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Themenübersicht Februar


 Sedimentationsmarken als Leithorizonte an ägyptischen Tempelanlagen

PC061455-1.JPGJährliche Nilüberschwemmungen und Schlammablagerungen hinterließen an den Tempelanlagen charakteristische Spuren in Form von Verfärbungen. Diese bilden natürliche Höhenmarkierungen, bezeichnen somit ehemalige mögliche Lauf- oder Begehungshorizonte, welche auch noch nach einer Versetzung des Bauwerks erhalten bleiben. Besonders deutlich sind diese Sedimentations- und Erosionsmarken am Tempelbezirk von Philae, der mit dem Bau des neuen Assuanstaudammes auf die Nachbarinsel Agilkaia versetzt werden mußte. (Mehr durch Click auf das Bild)


Materialien zur Frage sogenannter Dübellöcher an ägyptischen Tempelwänden

Die ägyptische Baukunst verwendet einerseits schwalbenschwanzförmige Dübel zur Verbindung von Bauteilen (Quadern und Profilstücke), andererseits stabförmige Dübel von rechteckigem oder runden Querschnitt, die in die Wand getrieben wurden und nach allgemeiner Ansicht für die Befestigung von Metallverkleidungen dienten. Heute ist nur mehr die Negativform der Dübellöcher mit ihrer typischen Verteilung erhalten. (Mehr durch Click auf das Bild).

Schwalbenschwanzförmige Dübellöcher werden an anderer Stelle behandelt. [Ältere Vorinformation]

Fortsetzung: rechteckige Dübellöcher

P1242188.JPGNeben den zahlreichen kleinen runden Bohrlöchern, die sich vor allem im Bereich von Portalen und Türpfosten nachweisen lassen, giebt es viele rechteckige Löcher, die rahmenförmig um Reliefdarstellungen angeordnet sind. In der Literatur werden sie meist als Dübellöcher für ehemalige Metallverkeidungen bezeichnet, ohne daß dabei konkrete Rekonstruktionsvorschläge dafür gemacht werden, wie nun diese Verkleidungen eigentlich ausgesehen haben könnten. Man wird wohl darunter rahmenartige Konstruktionen gemeint haben, jedoch ergeben sich bei näherer Betrachtung der Disposition dieser Dübellöcher gewisse Problem bei der Rekonstruktion der Metall(?)-Rahmungen, da sie teilweise die Darstellungen oder Inschriften überschnitten hätten. Dazu Beispiele aus Philae, Edfu und Karnak [Mehr durch Click auf das Bild)


Keilspuren am Obelisken der Hatschepsut in Karnak

P1262506-1.JPGVon den ursprünglich vier Obelisken, die Hatschepsut in Karnak errichten ließ, steht nur mehr ein einziger zwischen dem 4. und 5. Pylon. Dieser über 28 m hohe Obelisk aus Rosengranit wurde zusammen mit einem zweiten im Jahre 16 errichtet. Vom rechten (südlichen) Obelisken liegt ein beträchtliches Stück heute über Betonblöcken "aufgebahrt" am Ufer des Heiligen Sees.

Das Interesse an diesem Relikt richtet sich meist auf die Hieroglyphen und die Tatsache, daß die Hinweise auf Amun während der Verfolgung in der Amarnazeit sorgfältig ausgemeißelt, später aber wieder hergestellt wurden. Man liest meist, daß dieser Obelisk umgestürzt und die Spitze abgebrochen sei. Eine genauere Beobachtung der Bruchfläche zeigt jedoch, daß der Obelisk durch Keilspaltung "geköpft" wurde. (Mehr durch Click auf das Bild).

Vgl. auch die ältere Vorinformation zum Thema "Keilbuchsen, Keiltaschen, Keillöcher an ägyptischen Bauten und in Steinbrüchen - eine Auswahl"

Weitere Befunde zur Keilspalttechnik in Karnak und Luxor

P1262533.JPGDie sogenannte Keilspaltung bei Hartgesteinen ist in der ägyptischen Steinmetz- und Steinbruchtechnik weit verbreitet. Zahlreiche Spuren finden sich etwa in den Granitsteinbrüchen von Assuan. In Karnak lassen sich zahlreiche Anwendungen der Keilspalttechnik beim historischen Recycling-Verfahren von Spoliennachweisen. In einigen Fällen wurde diese doch bis zu einem gewissen Grade aufwändige "Zerstückelungstechnik" aus unbekannten Gründen aufgegeben. Andere Fälle zeigen eine merkwürdig unlogische Anordnung der Keiltaschen, die zwar sehr sorgfältig und steinmetzmäßig ausgearbeitet sind, jedoch keine technisch sinnvolle Spaltungsrichtungt erkennen lassen - letztlich also ein merkwürdiges Phänomen handwerklicher Gepflogenheiten. (Mehr durch Click auf das Bild).


 

 

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