Einführung

Kriminalität in und um Wien 1703-1803. Eine Datenbank

von Susanne Hehenberger unter Mitarbeit von Evelyne Luef und Beate Pamperl,

gefördert vom Hochschuljubiläumsfonds der Stadt Wien, durchgeführt am Institut für die Erforschung der Frühen Neuzeit

Im Unterschied zum Quellenreichtum anderer europäischer Städte verfügt Wien über nur wenige Archivalien zur frühneuzeitlichen Strafjustiz. Mit dem ab 1703 erscheinenden Wienerischen Diarium, seit 1780 Wiener Zeitung genannt, steht jedoch eine durchgehend überlieferte Quelle zur Verfügung. Die hier präsentierte Datenbank schließt eine Forschungslücke und stellt die Ergebnisse der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Im Sinne der Grundlagenforschung wurden 101 Jahrgänge durchgesehen und beginnend mit dem Gründungsjahr der Zeitung 1703 bis einschließlich 1803 alle in der Zeitung dokumentierten kriminellen Handlungen und deren Bestrafung in und um Wien erfasst.

Dass alle Jahrgänge des Wienerischen Diarium bzw. der Wiener Zeitung vorhanden sind, bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass auch über alle kriminellen Taten und alle DelinquentInnen berichtet worden wäre. Vielmehr vermitteln uns die Zeitungsmeldungen ein Bild der zeitgenössischen Wahrnehmung von Kriminalität.

 

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