself

I feel like a mile-high, pastrami on rye, on the fly from the deli in the sky!
Alex the Lion

Heut war ich schon wieder in Madagaskar. Dieses mal wars allerdings nicht der Urwald im Glashaus wie vor 2 Monaten, sondern die Leinwand im Artis Kino. Der Film war jedenfalls ein grosser Spass. Sehenswert! Und irgendwie wird das Artis immer mehr zu meinem Stammkino – was aber hauptsächlich daran liegt dass es bequemer zu erreichen ist.

Auch der Weg zum Kino war irgendwie ein Zeichen. Nach einem Abendessen am Rathausplatz – Spanisch diesmal (an der Getränkefront aber nix neues) – hab ich hinter dem Burgtheater einen schönen offenen Jeep erspäht. Und als ich den genauer in Augenschein genommen habe, wäre ich fast von einem zweiten auf die Scaufel genommen worden. Also wenn das kein Zeichen ist. Der haken ist nur dass der jenige den ich im Auge habe wohl nix wird, weil der Autoverkäufer a bisserl schwierig ist, und nicht mit sich reden lässt. Geduld ist angesagt (oder ein potenter Sponsor; aber das ist ziemlich unrealistisch…)

Soundtrack (Madagascar): John Barry – Born Free
(heute im Kino wiederentdeckt)

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Wochenend-Lektionen

I, me & myself

Es heisst ja, alles hat seinen Sinn, und aus allem kann man was lernen. Und das stimmt wohl auch, deshalb ein paar Dinge die ich gelernt haben könnte:

  • In einem Lokal ist auch eine Sauerei mit Wasser kein Grund für Lokalverbot (zündeln und Kerzen zerstören kenn ich ja schon).
  • Wenn man seinen Studienausweis richtig hält fällt net auf dass man schon über 27 ist. (Und wenn ich ein wenig übe krieg ich das sicher noch ganz flüssig hin)
  • Wenn mans am wenigsten braucht – weil man zu spät kommt – gibts im Kino keine Werbung und der Film fängt pünktlich an.
  • Es gibt immer jemanden der noch später kommt. (ok, das ist eigentlich nicht wirklich neu).
  • Laute Musik wie im Chelsea hilft gegen Müdigkeit und Anflüge von Kopfschmerz. Obwohl, dass man da bei natürlich körperlich tätig ist – auf der Tanzfläche – hilft vermutlich auch.
  • Wieselburger schmeckt besser als ich es in Erinnerung hatte.
  • Das Durchschnittsalter in Lokalen wie dem Chelsea liegt weit unter meinem doch schon fortgeschrittenerem.
  • Das Gewand sollte man am nächsten Tag nicht _in_ der Wohnung lagern, es sei den man steht auf abgestandenen Lokalgeruch. (Auch nix neues, aber ich vergess es immer wieder).
  • Die Dämmerung beginnt im Moment wirklich um 4 Uhr in der früh (Ja, ich weiss, dass das so ist, aber als Langschläfer sieht man das so selten live)
  • Radrennen können eine Stadt auch am Sonntag in ein ziemliches Verkehrschaos stürzen.
  • Wien von oben ist immer wieder sehenswert. Aus dem Flugzeug kenn ichs ja schon fast auswendig, aber auch von den Bergen rundherum hats was.

Lange Liste. und die Moral von der Geschicht? Ein schönes Weekend wars, und morgen ist wieder Montag …

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Cinema Like

Philosophicum

Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden.
Konfuzius (551 – 479 v. Chr.)

Was hat Konfuzius mit Kino zu tun könnte man sich fragen…

Also, ich war heute mal wieder im Kino, in einem Film der syncronisiert war. Obwohl mir die genaue Vergleichsbasis fehlt (ich kenn den Film ja nicht im original), hatt ich das Gefühl dass die Syncro ganz gut gewesen sein dürfte. Allerdings in einer handvoll Szenen, bei dem einen oder
anderen Wortspiel, hat mich das dumpfe Gefühl beschlichen, an der Stelle etwas verpasst zu haben – und das nicht weil ich den Text der zu hören war akustisch oder inhaltlich nicht vertanden hätte, sondern weil da in der Übersetzung einfach was verschwunden sein dürfte. Genau hier war die Sprache also ungeeignet verstanden zu werden (und hier kommt Knofuzius ins Spiel).

Genau dies ist aber eine Erfahrung, die ich schon des öfteren gemacht habe – leider. Die Liste der Filme die durch die Syncro extrem gelitten haben ist eine lange – einer bei dem es mir letztens aber wieder mal ganz extrem aufgefallen ist ist ‘Shrek’. Den kannt ich vorher nur in der OV, und dann hab ich ihn auf Deutsch im TV gesehen und war zu tiefst enttäuscht.

Deshalb gehe ich ja an sich lieber in Filme in der Englischen Originalfassung (und Kinos gibts ja in Wien gottseidank eine ganze Menge). Der Haken ist nur, dass ich auf der einen Seite zwar sehr gerne – nicht aber alleine ins Kino gehe, aber auf der anderen seine ich nur selten wen dazu bewegen kann, mit mir in eine EOV zu gehen – leider.

Liebe Leute: Filme in der EOV sind in der Regel nicht schwer zu verstehen, und von der Atmosphäre her viel besser! Und das English Cinema Haydn ist ein ganz ein nettes Kino auf der Mariahilferstrasse. Um mit Karl Farkas zu schliessen: Schaun sie sich das an

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