H. C. Schumacher an C. F. Gauss über
Nächtliches Warten auf klaren Himmel

(1844)

Es ist seit den Ihnen gesandten Kometenbeobachtungen, keine spätere Beobachtung hier möglich gewesen. Man vergisst leicht das Wetter, wenn man kein Meteorolog ist, und Protocoll darüber hält, aber ich glaube doch behaupten zu können, dass dies Jahr sich seit 30 Jahren durch das ununterbrochene ungünstige Wetter auszeichnet. Mein Sohn Richard hat sich vom 1. Junius an, um Sternbedeckungen beobachten zu können, auch bei ganz bezogener Luft (um nicht von dem Urtheile des Nachtwächters der Sternwarte abzuhängen), zu jeder Nachtstunde wecken lassen, und doch hat er von den in Encke's Jahrbuch angezeigten Sternbedeckungen nur 6 beobachten können. 3 Tage von dieser Zeit sind freilich durch eine starke Erkältung verloren.

Aus: Briefwechsel zwischen C. F. Gauss und H. C. Schumacher. Hrsg. von C. A. F. Peters. Vierter Band, Altona 1862, Brief vom 29.10.1844, S. 335.

Der Text steht auch als PDF-Datei (<1 MB) zur Verfügung.

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