Quelle:
"Kurier" vom 27. November 2004, Wien-Augabe, S. 9
ZITAT ANFANG
Ab sofort erstrahlen die Einkaufsstraßen
Weihnachtlicher Glanz am ersten Einkaufssamstag - zugleich startet die Suche
nach Zukunftskonzept
(von Anton Bina)
Jetzt geht's los: Heute ist der erste lange Einkaufssamstag. Damit die
Kundschaft in weihnachtliche Kauflaune kommt, werden alle bedeutenden
Einkaufsstraßen - insgesamt 36 an der Zahl - bei Einbruch der Dunkelheit ihre
Weihnachtsbeleuchtungen einschalten. Die meisten sind mittlerweile hoch betagt.
Das will die designierte Wirtschaftskammer-Präsidentin Brigitte Jank ändern.
HOHE BETRIEBSKOSTEN.
Bis nächste Weihnachten soll ein neues Finanzierungskonzept gefunden werden, das
Neuanschaffungen ermöglicht. Zusätzlich soll das jährliche Gerangel um die
Finanzierung der mit 600.000 Euro pro Advent nicht geringen Betriebskosten beendet
werden. Dieses Gerangel artete zuletzt aus, weil vielen Geschäftsleuten
angesichts der mageren Wirtschaftslage das Wasser bis zum Hals steht. Für heuer
ist der Betrieb gesichert - Stadt Wien [= Steuerzahler!] und Geschäftsstraßen
teilen sich die Kosten. Für kommendes Jahr will Jank entweder einen privaten
Hauptsponsor oder die Stadt Wien für die Beendigung der dramatisch gewordenen
Finanzierungsprobleme begeistern.
"Die Weihnachtsbeleuchtungen machen sich hoch
bezahlt", sagt Jank. "Gäbe es sie nicht, kämen weit weniger Touristen zur
Weihnachtszeit nach Wien." Des weiteren will Jank das praktikabelste System zur
Erneuerung der zum Teil schon stark veralteten Lichtergirlanden suchen. Im
Februar wird die Wiener Wirtschaftskammer einen großen Ideenwettbewerb starten.
Vorweggenommen hat die Ideensuche der Bezirk
Wien-Ottakring. Die Thaliastraße zählte schon 1962 mit der Mariahilfer Straße,
der Favoritenstraße und der Reinprechtsdorfer Straße zu den ersten
Einkaufsstraßen mit Weihnachtsbeleuchtung. Jetzt ist sie die Erste von
mittlerweile 36 Einkaufsstraßen, die ihre alten Girlanden auf ein
computergesteuertes System umstellt. Den ersten Testabschnitt wird man ab heute
im gürtelnahen Abschnitt bewundern können. Und das, obwohl die Geschäftsleute
ums Überleben kämpfen.
Das Projekt machte Bezirksvorsteher Franz Prokop
möglich, der Wien-Energie und Bank Austria einspannte und 100.000 Euro aus dem
Bezirksbudget lockermachte.
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