Philosophicum

Welten

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Das Leben wird für uns das sein, wozu wir es machen: Der Frohe schafft sich eine fröhliche Welt, der Betrübte eine traurige.
Samuel Smiles, (1812 – 1904)

WasserWenn man sich so umschaut, kommt irgendwie das Gefühl auf dass die Welt ein wirklich schlechter Ort ist. Überall hört man von Problemen, Dingen die nicht hinhauen, großen oder kleinen Unzulänglichkeiten. Und man hört auch immer genau wer da eigentlich wieder schuld ist dass dieses oder jenes Passiert. Dass man das natürlich niemals selbst ist versteht sich eh von selber.

Im großen sieht man das jeden Tag in den Nachrichten. Da könnte man mittlerweile irgendwie den eindruck gewinnen, dass an allem was so schief läuft, wahlweise George Bush oder die EU schuld sind. Bequem, weil nebulos, und einen selbst von jeglicher Verantwortung entbindend. Aber auch im kleinen sieht man immer wieder den “der ist Schuld” Reflex. Klar, auch ich ertapp mich immer wieder dabei – und ist ja auch bequem. Nur leider ist es all zu oft auch ungerecht, und vor allem auch nicht wirklich konstruktiv. Irgendwie wäre es doch besser zu schauen, wie man das Problem los wird, anstatt über verschütte Milch zu weinen. Aber das ist zugegebener massen nicht immer leicht… warum eigentlich?

Und außerdem sind alle diese Alltagsprobleme es nicht wert, sich darüber die Welt mies machen zu lassen. Das sind nämlich alles nur Kleinigkeiten, und unbedeutend, wenn man sich vor Augen hält was die Welt wirklich noch so an Katastrophen im petto hat. Im Vergleich zu Dingen wo es am Ende wirklich um Leben und Tod geht, sind die Alltagsdinge nun wirklich Unprobleme. Auch etwas was oft vergessen wird…oder?

Wunderschön und sehr passend: Ralph McTell – Streets of London

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Am Wegesrand

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In dem Augeblick, in dem er losschreitet, erkennt ein Krieger des Lichts den Weg.
Jeder Stein, jede Biegung des Weges heißen ihn willkommen. Er wird eins mit den Bergen und den Bächen, findet etwas von seiner Seele in den Vögeln und in den Pflanzen und Tieren auf dem Felde.
Da nimmt er Gottes Hilfe und die Hilfe seiner Zeichen an und läßt sich von seinem Lebenstraum zu den Aufgaben führen, die das Leben für ihn bereithält.
In manchen Nächten hat er kein Lager zum Schlafen, in anderen bekommt er kein Auge zu. »Das gehört dazu«, denkt der Krieger. »Ich habe mich entschieden, diesen Weg hier zu gehen.«
In dieser Phase steht alles in seiner Macht: Er selber hat den Weg gewählt, auf dem er jetzt geht, und keinen Grund, sich zu beklagen.
Handbuch des Kriegers des Lichts – Paulo Coelho

Ein Lebenstraum? Hat man sowas den einen Traum im Leben, der einen jeden Tag begleitet. Ich weiss nicht, aber wenn dann ist er nichts konkretes, nichts greifbares. Ich glaub eher es ist ein Gefühl, das zu erlangen man träumt. Aber man kann solche Träume auch leben, und der Weg den man sich wählt führt einen manchesmal wirklich an genau diesen Platz – dieses Refugium eines Traumes.

Und dann ists das wichtigste diesen Traum auch zu Leben, den Traum mitnehmen auf den Weg, sich von ihm möglichst lange begleiten lassen. Lebe(ns)-Traum.

Alles was man dazu tun muss, ist die Augen offen halten für den Wegesrand und nicht nur blind nach vorne Rennen, vor lauter Ziel den Weg zu übersehen – denn so läuft man an seinem eigenen Leben vorbei.

Josh Groban – You’re The Only Place

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Random Thought No. 9

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Glück ist, wenn deine Gedanken, deine Worte und dein Tun im Einklang sind.
Mahatma Gandhi (1869 – 1948)

‘Glück ist ….’ davon gibt es gar viele Definitionen, Sichtweisen und grosse Gedanken. Aber das sind irgendwie stets die Gedanken anderer. Und einer selbst. Wenn man Pech hat, dann weiss man es immer ganz genau, und ist der ganzen Welt gram. Aber Glück. Viele wissen es gar nicht so recht zu schätzen, das Glück dass sie manchmal haben. Mir geht es manchmal so.

Aber dann gibts Momente, da weiss man einfach dass man Glück hat. Da muss man nicht erklären was es ist, oder warum es so ist, es genügt einfach, dass es ist. Es hat einmal jemand diesen Moment als ‘Augenblick der Ewig dauert’ beschrieben. Ein schönes Bild wie ich finde und ein wunderbares Ziel.

Dune & The London Session Orchestra – One Moment

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Wunder(n)

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Ein Krieger des Lichts glaubt.
Weil er an Wunder glaubt, geschehen auch Wunder. Weil er sich sicher ist, dass seine Gedanken sein Leben verändern können, verändert sich sein Leben. Weil er sicher ist, dass er der Liebe begegnen wird, begegnet ihm diese Liebe auch.
Manchmal wird er enttäuscht, manchmal verletzt.
Und dann hört er Kommentare wie diesen: »Wie naiv er doch ist!«
Aber der Krieger weiß, dass es sich lohnt. Für jede Niederlage gibt es zwei Siege. Alle, die glauben, wissen das.
Handbuch des Kriegers des Lichts – Paulo Coelho

Wunder, das ist etwas das geschieht manchmal einfach so, nicht oft, aber doch ab und an einmal. Und sie liegen nicht auf der Strasse, sind nicht immer glieich zu sehen, sind nicht auffällig, suchen einen nur selten auf. Aber sie sind da, die kleinen Wunder des Alltags. Eine Blume am Wegesrand, ein Lächeln in der Strassenbahn, ein Blick. Alles das und noch viel mehr kann man finden, wenn man nur genau schaut, und wenn man bereit ist das Wunder auch zu sehen. Und sehen kann man sie jeden Tag, und das oftmals an Orten an denen man die gemeint hat, welche zu finden. Und das ist das grösste Wunder würd ich sagen.

Playlist: Josh Groban – My December (obwohl der ja eigentlich erst morgen anfängt)

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Trial & Error ?

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Oh Mensch, dein Zagen,
das kann zu nichts führen,
deine Pflicht ist wagen,
dein Los ist irren.
Peter Rosegger (1843 – 1918)

Das Wort zum Sonntag, und manchmal schaut das Los auch aunders aus.

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Kafka: reprise

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Wenn du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt du von den Schmerzen, die in mir sind, und was weiß ich von deinen. Und wenn ich mich vor dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüßtest du von mir mehr als von der Hölle, wenn dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich stehen wie vor dem Eingang zur Hölle.
Franz Kafka (1883 – 1924)

Ansichten verändern sich im Leben oft. Durch Umstände die man nicht beeinflussen kann oder auch durch die eigene Entwicklung. Ich glaub zwar nicht dass ich im letzten halben Jahr klüger geworden bin, älter aber in jedem Fall.

Über obiges Zitat hab ich mal recht geätzt. Heut seh ich das doch ein wenig anders. Verschobene Perspektiven, veränderte Umstände. Der Lauf aller Dinge.

Und wo führt das ganze hin, ich hoff ja nicht umbedingt in die Hölle, in jedem Fall aber in das unentdeckte Land. Und das ist ein Ort voll der Möglichkeiten. Und die alleine schon zu sehen, und mich auf den Weg zu machen, ist eine wunderbare Erfahrung, auch wenn nicht alle sich verwirklichen lassen.

Soundtrack of an early Morning: The Corrs – No Frontiers

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Sonnen oder Schein ?

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Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muß man auch haben.
Hans Christian Andersen (1805 – 1875)

Heut ist es zumindest mal ein guter Tag, die Sonne scheint, und dabei ist er noch nicht mal zur Hälfte rum… Das stimmt mich richtig optimistisch für den Rest.

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Gebüsch

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Hast du einen Freund,
dem du fest vertraust,
geh oft, ihn aufzusuchen!
Denn Gesträuch wächst
und starkes Gras
auf dem Weg,
den kein Wandrer geht.
aus der Edda

Wenn ich so darüber nachdenke, hätt ich oftmals gern eine Machete, für mich selbst genauso wie als Geschenk für manch einen Mitmenschen. Freund zu lesen im privaten wie im beruflichen, und da gibt es viele wege die nur all zu sehr überwuchert sind. Das Gebüsch das auf ihnen wächst ist da obendrein von der extra schnell wachsenden Art. Und an statt diesem mit dem Buschmesser zu Leibe zu rücken, wird hier vielerorts noch heftigst gedüngt. Und irgendwann ist dann das Geäst so stramm und fest, dass ein Durchkommen nicht mehr möglich scheint. Und dann dieses wieder auszuräumen kostet enorm viel Zeit und Arbeit. Dabei ginge es mit ein wenig (muss wirklich nicht viel sein) Pflege der Kontakte viel einfacher. Und was hier wohl benutzte ausgetretene Wege zu transportieren vermögen, das kenne ich auch sehr gut.

Ich weiss zwar nicht genau warum, aber es fällt mur dazu ein: The Alan Parsons Project – Silence and I

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Thought of the day

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Wollt ihr klar und richtig denken? Wollt ihr wahr und überzeugend sprechen? Sprechet und denket mit eurem Herzen!
Niccolo Tommaseo (1802 – 1874)

Ich hab mal wieder ein wenig in alten Blog-Einträgen geblättert. Und es ist eigentlich schon spannend, so die Geschichte dieses Jahres an Hand dessen was ich da so geschrieben hab sich wieder ins Bewusstsein zu holen. Es hat zwar nicht immer die Deutlichkeit die ein normales Tagebuch hätte, weil der blog eben etwas öffentliches ist. Und doch es steht eigentlich alles da, alles was es zu sagen gibt.

Und die Öffentlichkeit ist auch keine so grosse, denn im grossen und ganzen weiss ich sowieso wer hier aller mitliest. Und ich finde das auch ok so. Wobei mich manchmal einfach auch interessieren würde warum jemand ausgerechnet meinen Blog liest …

Jedenfalls war es bis jetzt doch eine spannende Erfahrung (vielleicht auch weil die Zeit eine spannende für mich war) und so lang das so bleibt wirds auch noch weitere Einträge geben. Aber eines auch gleich vor weg, es wird der Tag kommen – ich weiss nur noch nicht genau wann – an dem ich den Blog einstellen werde. Bis dahin aber, noch viel spass (oder was auch immer) hier.

Und dazu James Taylor & Allison Krauss – How’s The World Treating You

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Aus? Blicke…!

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Mangel an Optimismus ist Mangel an Wunschkraft.
Franz Marc (1880 – 1916)

Es gibt Zeiten da ist ein gewisser Optimismus wirklich gefordert. Und Grad da ist es auch nicht immer leicht optimistisch zu bleiben, auch wenn alle immer wieder beteuern dass es entweder nicht so schlimm ist, oder ganz bestimmt bald wieder besser wird.

Ich für meinen Teil bin ja ein notorischer Optimist. Dennoch ist das nicht ohne einen Blick auf die Realität zu machen, und die sieht halt meist doch recht unerfreulich aus. Irgendwie hab ich das Gefühl dass das früher alles deutlich einfacher war (sprach der zahnlose alte uk, und hielt sich an seinem Gehstock fest).
Jedenfalls hat das Jahr 2005 ziemliche Veränderungen in mein Leben gespült. Und weil die nicht immer so einfach waren, war es auch nicht immer das leichteste, dabei den Optimismus zu behalten. Aber in den meisten Fällen hat er mir doch Recht gegeben. Und ich glaub der Rest wird trotz aller Schwierigkeiten auch noch, und wenn es vielleicht länger dauert und nicht einfach wird. Ich Wünsch es mir jedenfalls, und ich werd auch für meine Wünsche arbeiten, weils mir wichtig ist. Und ein paar Steine die vielleicht auf dem Weg herumkugeln machen da auch nix aus.

Vanessa Carlton – A Thousand Miles

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