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Monografien
Herausgeberschaften
Aufsätze in Zeitschriften und
Beiträge in Sammelbänden
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KOPF an KOPF. Meinungsforschung
im Medienwahlkampf.
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Sieglinde
K. Rosenberger/Gilg Seeber
Wien: Czernin Verlag, 2003
256 Seiten, Broschur
ISBN 3-7076-0162-5
mit einem Beitrag von
Karin Liebhart und Martin Wassermair
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Ausführlichere inhaltliche
Informationen finden Sie auch auf der Internetseite zu
Kopf an Kopf .
Deutschland und Österreich im Herbst 2002.
Wie inszeniert waren die Kopf-an-Kopf-Rennen der Kandidaten, wie sehr
ist öffentliche Meinung überhaupt ein Konstrukt, das die
Demoskopie herstellt, das Medien vermitteln und das politisch Wirkung
zeigt? Wie schon Monate zuvor in Deutschland boten auch die Berichte im
Vorfeld der österreichischen Nationalratswahlen 2002 das Bild
eines bis zur letzten Minute offenen dreifachen Wettrennens: hier
zwischen SPÖ und ÖVP, FPÖ und Grünen und
schließlich zwischen rechtem und linkem Lager. Die
Kopf-an-Kopf-Inszenierung machte den sonst inhaltsarmen Wahlkampf
spannend, wöchentlich erstellte Wahlprognosen legitimierten, das
Rennen zwischen den politischen Parteien als knappes zu deuten. Am
Abend des Wahltags dann die große Überraschung: Die ÖVP
war mit 5 Prozent Vorsprung eindeutig stärkste Partei,
Rot-Grün lag um 6 Prozentpunkte hinter den Regierungsparteien.
Was war geschehen? Haben die befragten Wählerinnen und Wähler
die Meinungsforscher in die Irre geführt, indem sie Antworten
verweigerten oder Unentschlossenheit signalisierten? Sind die
Fehlprognosen statistischen Schwankungsbreiten oder zu kleinen
Stichproben zuzuschreiben? Oder diente die Sportmetapher gar einer
gemeinsamen Inszenierung von Meinungsforschern und Medien im Streben
nach Präsenz und Reichweite?
Die Veröffentlichung von Meinungsforschungsergebnissen gehört
zum Standardrepertoire medialer Bearbeitung von Wahlkämpfen. Die
"Meinungsdemokratie" evoziert aber auch Kritik: Denn die
ver-öffentlichte Meinung beeinflusst individuelle Entscheidungen,
taktisches Wählen basiert auf "Wissen" durch Meinungsumfragen. Und
die ver-öffentlichte Meinung steuert die Wahlkampfstrategien der
Parteien.
Dieses Buch beschreibt, wie Meinungsforschung das, was sie als
öffentliche Meinung bezeichnet, erfragt und gestaltet: Die
Hochrechnung von Antworten auf die "Sonntagsfrage" fokussiert die
momentane Lage, bewirkt aber neuerlich Meinungsbildung. Einblicke in
die Arbeitsweisen der Umfrageinstitute, ihre statistisch-methodischen
Grundlagen und Belege für die vielfältigen Wirkungen
entlarven öffentliche Meinung als eine Konstruktion, die durch
Demoskopie hergestellt, durch Medien vermittelt und im politischen Raum
wirksam wird.
Auch online zu bestellen unter: http://www.czernin-verlag.com/ |