
Privatdoz. Mag. Dr. phil. Peter Rauscher, geboren 1970 in Nürnberg, Studium
der Geschichte und Deutschen Philologie an den Universitäten
Erlangen-Nürnberg, Tübingen,
Passau und Wien.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsprojekt
„Die kaiserlichen
Finanzen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts (1556-1576)”
(1999-2002) an der Universität Wien, und am Forschungsprojekt
„Germania
Judaica IV – Austria Judaica” am
Institut für Geschichte der Juden in Österreich
(2002-2005). Seit 2001 Lehrbeauftragter am
Institut für Geschichte der Universität Wien.
Habilitation: April 2005.
01. Oktober 2005-30. September 2006 Assistent am Institut
für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien.
Ab 01. Oktober 2006 Leiter und Bearbeiter des Forschungsprojekts
„Die finanziellen Beziehungen zwischen Kaiser und Reich 1600-1740”
am Institut für Geschichte der Universität Wien.
Sommersemester 2008: Gastprofessor für Österreichische Geschichte am Institut
für Geschichte der Universität Wien.
E-Mail: peter.rauscher@univie.ac.at
Fon: +43/(0)1/4277-40850
Fax: +43/(0)1/4277-9408
Verlag:
Waldviertler Heimatbund
Seiten/Umfang : 184 Seiten, 10 Abb.
1. Auflage 2004
ISBN : 3-900708-18-5
Nicht nur das Leben in einer der größten jüdischen Landgemeinden Niederösterreichs wird in diesem Buch anhand der Quellen verständlich beschrieben, sondern auch die Situation der jüdischen Bevölkerung im östlichen Österreich im 17. Jahrhundert.
http://www.daswaldviertel.at/framesset.htm
Rezension von Thomas Winkelbauer
http://science.orf.at/science/news/119397
Beitrag von orf.science.at
http://www.sehepunkte.de/2007/07/6663.html
Rezension von Gabriela Schlick-Bamberger
Verlag: Oldenbourg
Seiten/Umfang: 480 Seiten
1. Auflage 2004
ISBN: 3-486-57598-8
Mit der Übernahme der Königskronen von Böhmen und Ungarn 1526/ 27 durch den österreichischen Erzherzog Ferdinand I. und dem Erwerb der Kaiserkrone im Jahr 1558 entstand jener Herrschaftsraum der Habsburger, der die mitteleuropäische Politik der folgenden Jahrhunderte entscheidend mitbestimmen sollte. Die Koordination der Finanzmittel stellte eine der wesentlichsten Herausforderungen der Regierung dieser weitgehend voneinander unabhängigen Monarchien und Fürstentümer dar: Die Hauptschwierigkeiten bildeten im Äußeren die Finanzierung und Organisation der dauerhaften militärischen Auseinandersetzung mit dem expansiven Osmanischen Reich. Dafür mussten Ressourcen aller Herrschaftsräume mobilisiert werden. Im Inneren der einzelnen Königreiche und Länder sah sich der Monarch mit selbstbewussten Ständen konfrontiert, die nach weitgehender politisch-religiöser Autonomie strebten.
Verlag: Oldenbourg
Seiten/Umfang: 319 Seiten
1. Auflage 2003
ISBN: 3-486-64851-9
Hofjuden und Landjuden. Jüdisches Leben in der Frühen Neuzeit, Berlin – Wien 2004 (gemeinsam mit Sabine Hödl und Barbara Staudinger).
Verlag: Philo-Verlag
Seiten/Umfang: 399 Seiten
1. Auflage 2004
ISBN: 3-8257-0352-5
Politische und ökonomische Entwicklungen im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit führten zu einer grundlegenden Wandlung der jüdischen Siedlungsstrukturen im Heiligen Römischen Reich. Die meisten großen Gemeinden verschwanden; es enstanden Ansiedlungen in kleinen Landstädten und Dörfern. Diese Verschiebung der Zentren ließ neue Bezugspunkte entstehen. Das soziale Spektrum jüdischer Existenz umfasste Landjuden, Handwerker, Gemeindefunktionäre, Gesinde, Angestellte und Betteljuden. Jede dieser Gruppen erfüllte bestimmte Funktionen und Rollen in der jüdischen wie auch in der christlichen Gesellschaft, nicht nur abhängig von der allgemeinen Rechtsstellung der Judenschaft, sondern auch bedingt durch individuelle Privilegien. Die beiden für Juden geltenden Rechtssphären - hier jüdisches Recht, dort obrigkeitliches Recht - charakterisierten auch in der Frühen Neuzeit jüdische Existenz in einer andersgläubigen Mehrheitsgesellschaft. Der jüdischen Oberschicht kam nach außen wie nach innen eine zentrale Rolle zu, zum einen durch ihre Vertreterfunktion gegenüber der Obrigkeit, zum anderen durch ihre Führungsposition gegenüber der Judenschaft. Namhafte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Deutschland, Israel, Österreich und der Tschechischen Republik stellen in ihren Beiträgen diese unterschiedlichen Aspekte jüdischer Lebenswelten von Frankfurt über Prag und Wien bis Budapest vor.
Seit 2006: Mitherausgeber der Zeitschrift "Frühneuzeit-Info" des Instituts für die Erforschung der Frühen Neuzeit. Verantwortlicher Hg. von Heft 17/1+2 (2006) zum Thema "Altes Reich".
Beiträge:
Eva Ortlieb, Die Entstehung des Reichshofrats in der Regierungszeit der Kaiser Karl V. und Ferdinand I. (1519–1564)
Sabine Ullmann, Kommissionsverfahren bei Verfassungskonflikten am Reichshofrat in der Regierungszeit Maximilians II. (1564–1576). Der Fall Württemberg gegen Zwiefalten
Nicola Schümann, Diplomaten, Deputationen und Depechen: Der Fränkische Kreistag im System des Reiches
Gabriele Haug-Moritz, Das Reich als medialer Kommunikationsraum. Skizze eines Forschungsprojektes
Guido Braun, Ein italienischer Blick auf die Kaiserwahl und Kürfürstenrat im frühen 17. Jahrhundert und seine Vermittlung in Frankreich: Girolamo Canini und I. Le Secq
Mathias F. Müller, Albrecht Altdorfers Alexandertriumph für Kaiser Maximilian I.
Ryszard Hołownia, Johann Lucas von Hildebrandt und Schlesien
Räume und Wege. Jüdische Geschichte im Alten Reich 1300–1800 (= Colloquia
Augustana, Bd. 25), Berlin 2007 (gemeinsam mit Rolf Kießling, Stefan Rohrbacher
und Barbara Staudinger).

Verlag: Akademie Verlag
Seiten/Umfang: 378 Seiten
1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-05-004385-2
Die jüdische Geschichte als integralen Bestandteil des Alten Reiches zu verstehen und Gemeinsamkeiten und Differenzen jüdischen Lebens während des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit aufzudecken war das Anliegen einer internationalen wissenschaftlichen Tagung am Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg. Der daraus hervorgegangene Band untersucht die politischen Rahmenbedingungen, die für die Geschicke der jüdischen Gemeinschaften bestimmend waren. Ebenso widmet er sich Fragen jüdischer politischer Kommunikation und Organisation, der Geschlechtergeschichte sowie den verschiedenen Formen von Mobilität und Überwindung kultureller und politischer Grenzen. Zudem setzt er sich kritisch mit den beiden Überlieferungssträngen selbst, den Urkunden und Akten einer Verwaltungstätigkeit der christlichen Obrigkeit wie den Quellen innerjüdischer Provenienz, auseinander.
Das Buch folgt der Überzeugung, dass es für ein tieferes Verständnis jüdischer Geschichte unerlässlich ist, die Perspektiven und Methoden der Judaistik mit der Reichs- und Landesgeschichte, der Geistesgeschichte und der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte zusammenzuführen.
Plus ultra. Die Welt der Neuzeit. Festschrift für Alfred Kohler zum 65. Geburtstag, Münster 2008 (gemeinsam mit Friedrich Edelmayer, Martina Fuchs und Georg Heilingsetzer).
Verlag: Aschendorff
Seiten/Umfang: 808 Seiten
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-402-06578-5
„Plus ultra” –„Darüber hinaus”, so lautete die bekannte Devise Kaiser Karls V. (1500–1558), der nicht nur in Europa über eine aus zahlreichen Teilkönigreichen und Ländern zusammengesetzte Monarchie herrschte, sondern unter dessen Regierung die spanische Krone auch ein „Neue Welt” eroberte - mit Konsequenzen bis in die Gegenwart.
Dieser Band internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersucht ein breites Themenspektrum vom Tagebuch eines Reichstagsgesandten bis zu einer von Piraten bedrohten Karibikinsel, ferner die sich formierende Welt der Neuzeit sowie ihre Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert. Rämuliche und inhaltliche Schwerpunkte bilden das Heilige Römische Reich und die habsburgischen Länder, iberische und Globalgeschichte sowie Welt- und Geschichtsbilder.
Gewidmet ist dieses Werk dem Wiener Ordinarius für Neuere Geschichte Dr. Alfred Kohler, der sich in seinen Publikationen mit den politischen und kulturellen Welten der Vormoderne und den darin handelnden Persönlichkeiten beschäftigt.
Themenschwerpunkt „Neuland - Migration mitteleuropäischer Juden 1850–1920”. In: Aschkenas. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17/1 (2007), Tübingen 2008 [erschienen 2009] (gemeinsam mit Martha Keil und Barbara Staudinger).
Beiträge:
Peter Rauscher, Neuland. Migration mitteleuropäischer Juden 1850–1920: Einführung und Kontexte
Annemarie Steidl, „There are no cats in America...”. Zur Teilnahme von Juden und Jüdinnen an transnationalen Wanderungen aus den österreichischen Ländern der Habsburgermonarchie
Marsha L. Rozenblit, Jewish Immigrants in Vienna before the First World War
Yvonne Kleinmann, Zur Genese jüdischer Gemeinden in russischen Großstädten 1840–1900
Tobias Brinkmann, „Mit Ballin unterwegs”. Jüdische Migranten aus Osteuropa im Transit durch Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg
Jochen Oltmer, „Verbotswidrige Einwanderung nach Deutschland”: Osteuropäische Juden im Kaiserreich und in der Weimarer Republik
Markus Kirchhoff, Diasporische versus zionistische Diplomatie, 1878–1917
Barbara Staudinger, Von Harvard nach München: James Loeb und die Umkehr der amerikanischen Immigration
Joachim Schlör, Konstruktion und Imagination vom Heiligen Land im deutschen Judentum. Berichte von unterwegs
Comparative evolution of the tax systems in the Habsburg Monarchy,
c. 1526–1740: The Austrian and the Bohemian Lands. "XXXIX Settimana
di Studi: La fiscalità nell’economia europea. Secc. XIII-XVIII",
"Istituto Internazionale di Storia Economica “F. DATINI”",
Prato, 22.-26. April 2007.
Schwaben als Schnittstelle zwischen Kaiser und Reich. Tagung "Grenzüberschreitungen:
Die Außenbeziehungen Schwabens in Mittelalter und Neuzeit. Interdisziplinäres
und internationales Symposion, Schwaben Akademie Irsee, 22.-24. November
2007.
Feindbilder: Die zweite Wiener Türkenbelagerung als österreichischer
Lieu de mémoire (1783-1983), Universität Wien, 9. April 2008.
Vom Anniversarium zum Jubiläumskult. Zur Entstehung "runder"
Festtage. Tagung: Die Willkür der Zahlen. Jubiläen und Gedenken in
der jüdischen Geschichte. 20 Jahre INJOEST (1988–2008), Wien, 3. Juli
2008.
Vgl. dazu die Begleittexte auf
oe1.orf.at:
http://oe1.orf.at/highlights/123300.html und
http://oe1.orf.at/highlights/123319.html
sowie die Radiosendung von Martina Nussbaumer "Dimensionen - Die Welt der Wissenschaft" vom 15. Juli 2008 auf Ö1.
"Kösten, Juchten, Gschmeid…" Der Kremser Handel im Zeitalter des Merkantilismus – Datenbank und Analyse, Institut für Geschichte, Universität Wien, 18. November 2009 (gemeinsam mit Beate Pamperl und Andrea Serles).