Notizen 2006:
Jänner
| Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember
Themenübersicht
März
Konstruktive Details an ägyptischen Tempeltüren
und Portalen
Schenkt
man den Durchgängen, Portalen und Türöffnungen in
den ägyptischen Tempelanlagen mehr Beachtung als nur einen
flüchtigen Blick aus den Augenwinkeln beim Hindurchgehen, so
fallen zahlreiche technische Details an den Türpfeilern und
Gewänden auf, die mit der Konstruktion der Türflügel
bzw. Türblätter zusammenhängen. Dazu kommt noch,
daß ägyptische Tempeltüren einige Eigenheiten aufweisen,
die von der üblichen Bauweise späterer oder europäischer
Portallösungen abweichen. [mehr ...]
Zum
Problem der Montageweise: kurze und lange Einschubrinne? Hier
wird mit drei Animationen versucht, das Problem des Einschiebens
eines Türflügels näher zu untersuchen. Kritik am
Montage-Vorschlag Arnolds (Lexikon der ägyptischen Baukunst.).
Beispiele
von altägyptischen Werkzeuge zur Steinbearbeitung
In
der 2004 auf der Schallaburg (Niederösterreich, bei Melk) gezeigten
Ausstellung: "Die Pyramiden Ägyptens - Monumente der Ewigkeit"
wurden auch einige originale Werkzeuge repräsentiert. Sie stammen
teilweise aus den Beständen des Kunsthistorischen Museums in
Wien (Ägyptisch-orientalische Sammlung), teilweise aus anderen
Museen. [mehr ...]
Altägyptische
Werkzeuge und Beispiele zur Steinbearbeitung: aus dem Saal VI
im Wiener Kunsthistorischen Museum
Ergänzung zu den Beispielen auf der Ausstellung:
"Die Pyramiden Ägyptens - Monumente der Ewigkeit"
Schallaburg 2004
Justierlöcher
("Stemmlöcher") an ägyptischen Großbildwerken
Im
ersten Hof des Tempels von Karnak erhebt sich die imposante Monumentalfigur
Ramses' II., die Pinudjem ursupierte. An ihrem Sockel befinden sich
in regelmäßigem Abstand Paare von sogenannten "Stemmlöchern".
Sie dienten der Endjustierung dieser monolithen Großplastik.
Zahlreiche Löwen- und Widderplastiken der Sphingenallee weisen
die gleichen Löcher am Sockel auf. Auch hier wurden die schweren
Skulpturen auf ihren Podesten endjustiert. Die Technik der Justierung
mit Stemmlöchern ist jedoch schon bei Megalithbauten der Stein-Kupfer-Zeit
auf Malta in vergleichbarer Form nachweisbar, ohne daß damit
unbedingt auf einen kulturellen Zusammenhang geschlossen werden
muß. [mehr über diese archetypische
Technik ...]
Bautechnisches aus Kom Ombo
Die
baulichen Reste der Tempelanlage von Kom Ombo sind für das
Studium ptolemäisch-römerzeitlicher Bautechnik ein wahres
"El Dorado". Der den Göttern Sobek und Horus geweihte
Doppeltempel ist so "herrlich kaputt", daß er interessante
Einblicke in die Mauerstukturen und die Versatztechnik der Steinquader
bietet, wie sie sonst nicht immer möglich sind. Natürlich
ist es die Bilderflut, welche in erster Linie die Aufmerksamkeit
der meisten Besucher in Anspruch nimmt, aber der "Blick aufs
Technische" lohnt sich ebenfalls - sofern man "zwischen
den Steinen lesen" lernt. [Mehr zur
Versatztechnik und zum Aufbau ägyptischer Tempelmauern ...]
Fortsetzung
dazu: Seltsames aus Kom Ombo und anderswo
|