Syria

March 25th, 2011

Ich bin kein Experte, aber wenn das syrische Regime fällt, dann könnte das ein Game-Changer im ganzen Nahost-Konflikt sein … oder?

A Southern Belle

March 22nd, 2011

LOL

Zu nah an der Sonne

March 17th, 2011

Warum erinnert mich Ernst Strasser bloss so sehr an den zweifelhaften Titelhelden dieses Buchs?

Ein bisschen Programmatik

February 28th, 2011

Aufgabe der Gesellschaftswissenschaften ist es, gewisse gesellschaftliche Sachverhalte, deren Grundlagen erforscht sind, außer Streit zu stellen. Bei anderen Zusammenhängen, wo die Forschung noch nicht so weit ist, kann die Problemstellung gezeigt werden. Mehr ist nicht Sache der Gesellschaftswissenschaft. Aber auch das ist so viel, daß die Förderung und Unterstützung der Entwicklung der Gesellschaftswissenschaft ernster gesellschaftlicher Anstrengung wert ist.

Vorwort des damaligen österr. Justizministers Christian Broda, in: Norbert Leser, Begegung und Auftrag. Beiträge zur Orientierung im zeitgenössischen Sozialismus. Wien 1963, 13

Aus dem Notizbuch

February 24th, 2011

“ich weiss immer noch nicht, was mit meinen Gedanken tun.”

pictures that hurt

February 22nd, 2011

Or: No one escapes the Weltgeist …

Quote by the guy on the right side from Feb. 23, 2011:

“It’s impossible for the youth to follow anyone else. If not Gaddafi, who else would they follow? Somebody with a beard?”

Lokale Aufstände, globale Wirkung

February 21st, 2011

Wenn jetzt sogar Libyen fällt – von dem Medien noch vorgestern meinten, sein Regime wäre schlechthin nicht zu stürzen – dann ist kein Ende in Sicht. Und mich würde nebenbei mal interessieren, welchen Einfluss Wikileaks auf diese Entwicklung hatte. Wenn Bush jun. das nur geahnt hätte!

Und trotzdem: Schlechter der Westen nie ausgesehen. In den US ist man inzwischen nur noch über den Ölpreis besorgt, und in Europa fürchtet man sich vor den Flüchtlingen. Die Aufstände sind global zu verstehen: Wenn es darum ginge, Werte zu verteidigen, dann hat sich der Westen wirklich schon jetzt blamiert. Affluent Societies, that we are: Wir geben nichts her, nicht einen Jota.

Bruno Kreisky forever?

January 22nd, 2011

Zu Bernd Marins Kreisky-Adoration zwei Bemerkungen:
Erstens finde ich es interessant, dass Kreiskys Spruch von den paar Millionen Schulden im Diskurs heute so zum Sinnspruch einer falschen Politik festgesetzt ist. Die Kommentare zu Marins Text sind doch überwiegend negativ, und zwar genau zu diesem Punkt; wobei die Ironie ist, dass der Staat heute noch weitaus mehr Schulden macht und ausgibt als damals. Nur sein diskursiver Umgang damit hat sich gewandelt – es wird als „schlank“ und „fit“ verkauft, was doch nur unmässiges Ausgeben ist. (Dazu siehe viell. einerseits Fred Block, andererseits Lässenich mit seiner These des „neosozialen Staates“.) Die Frage ist nur: War Kreisky und sein Regierungsstil eine Vorbereitung dieser Entwicklung, oder war das inevitable? Es ist keine ganz müßige Frage, weil der Regierungsstil damit verknüpft ist, welcher wieder (wenn auch mäßig) auf die Stoßrichtung in gewissen Politikfragen Einfluss hat.
Damit zweitens: Was Kreisky wohl bemerkenswert macht, ist sein offener Zugang zu Widerspruch bei gleichzeitigem Machtstreben. Entweder ging das damals noch und es ist heute wegen der Art und Weise, wie ein PolitikerInnenalltag heute aussieht (vgl. den aufschlussreichen Text im Spiegel 2/2011 über das hektische Leben von PolitikerInnen), nicht mehr möglich; oder es ist tatsächlich besonderen Figuren vorbehalten, sich einen solchen Freiraum zur eigenen intellektuellen Bereicherung zu erhalten.

Vernetzung

January 12th, 2011

Ich werde seit meinem Text zur Politikwissenschaft in AT öfters kritisiert, dass die “magelnde internationale Vernetzung”, die ich nenne, gar nicht stimme. Ok. Was verstehen wir unter Vernetzung? In Hinblick auf wissenschaftliche Kommunikation würde ich darunter zuallererst den Austausch über Ideen, Theorien, Konzepte, Methodologien fassen. Und nun ein einfaches Beispiel: Es erkläre mir bitte mal jemand, warum immer noch alle vom neoliberalen Staat reden, wo doch bereits vor drei Jahren Stephan Lessenich sehr überzeugend belegt hat, dass es viel adäquater wäre von einem “neosozialen” Staat zu sprechen? Immer wenn ich dieses Beispiel erwähne, werde ich angesehen, als wäre dieses Argument ganz neu. Nur um sicher zu gehen: Lessenich ist kein obskurer Theoretiker, sondern Professor für Soziologie an der Uni Jena. Und: Lessenich hätte kürzlich beinahe eine Professur für Sozialpolitik in Wien bekommen. Vernetzung?

Browsing Habit

January 8th, 2011

Die Websites, die ich gelegentlich zum Lesen von Weltnachrichten aufsuche, sind aus jahrelangem Surfverhalten herausgeschält worden und die Zuneigung kann kaum objektiv begründet werden, sondern nur aufgrund tw. sehr subjektiver Präferenzen. Eine seltsame Hassliebe hält mich etwa an den Spiegel online. Seine sensationalistischen Artikelchen, die oftmals sehr banale Dinge zu Weltsensationen aufblasen, sind immer wieder ein “ärgerlicher Genuss” – anders kann ich es nicht bezeichnen. SPON ist eine kleine Welt in sich: Scheinbar ist es Redaktionspolitik, dass keine links ins restliche weltweite Netz gesetzt werden dürfen. Ziemlich bekloppt.