Kategorie-Archiv: Private Security

Neuerscheinung: The Palgrave International Handbook on Gender and the Military

Herausgegeben von: Rachel Woodward und Claire Duncanson

Mit einem Kapitel von Saskia Stachowitsch und Amanda Chisholm: “Military Markets, Masculinities, and the Global Political Economy of the Everyday: Understanding Military Outsourcing as Gendered and Racialised

2017, 580 S.
Palgrave Macmillan UK
Hardcover ISBN: 978-1-137-51676-3 | E-Book ISBN: 978-1-137-51677-0

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The Palgrave International Handbook of Gender and the Military provides a comprehensive overview of the multiple ways in which gender and militaries connect.  International and multi-disciplinary in scope, this edited volume provides authoritative accounts of the many intersections through which militaries issues and military forces are shaped by gender.  The chapters provide detailed accounts of key issues, informed by examples from original research in a wealth of different national contexts.  This Handbook includes coverage of conceptual approaches to the study of gender and militaries, gender and the organisation of state military forces, gender as it pertains to military forces in action, transitions and transgressions within militaries, gender and non-state military forces, and gender in representations of military personnel and practices.  With contributions from a range of both established and early career scholars, The Palgrave International Handbook of Gender and the Military is an essential guide to current debates on gender and contemporary military issues.

White Ribbon Gender Talk 14. April

Männlichkeiten und die private Sicherheitsindustrie

Vortragende: Saskia Stachowitsch, Politikwissenschaftlerin, Uni Wien

C3 – Centrum für internationale Entwicklung, Alois Wagner-Saal
Ort: Sensengasse 3, 1090 Wien
Datum: 14. April 2016
Beginn: 19 Uhr

White Ribbon lädt herzlich zum Gender Talk:
Männlichkeiten und die private Sicherheitsindustrie: Über das Verhältnis von Staat, Markt und Geschlecht in neoliberalen Sicherheitsregimen.

Privatisierung von (militärischer) Sicherheit ist ein wachsender Trend in vielen westlichen Staaten. Während die Medienberichterstattung oftmals den Typus des hypermaskulinen Söldners in den Vordergrund stellt, wirbt die Sicherheitsindustrie mit Bildern von professionellen, disziplinierten, sogar humanitären, aber dennoch durchaus männlichen Sicherheitsdienstleistern.

Geschlechter- und insbesondere Männlichkeitsideologien sind mit dem Phänomen “Private Security” also eng verknüpft, werden aber selten in ihrer Differenziertheit und in ihrem Zusammenhang mit neoliberalen Staatstransformationen und ungleichen Geschlechterverhältnissen diskutiert. Auch die Ausbeutung von Männern aus dem globalen Süden durch die transnationale Sicherheitsindustrie wird oftmals ausgeblendet.

Dieser Vortrag wirft im Gegensatz dazu einen kritischen Blick auf die vielfältigen geschlechtsspezifischen Auswirkungen von Privatisierungsprozessen im Sicherheits- und Militärbereich sowie auf die unterschiedlichen Geschlechterstereotype, die in diesen reproduziert, aber auch transformiert werden.

Für weitere Informationen hier der Link zu Veranstaltung.

Neuer Artikel in Globalizations (open access)

Stachowitsch, Saskia/Chisholm, Amanda (2016):

Everyday Matters in Global Private Security Supply Chains: A Feminist Global Political Economy Perspective on Gurkhas in Private Security

Am 16.03.2015 ist im Journal Globalizations (Routledge) dieser neue Artikel erschienen und er ist unter folgendem Link frei zugänglich.

Abstract (in English)

In a case study of Nepalese Gurkhas working for Western private military and security companies (PMSCs), this article develops feminist global political economy understandings of global labour chains by exploring how the ‘global market’ and the ‘everyday’ interact in establishing private security as a gendered and racialised project. Current understandings of PMSCs, and global markets at large, tend to depoliticise these global and everyday interactions by conceptualising the ‘everyday’ as common, mundane, and subsequently banal. Such understandings, we argue, not only conceal the everyday within private security, but also reinforce a conceptual dualism that enables the security industry to function as a gendered and racialised project. To overcome this dualism, this article offers a theoretically informed notion of the everyday that dissolves the hegemonic separation into ‘everyday’ and ‘global’ levels of analysis. Drawing upon ethnography, semi-structured interviews, and discourse analysis of PMSCs’ websites, the analysis demonstrates how race, gender, and colonial histories constitute global supply chains for the security industry, rest upon and reinforce racialised and gendered migration patterns, and depend upon, as well as shape, the everyday lives and living of Gurkha men and women.

Podiumsdiskussion “Sicherheitsfragen”

Podiumsdiskussion “Sicherheitsfragen”
Volkstheater/Rote Bar
6. März 2016, 11 Uhr

Von Gesetzesänderungen über Platzräumungen bis zur Anweisung, in Schrebergärten hohe Bäume zu roden: Spätestens seit den Anschlägen von Paris dominiert ein Gefühl von Verwundbarkeit eine verunsicherte Gesellschaft, die sich gerade mit dem Bau eines Grenzzauns auseinandersetzte. Doch was sind sinnvolle Schutzmaßnahmen und was sinnlose Spektakel der Sicherheit oder gar Falltüren für antidemokratische und rassistische Tendenzen?

mit Reinhard Kreissl (Rechtssoziologe), Andreas Krisch (Datenschützer), Saskia Stachowitsch (Politikwissenschaftlerin); Moderation Corinna Milborn

http://www.volkstheater.at/stueck/sicherheitsfragen/

Markets, Men, and Mercenaries. Private Security through the Lens of Gender, Race, and Global Political Economy

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Markets, Men, and Mercenaries. Private
Security through the Lens of Gender,
Race, and Global Political Economy

 

Vortragende: Amanda Chisholm
(Newcastle University)
Saskia Stachowitsch
(Universität Wien)

Moderation: Claudia Brunner
(Universität Klagenfurt)

Donnerstag, 29. Oktober 2015, 18:00 Uhr

Hörsaal 1 (Zi.nr. A0212)
Institut für Politikwissenschaft
Universitätsstraße 7/2. Stock, 1010 Wien

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Elise Richter-Stipendium und -Programm

Für das Projekt “Feministische Internationale Beziehungen und Staatstheorien. Mögliche Verknüpfungen am Beispiel Geschlecht und militärische Privatisierung” habe ich 2012  das Elise Richter-Stipendium des FWF erhalten. Das Elise-Richter-Programm richtet sich an Senior-Postdoc-Wissenschafterinnen, mit Ziel der Qualifikation zur Bewerbung um eine in- oder ausländische Professur.

Einen kurzen Einblick in meinen Projektschwerpunkt gibt das “info”-Magazin des FWF (02/2013) auf den Seiten 36-40.

Allgemeine Infos zum Hertha Firnberg- und Elise Richter-Programm finden sich hier.

Die Broschüre zur Gala mit allen Stipendiatinnen kann hier gelesen werden, die Fotos zur Gala 2013 wiederum sind in dieser Galerie aufgeführt.

Projekt “Feministische Internationale Beziehungen und Staatstheorien. Mögliche Verknüpfungen am Beispiel Geschlecht und militärische Privatisierung”

seit Mai 2013: Projektleitung (Elise Richter-Stipendium, FWF)

Die Privatisierung von Sicherheit hat in den letzten Jahren sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich stark zugenommen. Dieser Prozess hat geschlechtsspezifische Auswirkungen und verändert die Zusammenhänge zwischen Staat, Krieg und Geschlecht in globalen und lokalen Kontexten. Um diese Entwicklungen besser zu verstehen, entwickelt das Projekt eine umfassende Perspektive auf die theoretischen und empirischen Verknüpfungen von Geschlechterverhältnissen auf der staatlichen und der internationalen Ebene. Zu diesem Zweck werden zwei zentrale feministische Theorietraditionen – feministische Staatstheorien und feministische Internationale Beziehungen – miteinander verbunden. Dadurch wird eine geschlechtersensible Analyse von aktuellen Transformationen des Staates und seiner Sicherheitsregime im internationalen Kontext ermöglicht.

KooperationspartnerInnen:

Cynthia Enloe (Clark University, Worcester, Massachusetts, US)
Paul Higate (University of Bristol, UK)
Trevor McCrisken (University of Warwick, UK)

Projekt: “Staat, militärische Privatisierung und Geschlecht”

Jänner 2012 bis April 2013: Projektleitung
(Fördergeber: FWF, Erwin Schrödinger-Stipendium)

Im Zuge globaler Veränderungen und neoliberaler Staatstransformationen haben private Akteure gegenüber staatlichen Streitkräften in militärischen Operationen an Bedeutung gewonnen. Das Projekt untersuchte die geschlechtsspezifischen Auswirkungen dieses Prozesses und insbesondere seinen Einfluss auf das Verhältnis von Staat und Geschlecht. In einer Fallstudie zu den USA wurden die Implikationen von militärischem Outsourcing auf den Ebenen von geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung, Geschlechterpolitik, und Geschlechterideologien/-diskursen analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass militärische Privatisierung Frauen von militärischen Arbeitsmärkten verdrängt, Gleichstellungspolitiken untergräbt und hierarchische Geschlechterideologien bekräftigt. Diese Entwicklungen stärken den Zusammenhang zwischen staatlich sanktionierter Gewalt und Männlichkeit und stellen daher einen Prozess der Remaskulinisierung dar. Weiters untersuchte das Projekt die Integration von ‚Gender-Wissen‘ als Legitimationsstrategie in der privaten Sicherheitsindustrie. Die Studie evaluierte bisherige wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema aus einer Geschlechterperspektive und analysierte Primär- und Sekundärquellen, wie Industriedokumente (z.B. Verhaltenskodizes), Regierungsberichte, Policy-Papiere, Medienberichterstattung und Websites militärischer Sicherheitsdienstleister.