Posts Tagged ‘foto’

Business … Klasse !

I, me & myself

Eine Fahrt mit der Eisenbahn kann ich beim besten Willen nicht als Reise bezeichnen. Man wird ja lediglich von einem Ort zum anderen befördert und unterscheidet sich damit nur sehr wenig von einem Paket.
John Ruskin (1819 – 1900)

Wenn man heutzutage per Flugzeug unterwegs ist stellt ich oft ein ganz ähnliches Gefühl ein. Allerdings erfährt das Paket manchmal – ganz selten – auch eine gewisse Sonderbehandlung. So geschehen heute. Ich hab gestern das erste mal per Internet für meinen Flug nach amsterdam eingechecked, das ist an sich ja schon recht nett, und ich konnte mir auch einen guten Platz in der Economy-Class aussuchen (10 A – beim Notausgang). Wie ich heute zum Gate komme mit meiner ausgedruckten Bordkarte, meint der KLM Mitarbeiter der mir die ‘echte’ Bordkarte gibt “Yoir seat is 4F, we have upgraded ypu to Business-class.” Ich grinse nur leicht verträumt, murmle noch ein thank you und ab in dem Flieger. Und erst am weg runter wird mir klar dass das ziemlich praktisch ist, weil man da zum beispiel auch noch ein Frühstück bekommt (normalerweise muss man in der economy class ja schon froh sein wenn man ein Glas Wasser bekommt).

Nach den Verspätungen von letztem Montag war das heute eine angenehme Überraschung die KLM mir da bereitet hat; das könnten sie ruhig öfter machen.

Und dann sind wir buchstäblich in den Sonnenaufgang gestartet, und das war auch ein atemberaubender Anblick, zu sehen wie die Wolken und die Landschaft in ein rotes licht getaucht sind, und die Sonne gerade im Aufgehen ist. Leider konnt ichs nicht fotografieren, weil zu dem Zeitpunkt noch nix elektrinisches erlaubt war.

Und dazu Reinhard Mey – Ueber den Wolken. Weil ich heute wieder ein kleines stück dieser Grenzenlosigkeit gesehen hab

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Der Kindergarten

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Heut hab ich mich in Amsterdam auf eine kleine Fototour gemacht um etwas im Bild festzuhalten was ich recht gerne erzähle über diese Stadt. Es geht um diesen Kindergarten:

Der Prinzessin Juliana Kindergarten, katholisch, in bester Lage gleich neben der Oude Kerk. Auch von Aussen doch ein Recht ansprechendes Ambiente:

so weit so normal. Allerdings was glaub ich nur in Amsterdam wirklich normal ist ist die Nachbarschaft:

Die Kleinen Türen mit den roten Lichtern sind auch genau das – Auslagen für käuflichen Sex. Denn die Oude Kerk (am Bild links) liegt mitten im Rotlichtviertel von Amsterdam. Und das liegt auch nicht in irgendeiner schmuddeligen Ecke der Stadt, sondern mitten in der Altstadt, 5 Gehminuten vom Dam (dem Hauptplatz). Und hier ist das ganz normal.

Mal wieder: Cat Stevens – Where do the Children Play?

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Lange Nacht der Muse(en)

I, me & myself

Niemand auf der Welt bekommt soviel dummes Zeug zu hören wie die Bilder in einem Museum.
Edmond Huot de Goncourt (1822 – 1896)

Gestern war sie also wieder die Lange nacht der Museen. Und – nachdem ich mir das endlich auch einmal anschauen wollte – hab ich mich also auch ins Getümmel gestürzt. Und ein Getümmel war es wahrlich, so viele Leute (vor allem Junge) sieht man sonst nur selten in solchen Hallen.

Ich hab mal in der Albertina bei der Gerhard Haderer Ausstellung angefangen, echt sehenswert. Und auch Haderer selber hat live dort gezeichnet. Das alleine war schon faszinierend – mit welcher Leichtigkeit und Sicherheit diese Bilder entstehen. Nur nachdem man sich dort buchstäblich auf die Zehen gestiegen ist, hab ich mich recht schnell wieder auf den Weg gemacht.

Nach einem Abstecher ins Filmmuseum weiter in den Prunksaal der Nationalbibliothek. Dort gibts eine Fotoausstellung über die Besatzungszeit, die auch sehr interessant war. Dann – weils auf dem Weg lag – hab ich mir die Schatzkammer angeschaut. War irgendwie witzig, auch mal die ganzen Kronen und sonstigen Klunker zu sehen (weil sonst würd ich dort eher nicht hingehen). Ähnliches gilt für die Papyrus-Sammlung in der Hofburg.

Und zum Schluss dann – mittlerweile wars schon Mitternacht – noch ein Abstecher in die Moderne: Die Schau über den wiener Aktionismus und die über die Klassische Moderne im MUMOK.

War in jedem Fall ein lohnender Abend der ‘Event’.

Und dazu: “Das große Tor von Kiew” aus “Bilder einer Ausstellung” von Mussorgsky

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bye bye

I, me & myself

Hier ist es also, das letzte Foto, auf dem meine Tasche noch gelebt hat. Keine 2 Stunden später war sie verschwunden… wohl für immer.

Bye bye Tasche, woauchimmer du jetzt sein mögest.

On the Air: “Air Supply – Goodbye” (ok, das ist jetzt gar ein bisserl dick aufgetragen, aber ein schöner Song ists allemal)

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Der jenige welcher

Jeep it

Ein Krieger des Lichts ist kein Betrüger: Doch er versteht es, seinen Gegner abzulenken.

So begierig er auch ist, wird er immer strategisch vorgehen, um sein Ziel zu erreichen. Fühlt er sich am Ende seiner Kräfte, so wird er sich betont Zeit lassen, damit sein Feind annimmt, er habe es nicht eilig. Wenn dieser erwartet, dass er rechts angreift, zieht er seine Truppen nach links. Wenn er sofort kämpfen will, beginnt er zu gähnen und macht sich zum Schlafen fertig.

Seine Freunde meinen: »Seht, wie schnell seine Begeisterung verpufft!« Aber er schert sich nicht darum, was sie sagen, denn sie kennen seine Taktiken nicht.

Ein Krieger des Lichts weiß, was er will. Er braucht keine Erklärungen abzugeben.
Handbuch des Kriegers des Lichts – Paulo Coelho

Ich hab ja mal behauptet ich wäre ein Krieger des Lichts. Was ich nur noch brauche ist eine gute Strategie. Denn das Schlachtfeld um das es geht ist genau dieses:



Danke Rainer für die Fotos

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Fremde Lande

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So ein Kerl wie ich weiß nichts Besseres zu tun, als auf einer Reise in den Straßen herumzubummeln, Leute zu betrachten, stundenlang auf dem Tandelmarkt zu stehen oder in Schaufenster zu gucken.
Gustav Meyrinck (1868 – 1932)

Durch die strassen wandern und beobachten, stöbern bummeln ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen auf Reisen. Ab und ann kann man dann auch die schattenseiten dieser fernen Länder ganz gut beobachten.

Eine Szene von gestern: 2 Ältere Europäer (oder Amerikaner, aber egal) in einem Restaurant. Typische Touristen halt die man irgendwie 100m gegen den Wind erkennt. Dabei hatten sie (und das kann man wohl nur so sagen) 2 sehr junge Asiatinnen die die alten Knaker doch recht huldvoll angehimmelt haben. Ein Foto hier, ein Küsschen da. Und die Herren waren wie es scheint voll in ihrem Element. Eigentlich irgendwie ein etwas widerliches Schauspiel.

Auch wenn das in diesem Fall (was ich aber nicht glaube) eine Unterstellung sein mag, ist der Sex-Tourismus hier in der Gegend doch ein verbreitetes Geschäft. Eigentlich sehr traurig das ganze, wenn man bedenkt dass hier schamlos Mit menschen gehandelt wird, und die Armut die in dieser gegend vorherscht aufs Blut ausgenutzt wird. Und das ganze gipfelt natürlich dann – wen wunderts – in der rasenden Verbreitung von AIDS auch in Asien.

Ich finde ja dass man da stärker durchgreifen muss; genen die Menschenhändler und auch gegen die Touristen. Wobei natürlich letzteres für die Länder hier das risiko birgt die Touristen zu verschrecken die das benötite Geld ins Land bringen. Die einzigen die bei der Geschichte immer drauf zahlen sind die Frauen.

Irgend was läuft auf dieser Welt falsch, und solche dinge sind einfach Erscheinungsformen eines globalen Problems … Traurig aber wahr … und eigentlich sollte jeder nach seinen möglichkeiten helfen das in eine andere Richtung zu lenken, nur wie weiss ich auch nicht so genau leider.

Soundtrack: Bruce Springsteen – Streets Of Philadelphia

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Tiger & Dragon

I, me & myself

Die erste Pflicht der Musensöhne
Ist, daß man sich ans Bier gewöhne.
Wilhelm Busch (1832 – 1908)

Mir wurde dieses schlechte Foto vom gestrigen Abendessen zugespielt. Angeblich war dieses Glas Tiger-Bier vor dem Autor am Tisch zu finden.

Der Autor dementiert dies hier an dieser Stelle aufs heftigste – kann sich aber so genau leider nicht mehr erinnern. Schliesslich wäre das dann auch das erste Bier seit einem Jahrzehnt – kann das denn wahr sein ?!

p.S.: Falls sich wer über den Titel wundert, ich bin im Chinesischen Tierkreis ein Drache

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Essen – Episode III: Return ot the good Food

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Essen
Episode III
Return ot the good Food

Auf der suche nach gutem Essen
haben die Reisenden die Hoffnung
schon beinahe aufgegeben. Die
Dunkle Seite der Kochkunst hatte
die Hotelküche in fester Umklammerung.

Doch als die Zufersicht beinahe
verschwunden war tat sich ein neuer
Lichtblick am Horizont von Singapur
auf. Die Reisenden planten eine Expedition
in die Lokale des kleinen Indiens. Auf
Grund logistischer Schwierigkeiten musste
das Ziel kurzehand in die Chinesische
Stadt verlegt werden.

Und da fanden sie es! Das gute, lokale
Essen war doch noch nicht ganz verloren,
noch nicht ganz der Dunklen Seite zum
Opfer gefallen. Und derartig gelabt, und
mit neuer Hoffnung kehrten sie zufrieden
zurück ins Hotel, um mit neuer Kraft in
den letzten Tag der Konferenz zu gehen……

Welche Musik man sich dazu im Hintergrund vorstellen muss, darf sich jeder selbst überlegen ;-) Jedenfalls war der Ausflug gestern endlich wieder ein kulinarischer Lichtblick:

Und eine echte Kokusnuss bekommt man auch nicht alle Tage serviert:

Der einzige Haken war, dass hier alle recht früh schluss machen, und wir knapp nach 9 aus dem Lokal komplimentiert wurden. Doch selbst das war kein wirkliches Problem, denn 2 Ecken weiter gabs ein Strassenfest:

Also noch ein bisserl durch die Gassen gewandert.


Dann noch in eines der Lokale auf ein ‘Tiger Beer’ (der Autor hat sich hier allerdings enthalten). Und einfach den Leuten zusehen die da vorbeigewandert sind:

Danach sind wir dann wohl gestärkt und zufrieden zurück ins Hotel gefahren. Endlich wieder ein Tag mit ordentlichem Essen, wie man es von dieser Gegend der Welt erwartet.

An dieser Stelle gilt mein Dank auch Peter Haag, der die Fotos gemacht hat, die ich hier verwendet hab. Sein ganzes Singapur-Album gibt es hier

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Stadt-Bild

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Noch lange bewahrt der Krug den Duft des Öls, das er einstmals enthielt.
Horaz (65 – 8 v.Chr.)

Heute hab ich aus anderen Gründen in meinen alten Fotos gestöbert und bin dabei über ein paar Bilder von meinem ersten Besuch in Amsterdam im November 2002 gestolpert. Auch da hab ich eine Stadtwanderung unternommen und habe dabei auch den wunderschönen Vondel-Park entdeckt:

Allerdings war es die Tage davor ein wenig stürmisch in dieser gegend, und deshalb sahen einige Parkbäume so aus:

Aber das schöne dran war, dass dies die Kinder nicht gestört hat, im Gegenteil sie haben die neue Landschaft gleich optimal genutzt:

Solche Eindrücke, solche Momente machen einen Ort zu etwas ganz besonderem, zu einer bleibenden Erinnerung.

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Vor 50 Jahren

Philosophicum

Der Schlüssel der Geschichte ist nicht in der Geschichte, er ist im Menschen.
Théodore Simon Jouffroy (1796 – 1842)

Heute vor 50 Jahren wurde in Wien der Österreichsche Staatsvertrag unterzeichnet. Damit endet für mich heute auch ein Kapitel des Geschichtserlebens das mich die letzten 17 Jahre begleitet hat.

Es war anfang März 1988 – ich damals gerade 11 Jahre alt – da gab es in unserem Gymnasium im Gedenken an den 12. März 1938 eine Fotoausstellung mit Bildern aus dieser Zeit. Veranstaltet wirde das von meinem Kunstlehrer, der von allen Lehrern, die ich je hatte, mich rückblickend am meisten geprägt hat. Jedenfalls habe ich die Ausstellung mit einer für einen 11jährigen wohl ungewöhnlichen aufmerksamkeit betrachtet, da mich die Zeitgeschichte immer schon sehr interessiert hat. Als ich da mit diesem Lehrer gesprochen habe, hat er mir einen Gedanken mitgegeben, den ich bis heute nicht mehr los geworden bin:

Ich sollte mir vor Augen halten, wie alt ich sein würde wenn sich das Kriegsende, oder der Staatsvertrag ihr 50 jähriges Gedenken feiern, um eine Vorstellung über die Länge der Zeiträume zu bekommen.

Damals konnte ich mir das nicht vortellen, zu unwirklich erscheinen einem 11jährigen gedanken die 7 oder gar 17 Jahre in die Zukunft gehen. Doch mit der Zeit hab ich es besser verstanden, und heute bin ich mir der Tragweite dieses Gedanken sehr bewusst. Und mehr denn je, und wenn ich mein Leben mit einem vergleiche das vor 50 Jahren stattgefunden hat, bin ich dankbar Jahrgang 1977 und nicht Jahrgang 1927 zu sein.

Und mit dem heutigen Tag kann ich diese Erfahrung abschliessen, und ich bin Prof. P. heute sehr dankbar für seinen Gedanken von damals. Schade ist nur ihm das nicht mehr selbst sagen zu können, da er vor einigen Jahren gestorben ist.

Und mehr den je ist mir bewusst, wir müssen jeden Tag aufs neue dafür arbeiten, darum kämpfen, dass sich jene dunklen Kapitel der Geschichte nie wiederholen, denn dazu ist jedes einzelne Leben viel zu kostbar und wertvoll!

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