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Master-Seminar: Neue Perspektiven auf globale Sicherheitspolitik (2017W)

Termine: Mi 11.10.2017 bis 31.01.2017, 11:30-14:45, HS 2 (A218), NIG 2. Stock
Infos zur Lehrveranstaltung finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.

Sicherheit ist in den letzten Jahrzehnten zu einem dominanten gesellschaftspolitischen Thema geworden. Dies betrifft sowohl die globale als auch die nationale und lokale Ebene und schließt militärische sowie zivile Sicherheitskonzepte, -institutionen und -politiken mit ein. Gleichzeitig haben sich die strukturellen und kulturellen Bedingungen von Sicherheitspolitik stark gewandelt. Neue Akteure (private Sicherheits- und Militärfirmen, transnationale Agenturen, NGOs, Public-Private Partnerships, lokale Nachbarschaftswachen, etc.) erlangen immer größere Bedeutung in der modernen Sicherheitsarchitektur. Zudem werden immer mehr gesellschaftliche Bereiche (z.B. Migration, Geschlechterpolitik, Wirtschaftspolitik) einer sicherheitspolitischen Logik unterworfen. Die Bedeutung von Konzepten wie Sicherheit, Risiko, Bedrohung, Schutz usw. wird dabei gesellschaftlich stetig neu verhandelt: Wer/was gilt als schützenswert, wer/was als Bedrohung und welche Lösungsansätze werden als sinnvoll und notwendig erachtet? Diese Prozesse sind auf komplexe Art und Weise mit der Transformation sozioökonomischer und politischer Ungleichheiten in geschlechtsspezifischer, ethnischer und nationaler Hinsicht verbunden.

Vor diesem Hintergrund vermittelt die Lehrveranstaltung die Grundlagen traditioneller sowie kritischer Sicherheitsforschung, mit Fokus auf die forschungspraktische Umsetzung letzterer. Anhand zentraler Texte beleuchten wir die Konzepte nationale, internationale und globale Sicherheit sowie kritische Ansätze in der Sicherheitsforschung (z.B. critical security studies, human security, (in)securitization theory, feminist security studies, postkoloniale Ansätze, globale politische Ökonomie, etc.). Erarbeitete theoretische und methodische Zugänge werden anschließend in eigenen Forschungsarbeiten angewandt.

Thematisch bearbeiten wir sowohl klassische sicherheitspolitische Themen wie Krieg und Militarisierung, staatliche Akteure und internationale Organisationen, als auch aktuelle Fragestellungen zu Grenzsicherheitspolitiken, Sicherheit im zivilen Bereich, sowie nicht-staatlichen Akteuren, wie der globalen Sicherheitsindustrie und transnationalen Akteuren wie Frontex.

Neuerscheinung: Jüdische Identitäten und antisemitische Politiken im österreichischen Parlament 1861-1933

Herausgegeben von: Saskia Stachowitsch und Eva Kreisky

2017, 336 S.
24 x 17 cm
978-3-205-20094-9

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Dieses Buch widmet sich der Beteiligung von Jüdinnen und Juden an der Entwicklung des österreichischen Parlamentarismus sowie ihren Konfrontationen mit Antisemitismus als Strategie parlamentarischer Politik. Das vielfältige Wirken jüdischer ParlamentarierInnen in Abgeordnetenhaus und Herrenhaus des Reichsrats sowie im Nationalrat der Ersten Republik wird anhand einer Kollektivbiographie und einer Analyse von Parlamentsdebatten sichtbar gemacht. Die Untersuchung geht außerdem den Transformationen von Antisemitismus im Parlament sowie den dagegen entwickelten Widerständen nach. Damit stellt das Buch einen politikwissenschaftlichen Beitrag an der Schnittstelle von Judentums-, Antisemitismus- und Parlamentarismusforschung dar.

Für mehr Informationen folgen Sie bitte diesem Link.

Markets, Men, and Mercenaries. Private Security through the Lens of Gender, Race, and Global Political Economy

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Markets, Men, and Mercenaries. Private
Security through the Lens of Gender,
Race, and Global Political Economy

 

Vortragende: Amanda Chisholm
(Newcastle University)
Saskia Stachowitsch
(Universität Wien)

Moderation: Claudia Brunner
(Universität Klagenfurt)

Donnerstag, 29. Oktober 2015, 18:00 Uhr

Hörsaal 1 (Zi.nr. A0212)
Institut für Politikwissenschaft
Universitätsstraße 7/2. Stock, 1010 Wien

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SoSe 2013 VO 210019: Prüfungsanmeldung

Liebe Studierende,

Um an den kommenden Prüfungen zur  VO 210019 M8a/Diss VO Militär, Staat und Geschlecht aus dem vergangenen Semester teilnehmen zu können, müssen Sie sich auf univis für die Klausur anmelden. Falls es Unklarheiten hierzu gibt, lesen Sie sich bitte die folgende Anleitung zur Prüfungsanmeldung auf der Homepage des Instituts für Politikwissenschaft durch.

Projekt: “Mythos Europa. Europavorstellungen im Kontext sich wandelnder Staatlichkeit in Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien”

März 2005 bis März 2006: Projektmitarbeit (IPW), Leitung: Vedran Džihič
(Fördergeber: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Republik Österreich)

Das Projekt untersuchte Europavorstellungen und -mythen in Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien vor dem Hintergrund sich wandelnder Staatlichkeit. Prozesse der Schaffung und Aufrecht-erhaltung von in diesen Ländern neuen Staatlichkeitsformen befinden sich im Spannungsfeld zwischen nationaler Selbstbestimmung und EU-Integration. „Europa“ repräsentiert dabei den Traum von Aufschwung und Anerkennung genauso wie den Albtraum von Bevormundung und Aufgabe der eben erst etablierten staatlichen Souveränität. Es gilt zu klären, von welchen gesellschaftlichen Gruppen welche Europavorstellungen und -mythen produziert und verwertet werden, um Identität und Legitimität von Staatlichkeit zu erzeugen und zu begründen.

Europadiskurse in den Untersuchungsländern sind als Teil von Modernisierungsdebatten und –konflikten zu verstehen, in denen von unterschiedlichen sozialen Gruppen unterschiedliche Europavorstellungen und -mythen ins Feld geführt werden, um (prekäre) Machtverhältnisse zu stützen bzw. zu schwächen. Ein wichtiger Fokus solcher Debatten ist die Bildung von Nationalstaaten, sowie die Annäherung an „Europa“. Konkrete Vorstellungen und Mythen werden bei diesen ambivalenten Prozessen der Schaffung einer Nation in spezifischen historischen Momenten produziert bzw. verwertet und sind narrative Symbolgebilde, die eine angenommene Vergangenheit auf die Gegenwart bzw. die Zukunft projizieren. Daher können über ihre Analyse aktuelle Wunsch-, Ideal- und Schreckensbilder einer Gesellschaft herausgearbeitet und auch jene AkteurInnen identifiziert werden, die damit konkrete politische Praktiken und Forderungen legitimieren und propagieren. Im Kontext des Wandels von Staatlichkeit und Geschlechterverhältnissen werden daher das Aufgreifen, die Neudeutung und Verwerfung von Europavorstellungen und -mythen untersucht.

Nähere Infos zum Projekt finden sich hier.

Aus dem Projekt entstand die Publikation „Europa – verflucht begehrt Europa-Vorstellungen in Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien“ (erschienen 2006 im Braumüller Verlag)