Die meisten Menschen hasten so sehr nach Genuß, daß sie an ihm vorbeirennen.
Søren Aabye Kierkegaard, (1813 – 1855)
In letzter Zeit fällt mir immer wieder auf wie eilig es manche haben. Und das an Orten und von Leuten, von denen ich es eigentlich nicht erwartet hätte. So ges(ch)ehen auch am Samstag.
Im Konzerthaus was wieder ein mal ein Filmkonzert angesagt: Der Rosenkavalier, ein Stummfilm aus dem Jahr 1926 mit live Orchesterbegleitung … an sich ein Erlebnis. Und das Orchester war grossartig, die Original-Filmmusik von Richard Strauss war auch stimmig. Nur was passiert, kaum dass der Dirigent den Taktstock gesenkt hat …. die ersten Zuhoerer springen auf und eilen Richtung Ausgang. Das sind aber nicht etwa die Jungen, sondern quer durch alle Altersklassen wird gehetzt. Und während viele im Saal noch applaudieren haben es einige offenbar unheimlich eilig. Vielleicht nur um doch als erste bei der Garderobe zu sein?
Am Samstag war die Gefahr des verpassens zwar für die Zuschauer nicht so groß, da Zugaben bei Filmkonzerten normalerweise nicht vorkommen. Aber selbiges verhalten kommt irgendwie immer wieder vor bei solchen Veranstaltungen, und so ist es nicht selten, dass die besonders Eiligen so gleich die eine oder andere höhrenswerte Zugabe verpassen. Und das alles nur für ein bisserl weniger Wartezeit? Mal ganz abgesehen davon dass das ganze auch ziemlich respektlos ist gegenüber den Künstlern auf der Bühne.
Mein Tipp in so einem Fall: Aus ist es wenn der Schiedsrichter abpfeift … aeh … wenn das Orchester die Bühne verlässt.
Fuer die Eiligen: Sheryl Crow – Run, Baby, Run