Lehre

Hier der Link zum Vorlesungsverzeichnis der Universtität Wien mit einem Überblick über Vorlesungen und Kurse.

Seminar: Internationale Politik und Entwicklung – Grenz(un)sicherheiten. Grenzforschung in unsicheren Zeiten. (SoSe 2018)

Termine: Mi 07.03.2018 bis 27.06.2018, 11:30-13:00 HS 1 (A212), NIG 2.Stock
Infos zur Lehrveranstaltung finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.

Grenzen, Grenzpolitiken und Grenzsicherheit sind zentrale Gegenstände aktueller politikwissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Debatten. Grenzen und Grenzvorstellungen sind einem ständigen Wandel unterworfen und bezeichnen vielfältige Räume, Diskurse und Praktiken des Ein- und Ausschlusses. Sie sind eng mit nationalen und transnationalen Identitätsvorstellungen verknüpft und sind Brennpunkte technologischer, sozialer, politischer und ökonomischer Transformationen. Neue Akteure (private Sicherheits- und Militärfirmen, transnationale Agenturen, NGOs, „border militias“, etc.) erlangen zudem immer größere Bedeutung in der modernen Grenzarchitektur. Vor diesem Hintergrund vermittelt die Lehrveranstaltung Grundlagen der Grenzforschung sowie verwandter Disziplinen wie der Sicherheitsforschung und bearbeitet aktuelle Entwicklungen wie die Technologisierung der Grenze, den Trend zu humanitären Grenzpraktiken, sowie die Herausbildung transnationaler Räume.

Bachelorseminar (SoSe 2018)

Termine: Mi 07.03.2018 bis 27.06.2018, 13:15-14:45, SR 1 (A228), NIG 2.Stock
Infos zur Lehrveranstaltung finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.

Das Seminar hat das eigenständige Verfassen der Bachelorarbeit zum Ziel und begleitet diesen Prozess durch Inputs zu theoretischen, methodischen und forschungspraktischen Aspekten sowie durch Feedback der Lehrveranstaltungsleitung und der SeminarteilnehmerInnen. Thematisch sollten die in diesem Seminar bearbeiteten Fragestellungen in folgenden Bereichen liegen: Sicherheitspolitik (z.B. Privatisierung von Sicherheit, Grenzsicherheit, transnationale Akteure), Militärforschung (z.B. Militarismus, Militarisierung, Geschlecht und Militär), feministische und postkoloniale Ansätze in den Internationalen Beziehungen.

Forschungspraktikum: Neue Perspektiven auf globale Sicherheitspolitik (2017W)

Termine: Mi 11.10.2017 bis 31.01.2017, 11:30-14:45, HS 2 (A218), NIG 2. Stock
Infos zur Lehrveranstaltung finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.

Sicherheit ist in den letzten Jahrzehnten zu einem dominanten gesellschaftspolitischen Thema geworden. Dies betrifft sowohl die globale als auch die nationale und lokale Ebene und schließt militärische sowie zivile Sicherheitskonzepte, -institutionen und -politiken mit ein. Gleichzeitig haben sich die strukturellen und kulturellen Bedingungen von Sicherheitspolitik stark gewandelt. Neue Akteure (private Sicherheits- und Militärfirmen, transnationale Agenturen, NGOs, Public-Private Partnerships, lokale Nachbarschaftswachen, etc.) erlangen immer größere Bedeutung in der modernen Sicherheitsarchitektur. Zudem werden immer mehr gesellschaftliche Bereiche (z.B. Migration, Geschlechterpolitik, Wirtschaftspolitik) einer sicherheitspolitischen Logik unterworfen. Die Bedeutung von Konzepten wie Sicherheit, Risiko, Bedrohung, Schutz usw. wird dabei gesellschaftlich stetig neu verhandelt: Wer/was gilt als schützenswert, wer/was als Bedrohung und welche Lösungsansätze werden als sinnvoll und notwendig erachtet? Diese Prozesse sind auf komplexe Art und Weise mit der Transformation sozioökonomischer und politischer Ungleichheiten in geschlechtsspezifischer, ethnischer und nationaler Hinsicht verbunden.

Vor diesem Hintergrund vermittelt die Lehrveranstaltung die Grundlagen traditioneller sowie kritischer Sicherheitsforschung, mit Fokus auf die forschungspraktische Umsetzung letzterer. Anhand zentraler Texte beleuchten wir die Konzepte nationale, internationale und globale Sicherheit sowie kritische Ansätze in der Sicherheitsforschung (z.B. critical security studies, human security, (in)securitization theory, feminist security studies, postkoloniale Ansätze, globale politische Ökonomie, etc.). Erarbeitete theoretische und methodische Zugänge werden anschließend in eigenen Forschungsarbeiten angewandt.

Thematisch bearbeiten wir sowohl klassische sicherheitspolitische Themen wie Krieg und Militarisierung, staatliche Akteure und internationale Organisationen, als auch aktuelle Fragestellungen zu Grenzsicherheitspolitiken, Sicherheit im zivilen Bereich, sowie nicht-staatlichen Akteuren, wie der globalen Sicherheitsindustrie und transnationalen Akteuren wie Frontex.

Seminar: Geschlecht und Politik – Feministische Sicherheitsstudien (2015W)

Termine: Mi. 7.10.2015 bis 27.1.2016, 11.30-13.00, HS 3, NIG 2. Stock
Infos zur Lehrveranstaltung finden Sie im Vorlesungsverzeichnis!

Master-Seminar: The personal is international – Feministische Theorie zur internationalen Politik (SoSe 2014)

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit feministischen Theorien aus dem Bereich Internationale Beziehungen. Verschiedene Ansätze, wie Feminist International Relations, Feminist Security Studies und Feministische Internationale Politische Ökonomie werden vorgestellt und geschlechtersensible Zugänge zum Verhältnis lokal/global, national/international, Staat/Markt erarbeitet. Diese werden anhand aktueller Debatten zu neoliberalen Staatstransformationen, Entstehung transnationaler, privatisierter Sicherheitsregime, Globalisierung staatlicher Militärapparate und veränderten Bedingungen sozialer Reproduktion veranschaulicht.

Vorlesung: Militär, Staat und Geschlecht (SoSe 2013)

Die Lehrveranstaltung beschäftigte sich mit historischen und aktuellen Zusammenhängen zwischen staatlich legitimierter Gewalt, militärischen Institutionen und Geschlecht. Aktuelle Veränderungen militärischer Geschlecherverhältnisse und -ideologien in Folge von neoliberalen Staatstransformationen und militärischem Strukturwandel wurden in ihren politischen, sozialen, technologischen und ökonomischen Kontexten diskutiert. Als Grundlage diente die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Zugängen aus Geschichte, Militärsoziologie, Friedens- und Konfliktforschung, Feminist International Relations, Feminist Security Studies, Masculinity Studies, u.a.

Lektürekurs/Politische Theorie: Geschlecht und Gesellschaft – Zusammenhänge zwischen Gender, Klasse und Ethnizität (SoSe 2008)

Der Lektürekurs “Geschlecht und Gesellschaft” ging der Frage nach, wie Geschlecht mit anderen strukturellen und kulturellen Kategorien, wie Schichtzugehörigkeit, Ethnizität, Nationalität, etc. zusammenhängt.

Seminar: Give War a Chance – Sozialwissenschaftliche Theorien zum Krieg (mit Khaled Hakami, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien, SoSe 2007)

Das Seminar bot einen vergleichenden Überblick über sozialwissenschaftliche Theorien zum Krieg, mit Fokus auf Ansätze aus Politikwissenschaft und Kultur- und Sozialanthropologie. Wissenschaftstheoretische Grundlagen, Entstehungs- und Rezeptionskontexte sowie Verortung in sozialwissenschaftlichen Traditionen und Debatten wurden beleuchtet.

Grundkurs/Politische Theorie: Krieg und Frieden in der politischen Ideengeschichte (WiSe 2006/07)

Der Grundkurs nahm einen Querschnitt durch die Ideengeschichte von Krieg und Frieden vor. Bei der Betrachtung von Krieg steht nicht konventionelle Schlachten- bzw. Militärgeschichte im Vordergrund, sondern Krieg als soziales Phänomen und die Wechselbeziehungen, in denen er mit Militär, Staat und Gesellschaft steht. Die Lehrveranstaltung bot außerdem einen Überblick über Auseinandersetzungen mit und Konzeptionen von Frieden in unterschiedlichen historischen Kontexten.

Grundkurs/Politische Theorie: Krieg als Form sozialer Praxis und politischen Diskurses (SoSe 2006)

Der Grundkurs nahm einen Querschnitt durch die Ideengeschichte des Krieges vor.  Die Lehrveranstaltung bot einen Überblick über Auseinandersetzungen mit und Konzeptionen von Krieg in unterschiedlichen historischen Kontexten, von der antiken Idee des ‘Bellum Justum’ über christliche Konzepte des ‘Heiligen Krieges’, Clausewitz’ Sichtweise des Krieges als ‘Politik mit anderen Mitteln’, Versuchen der völkerrechtlichen Regelung des Kriegsgeschehens, bis hin zur Idee der ‘Humanitären Intervention’ und Theorien der ‘Neuen Kriege’ mit ihrem Fokus auf Asymmetrie, Ökonomisierung und Entstaatlichung des Krieges. Krieg steht als soziales Phänomen immer auch in Zusammenhang mit Geschlechterverhältnissen und wurde daher auch in seinen Gender-Dimensionen thematisiert.

Ringvorlesung: Krieg und Militär zwischen Geschichte und Politikwissenschaft (mit Prof. Kreisky und Prof. Feldbauer, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien; IPW, WiSe 2005/06 und WiSe 2006/07)

“Alte und neue Kriege”, “neue Imperien” und “antike Supermächte”, “Ver- und Entstaatlichung des Krieges” sind alles Stichwörter, die aus Politik- und Geschichtswissenschaft vertraut sind. Die Ringvorlesungen näherten sich daher den Themenkreisen Krieg und Militär fächerübergreifend an, indem sowohl theoretische Zugänge als auch Fallbeispiele aus der Perspektive beider Disziplinen abgehandelt wurden. VertreterInnen aus der Politikwissenschaft (oder anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen) und Geschichte präsentierten unterschiedliche theoretische Herangehensweisen an kriegerische Konflikte sowie konkrete Beispiele aus Geschichte und Gegenwart, die entweder anhand einer bestimmten Region (z. B. Ex-Jugoslawien) oder anhand von strukturellen Gemeinsamkeiten (z. B. Staatszerfall und Staatsverdichtung) interdisziplinäre Vergleiche ermöglichen sollten.